Bernhard Peter
Was ist Dengue-Fieber?

(Bitte besprechen Sie im Zweifelsfall Ihre Beschwerden und Maßnahmen mit Ihrem Arzt)

 

Wie bekommt man Dengue-Fieber?

Dengue-Fieber ist ein Newcomer unter den Tropenkrankheiten. Früher dachte man bei von Mücken übertragenen Krankheiten in erster Linie an Malaria, doch durch die rasche Verbreitung während der letzten Jahrzehnte avancierte Dengue zu einem gleichermaßen ernstzunehmenden Risiko. Pro Jahr leiden ca. 50 Mio. Menschen an einer Dengue-Infektion. Dengue ist eine Viren-Erkrankung. Die Viren kommen in fast allen tropischen und subtropischen Regionen der Welt vor und werden durch Stechmücken (Aedes, Tigermücken etc.) übertragen. Der Stich einer einzigen Stechmücke kann so zum tödlichen Risiko werden.

Wo und wann ist das Risiko am größten?

Jahreszeit: Die Überträger, die Stechmücken, brüten in jedem stehenden Gewässer, sei es auch noch so winzig. Ursprünglich war deshalb das Risiko während oder kurz nach der Regenzeit am größten, in der Trockenzeit aber gering. Leider hat der Mensch aber für ganzjährige Brutbehälter gesorgt wie Wasserbecken, Reisterrassen, weggeworfene Dosen und Autoreifen etc. Deshalb ist das Dengue-Risiko mittlerweile überall dort ganzjährig gegeben, wo ganzjährig stehendes Wasser zur Verfügung steht. Dengue-Epidemien treten vorwiegend in städtischen Gebieten auf.

Länder: Inzwischen ist die Erkrankung in mehr als 100 Ländern verbreitet. Am stärksten betroffen sind Südostasien und die westliche Pazifikregion, also Pakistan, Indien, SriLanka, Thailand, Myanmar, Bangladesh, Laos, Kambodscha, Vietnam, Malaysia, Indonesien, Philippinen, Neuguinea etc.. Aber auch in Afrika südlich der Sahara, Süd- und Mittelamerika, Karibik sowie in den östlichen Mittelmeerländern besteht prinzipiell Infektionsgefahr.

Tageszeit: Die Stechmücken sind tagaktiv, scheuen jedoch die direkte Sonne. Sie stechen daher vor allem während der Morgen- und der Abenddämmerung sowie tagsüber in Häusern oder im Schatten.

Wie verläuft eine Erkrankung an Dengue-Fieber?

Die Inkubationszeit beträgt 7-10 Tage. Dengue-Fieber äußert sich meist als sehr schwere grippeähnliche Erkrankung, häufig auch in zwei Phasen. Folgende Beschwerden sind möglich: Hohes Fieber (2-7 Tage), schwere Kopfschmerzen, Schmerzen hinter den Augen, starke Muskel- und Gelenkschmerzen, Ausschlag. Nicht umsonst wird Dengue auch als Knochenbrecherfieber bezeichnet.

Als Komplikationen sind möglich: DHF = Dengue-hämorhagisches Fieber (Nasenbluten, spontan auftretende blaue Flecke, Zahnfleischbluten etc., hohes Fieber, Fieberkrämpfe) oder ein Schockzustand (Kreislaufversagen), mit jeweils tödlichem Risiko. Jede Dengue-Erkrankung gehört in ärztliche Behandlung!

 

Was macht Dengue-Fieber zu einem ernsten Problem?

 

Gibt es eine Impfung gegen Dengue-Fieber?

Nein, zur Zeit gibt es keinen Impfstoff gegen Dengue-Fieber. Ein solcher ist auch in der nächsten Zeit nicht zu erwarten. Das Problem ist das Vorkommen von 4 verschiedenen Dengue-Unterarten, die ein Impfstoff alle zusammen abdecken können müßte.

 

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