Bernhard Peter
Insuline: Gentechnische Herstellung von Human-Insulin in Escherichia coli (1)
(Bitte besprechen Sie im Zweifelfall Ihre Beschwerden und Maßnahmen mit einem Arzt Ihres Vertrauens!)

Das Besondere am Insulin ist, daß es aus zwei Ketten besteht, die nicht peptidisch miteinander verknüpft sind, sondern nur über zwei Disulfidbrücken – die die richtigen sein müssen -, daß aber beide Ketten von einem Gen kodiert werden. Gentechnische Herstellung von Eiweißen ist an sich kein Problem, doch hier müssen komplexe Zusatzprozesse ablaufen:

Das alles schafft eine Bakterienzelle nicht. Deshalb ist die erste Methode zur gentechnischen Herstellung von Insulin die getrennte Synthese von Kette A und Kette B jeweils in einem eigenen dafür hergerichteten Bakterienstamm. Anschließend werden beide Ketten vereinigt, die endständige Methioningruppe wird abgespalten, nach oxidativer Sulfitolyse bilden sich unter Sauerstoffeinfluß im leicht alkalischen Milieu die richtigen Disulfidbrücken. Nachteil dieser Methode ist die geringe Ausbeute, denn die Anwesenheit der C-Kette ist für die Ausbildung der richtigen Disulfidbrücken wichtig.

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