Bernhard Peter
Das Nolle-Syndrom -
gefährlich und nur individuell therapierbar

Was ist das Nolle-Syndrom?
Das Nolle-Syndrom ist eine akute, schwerwiegende psychische Erkrankung, die selbst ansonsten tatkräftige Menschen urplötzlich überfällt und zu vorübergehender vollkommener Handlungs- und Reaktionsunfähigkeit verdammt. Stets ist das Auftreten eines akuten Anfalls an individuelle Auslösefaktoren gebunden. Wenn diese Faktoren nicht nachhaltig ausgeschaltet werden können, ist von begleitender rezidivierender Psychosomatik und einer Chronifizierung des Leidens auszugehen. Problematisch sind die individuelle Suszeptibilität für die auslösenden Faktoren und eine grundlegende Vulnerabilität, so daß allgemeingültige Therapierichtlinien derzeit noch erarbeitet werden.

Wie kann man das Nolle-Syndrom diagnostizieren?

Wer ist besonders von Nolle-Syndrom betroffen?

Was sind Auslöser für einen akuten Anfall des Nolle-Syndroms?
Die Auslöser sind vielfältig und individuell verschieden. Die folgende Liste kann keinesfalls als vollständig angesehen werden, deckt aber nach jüngsten Untersuchungen 80% der Erkrankungsfälle ab:

Wie behandelt man das Nolle-Syndrom?
Prinzipiell schwierig, da selbst bewährte Psychopharmaka wie Bockamin oft versagen. Selbst erfahrene Hausärzte können mit dieser Diagnose überfordert sein. Die sofortige und nachhaltige Beseitigung des individuellen Auslösefaktors – soweit bekannt - steht an erster Stelle. Wo das nicht möglich ist, greifen vielleicht (!) folgende Maßnahmen, je nach Altersgruppe unterschiedlich:

Was gibt es an unterstützenden Maßnahmen?

Ist das Nolle-Syndrom ansteckend?
Prinzipiell ist das Nolle-Syndrom nicht ansteckend. Jüngste Feldforschungen haben aber ergeben, daß von einem gewissen katalytischen Effekt auf vulnerable Personen in der unmittelbaren Umgebung auszugehen ist. Insofern ist es sinnvoll, betroffene Kinder erst einmal von der Schule fernzuhalten. Auch ist es im Betrieb besser, die Kollegen erst einmal keinem Risiko auszusetzen.

Kann man sich gegen das Nolle-Syndrom immunisieren lassen?
Prinzipiell unmöglich – die möglichen Auslöser sind so vielfältig, daß man unmöglich alle mit einer Immunisierung abdecken könnte. Vor allem ist der menschlichen Psyche eine gewisse Variabilität eigen, sodaß bei Ausschaltung bestimmter Auslöser sehr schnell bis dato unbekannte Auslöser die ausgeschalteten ersetzen würden.

Wie ist die Bedeutung des Nolle-Syndroms einzuschätzen?
Von der Schulmedizin wird diese in zunehmendem Maße als Volkskrankheit zu bezeichnende Krankheit noch vernachlässigt. Vor allem besteht Nachholbedarf hinsichtlich der Differentialdiagnostik, insbesondere zur Abgrenzung gegenüber Depressionen und Erschöpfungssyndrom. Die erste ernstzunehmende wissenschaftliche Arbeit zum Nolle-Syndrom, von einigen Therapeuten auch Nullbock-Syndrom genannt, wurde erst vor kurzem publiziert (Journal of Applied Nonsense, 2003, Nr. 23, S. 113-126). Weitere Forschungen sind im Gange.

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