Bernhard Peter
Warum brauchen Sie Zink? Fünf gute Gründe:
(Bitte besprechen Sie im Zweifelsfall Ihre Beschwerden und Maßnahmen mit einem Arzt Ihres Vertrauens)

Wie wirkt Zink und welche Bedeutung hat Zink für Sie?

1. Grund: Zink spielt im Immunsystem eine zentrale Rolle. Es fördert die Aktivität und Vermehrung wichtiger Abwehrzellen (weiße Blutkörper­chen). Darüber hinaus ist Zink wichtig für die Bildung von Botenstoffen des Immunsystems (Zytokinen). Zink hemmt weiterhin die Virenvermehrung und schützt Zellen vor dem Angriff durch Viren.

Zink für Sie: Damit Ihr Immunsystem gestärkt wird zur Abwehr von Viren, Bakterien und sonstigen Bedrohungen, damit Sie weniger anfällig sind, damit Viren Ihnen weniger anhaben können und damit Sie gegen Erkältungen und andere Infektionen besser geschützt sind!

2. Grund: Das Spurenelement Zink spielt eine vielfältige Rolle im Geschehen der Wundheilung. Zinkmangel äußert sich in Hautveränderungen und Wundheilungsstörungen.

Zink für Sie: Damit kleinere sowie größere Kratzer schnell und spurlos verschwinden! Damit Sie auch bei chronischen Wunden von einem positiven Effekt auf die Wundheilung profitieren!

3. Grund: Zinkmangel kann für eine gestörte Glucose-Toleranz verantwortlich sein. Es gibt komplexe Zusammenhänge zwischen Zink, Insulin und Glucosestoffwechsel. Zinkmangel kann die dia­betische Stoffwechsellage verschlechtern (ver­ringerte Insulinproduktion, reduzierte Insulinwirkung).

Zink für Sie: Damit Sie als Diabetiker vor Mangelzuständen geschützt sind, auf Antidiabetika besser ansprechen, vor Verschlechterung des Stoffwechsels und Zunahme der Beschwerden geschützt sind und eine höhere Lebensqualität haben!

4. Grund: Zink übt in Stoffwechsel und Struktur der Haut und der Anhanggebilde (Haare, Nägel) wichtige Funktionen aus. Es ist unverzichtbar für den gesunden Aufbau von Bindegewebs-Kollagen, Haut- und Haar-Struktur.

Zink für Sie: Damit Sie vor zinkmangelbedingten Erkrankun­gen von Haut und Nägeln (z. B. brüchige Haare und Nägel, Haarausfall, trockene und schuppende Haut) besser geschützt sind!

5. Grund: Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Fruchtbarkeit. Zinkmangel beeinträchtigt die Sexualfunktion, Fruchtbarkeit und die gesamte Reproduktion bei Mann und Frau. Bereits leichte Mangelzustände wirken sich negativ aus. Zink kann die Qualität des Spermas und eine gestörte Sexualfunktion bei Männern verbessern.

Zink für Sie: Damit Sie bei Zink-Mangel als Ursache von Fruchtbarkeitsstörungen von gesteigerter Spermienbildung und -Qualität, verbesserter Potenz und gesteigerter Libido profitieren können!

 

Wie wenden Sie Zink richtig an?

Wählen Sie zur Vorbeugung die richtige Form von Zink. Das Problem bei Zink ist das Ausmaß der Aufnahme in den Organismus. Manche Zinkverbindungen werden besser vom Körper aufgenommen als andere. So werden bestimmte organische Zinkverbindungen wie z. B. der Zink-Histidin-Komplex bzw. Zinkgluconat besser aufgenommen als anorganische Zinkverbindungen wie Zinksulfat, Zinkcarbonat oder Zinkoxid. Die Bioverfügbarkeit steigt z. B. in folgender Reihe: Zinkoxid << Zinkorotat < Zinksulfat < Zinkgluconat << Zinkhistidin. Damit wird deutlich, daß insbesondere Histidin eines günstigen Einfluß auf die Resorption hat.

Wählen Sie die für Sie richtige Dosis: Die empfohlene Tagesdosis Zink beträgt 15 mg zur Vorbeugung (berechnet als Zink, nicht als Zinkverbindung!)

Einnahme 1/2-1 Stunde vor dem Essen. Zink-Histidin kann auch zum Essen genommen werden.

Zur ergänzenden Behandlung bei akuten Erkältungskrankheiten oder Infektionen des Rachenbereiches ist die Verwendung von Lutsch- und Brausetabletten (mit der Lösung kann man auch gurgeln) sinnvoll.

 

Wer ist besonders gefährdet?

Vegetarier: Die in pflanzlicher Kost reichlich vorhandene Phytinsäure komplexiert Zink und verhindert so dessen Aufnahme im Darm. Obwohl Zink in vielen Lebensmitteln vorkommt, gelangt nur sehr wenig davon nach Verzehr in den menschlichen Organismus, weil Ballaststoffe und Phytinsäure die Aufnahme verhindern. Tierisches Eiweiß (Fleisch, Milchprodukte, Meeresfrüchte) ist die wichtigste Quelle gut aufzunehmenden Zinks, vor allem wegen dessen Kopplung an resorptionsfördernde Aminosäuren wie Histidin oder Cystein.

Diabetiker nehmen weniger Zink auf und verlieren vermehrt Zink über die Niere, haben aber einen besonderen Bedarf wegen der Zusammenhänge zwischen Zink und Insulin.

Sportler, Schwerarbeiter verlieren vermehrt Zink über den Schweiß.

Allergiker haben einen erhöhten Zinkbedarf. Viele Allergiker meiden zudem Speisen, in denen von Natur aus viel Zink enthalten ist. Chronischer Zinkmangel bewirkt geschwächte Abwehrkräfte, dadurch entsteht wieder eine erhöhte Neigung zu Allergien.

Schwangere haben einen erhöhten Zinkbedarf, stillende Mütter ebenso.

Senioren leiden unter verminderter Zinkaufnahme aus der Nahrung.

Patienten mit infektiösen und entzündlichen Erkrankungen haben durch die verstärkten Abwehr- und Regenerationsleistungen des Organismus einen erhöhten Zinkverbrauch.

Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen leiden unter verminderter Zinkresorption.

Fastende nehmen zu wenig Zink auf.

Menschen mit chronischen Hautproblemen: Neurodermitiker, Psoriasiskranke

Kinder in Wachstumsphasen

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