Bernhard Peter
Mit Ginkgo gegen Vergeßlichkeit!

Hirnleistungsstörungen und Vergeßlichkeit durch Mangeldurchblutung: Was tun?

Wie jedes andere Organ ist auch das Gehirn auf eine ausreichende Durchblutung angewiesen, um optimal arbeiten zu können. Im Alter kann die Durchblutung durch Veränderungen der Gefäße nachlassen. Genauso wie Arteriosklerose (Verhärtung der Blutgefäße durch Ab- und Einlagerungen) wichtige Adern der Extremitäten, Herzkranzgefäße o.ä. betreffen kann, so finden dieselben degenerativen Prozesse auch im Gehirn statt. Durch ein verengtes Gefäß kann der versorgte Gewebsabschnitt schlechter mit Sauerstoff versorgt werden. Das Gehirn ist ein Organ mit großem Sauerstoffbedarf. Es ist ebenfalls ein Organ, das auf Minderversorgung mit Sauerstoff äußerst empfindlich reagiert.

Wenn die Gedächtnisstörungen auf einer Arterienverkalkung und damit auf einer Minderversorgung des Gehirnes mit Sauerstoff beruhen, dann können Sie selbst mit geeigneten Medikamenten, z. B. mit einem Extrakt aus der Heilpflanze Ginkgo biloba (Ginkgo-Baum) die Durchblutung des Gehirns verbessern. Ginkgo ist eine alte Heilpflanze aus Asien, die hierzulande auch häufig als Baum in Gärten oder Parks anzutreffen ist.

 

Wie wirkt Ginkgo?

Die für die Herstellung von Arzneimitteln verwendeten Extrakte sind ein Gemisch aus mindestens drei verschiedenen wirksamkeitsbestimmenden pflanzlichen Inhaltsstoffgruppen, sogenannten Ginkgoliden, Flavonoiden und Bilobaliden. Experimentell sind eine Vielzahl von positiven Wirkungen des Ginkgo-Extraktes nachgewiesen worden:

Auch EEG-Untersuchungen (Hirnstromkurve) konnten interessante Ergebnisse beitragen: Bei Patienten mit Demenz-Erkrankungen sind Hirnströme im Vergleich zu gesunden Menschen verändert. Unter Therapie mit bestimmten Ginkgo-Extrakten paßte sich die Hirnstrom-Aktivität der Demenz-Patienten wieder derjenigen von Gesunden an!

 

Bei welchen Beschwerden wird Ginkgo-Extrakt angewandt?

Hirnorganisch bedingte Leistungsstörungen, dementielle Symptome wie Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Schwindelgefühle, Ohrensausen, Kopfschmerzen, Probleme mit dem Gleichgewichtsempfinden, Periphere arterielle Verschlußkrankheit, Schwindel und Ohrgeräusche (Tinnitus), wenn die Probleme durch mangelhafte Durchblutung bzw. mangelhaften Gefäßzustand im Innenohr bedingt sind.

Ginkgo-Extrakte gehören mit zu den am besten verträglichen Arzneimitteln. Nebenwirkungen werden nur äußerst selten beobachtet. Sie sollten die Kombination mit anderen blutverdünnenden Mitteln aber immer mit Ihrem Arzt besprechen.

Die tägliche Dosis liegt bei 120-240 mg Trockenextrakt. Zur Behandlung hirnorganischer Leistungsstörungen sollte die Therapiedauer kurmäßig mindestens 6-8 Wochen betragen.

Bitte besprechen Sie Ihre Beschwerden und Maßnahmen im Zweifelsfall mit einem Arzt Ihres Vertrauens!

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