Bernhard Peter
Nervosität? Streß? Wadenkrämpfe? Ist Ihre Magnesiumversorgung o.k.?

(Bitte besprechen Sie im Zweifelsfall Ihre Beschwerden und Maßnahmen mit Ihrem Arzt)

Welche Aufgaben hat Magnesium?

Magnesium ist ein Mineralstoff und ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Organismus. Wir haben als Erwachsene sogar 25 Gramm davon in unserem Körper gespeichert! Mehr als die Hälfte davon ist in den Knochen, der Rest im Inneren von Körperzellen, ganz wenig ist im Blut. Eine zentrale Aufgabe des Magnesiums ist es, bestimmte Enzyme zu aktivieren. Es ist also wichtig für das Zustandekommen von vielen Stoffwechselvorgängen, denn ohne Magnesium sind mehr als 300 verschiedene Enzyme nicht mehr funktionsfähig. Magnesium ist damit ganz wichtig für den Erhalt körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit. Ferner hat es regulierende Aufgaben im Zusammenspiel zwischen Muskeln und Nerven, es entkrampft die Muskeln und beruhigt die Nerven.

 

Wie kann sich Magnesium-Mangel äußern?

Trotz des reichhaltigen Lebensmittelangebotes ist die Versorgung mit Magnesium nicht optimal. Einseitige Düngemethoden, Auslaugung der Böden an bestimmten Mineralien und veränderte Lebensmittelverarbeitungsprozesse führen dazu, daß Nahrungsmittel heute weniger Magnesium enthalten. Magnesiummangel ist daher in den modernen Industrieländern eine weitverbreitete Erscheinung geworden. Zu den bekanntesten Beschwerden gehören Wadenkrämpfe. Weil Magnesium aber so viele Aufgaben im Körper hat, kann sich ein Mangel an "allen Ecken und Enden" bemerkbar machen. Magnesiummangel hat demnach viele Gesichter: Möglich sind beispielsweise, wobei natürlich für einige Beschwerden auch andere Ursachen in Frage kommen können:

 

Wer benötigt besonders viel Magnesium?

Senioren: Im Alter sinkt die Speicherfähigkeit der Knochen für Magnesium. Viele Senioren ernähren sich nicht ausgewogen. Manche Medikamente (harntreibende Mittel) erhöhen die Magnesiumausscheidung. Alles kann zu Magnesiummangel führen.

Jugendliche und Heranwachsende: Durch das Wachstum ist der Magnesiumbedarf erhöht. Zugleich ernähren sich Heranwachsende häufig nicht optimal (Fast Food), so daß sie leicht in einen Magnesiummangel hineingeraten.

Gestreßte: Streß führt zu einer erhöhten Magne­siumausscheidung und kann einen Mangel verursachen. Der Magnesiummangel wiederum führt zu einer erhöhten Streßanfälligkeit - ein Teufelskreis, der nur durch die Gabe von Magnesium durchbrochen werden kann.

Diabetiker: Die Ausscheidung von Glucose mit dem Urin bewirkt auch einen er­höhten Magnesium-Verlust über den Urin. Erstes Anzeichen eines Magnesiummangels sind Wadenkrämpfe. Eine optimale Magnesiumversorgung kann die Einstellung des Blutzuckerspiegels erleichtern.

Herzkranke: Das Herz reagiert auf Magnesiummangel mit Rhythmusstörungen, denn Magnesium ist für den Transport des für die Herzarbeit wichtigen Elektrolyten Kalium in die Zelle verantwortlich.

Schwangere und Stillende: In Schwangerschaft und Stillzeit ist der Magnesiumbedarf erhöht. Das Kind braucht Magnesium zum Wachstum. Schwangere scheiden mehr Magnesium über den Urin aus. Das kann zu Mangel führen, dessen erstes Zeichen Wadenkrämpfe sind.

Sportler:Körperliche Belastung erhöht den Magnesiumverlust über Schweiß und Urin. Magnesium ist für die Energieversor­gung von Zelle extrem wichtig, deshalb ist bei Sportlern der Magnesiumbedarf hoch, um optimale Leistungsfähig­keit zu erreichen.

Fastenkuren: Eine Reduktionskost oder eine Diät führt leicht zu Magnesiummangel, weil viele magnesiumreiche Lebensmittel zugleich reich an Kalorien sind: Nüsse, Schokolade, Mais, Hülsenfrüchte.

 

Wieviel Magnesium brauchen wir?

Für Jugendliche und Erwachsene werden 300-400 mg Magnesium pro Tag empfohlen. Diese Empfehlung gilt für Gesunde. Für Kranke und Risikogruppen gilt ein erhöhter Bedarf. Zur Behandlung eines Mangelzustandes werden 360 mg Magnesium pro Tag empfohlen.

 

In welchen Lebensmitteln ist besonders viel Magnesium?

Naturbelassene Lebensmittel wie Vollkornprodukte, unpolierter Reis, Vollkornnudeln, Weizenkeime, Grünkern, Müsli, Haferflocken, Hirse, Sonnenblumenkerne, Sesam, Nüsse und Schokolade (aber: Fett!).

 

Wie schützen Sie sich richtig vor Magnesium-Mangel?

Bis 300 mg zur Vorbeugung, 360 mg Magnesium pro Tag bei Mangel. Ein Überschuß oder eine Dauerbehandlung ist bei normaler Nierenfunktion unbedenklich, weil er mit dem Urin ausgeschieden wird. Zur Behebung eines Mangels sollte die Therapie mindestens 4 Wochen dauern.

Achten Sie auf Produkte mit organischen Magnesiumsalzen wie Magnesiumcitrat, Magnesiumaspartat oder Magnesiumglutamat, weil die Resorption dieser Salze besonders gut ist, besser als bei anorganischem Magnesiumcarbonat oder Magnesiumoxid. Nichtresorbierbares sowie nichtresorbiertes Magnesium kann den Stuhlgang beschleunigen.

Weniger ist manchmal mehr: Magnesium wird besser in den Körper aufgenommen, wenn mehrmals täglich (z. B. 3x tgl.) kleinere Mengen eingenommen werden.

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