Bernhard Peter
Reisekrankheit:
(Bitte besprechen Sie im Zweifelsfall Ihre Beschwerden und Maßnahmen mit einem Arzt Ihres Vertrauens)

Zum Kotzen. Aber nicht mit uns!

Seekrankheit, Luftkrankheit, Reisekrankheit - hinter all diesen Namen steckt das gleiche Problem. Die Beschwerden treten vor allem bei Schiffsreisen, aber auch beim Reisen mit Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug auf. Das Gehirn nimmt widersprüchliche Sinneseindrücke auf und reagiert auf diese Verwirrung mit Übelkeit. Das Auge sieht Bewegung, aber das Gleichgewichtsorgan meldet Normalität, oder das Innenohr meldet Schaukelbewegung, aber das Auge registriert einen unveränderten Horizont - das Ergebnis ist zum ..., wo war noch mal die Tüte? Ungewohnte und vor allem unkoordinierte Bewegungsreize wie Schaukeln, Schlingern, Stampfen im Seegang, Turbulenzen in der Luft, abwechselnde Beschleunigungen in verschiedene Richtungen - all das ist geeignet, das Gleichgewichtsorgan im Innenohr zu reizen. Das Ausmaß der Reaktion auf diesen Reiz ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Besonders häufig sind Kinder im Schulalter betroffen.

Welche Beschwerden können auftreten?

Was verstärkt die Beschwerden?

Wie können Sie mit Medikamenten die Reisekrankheit unterdrücken?

Wie wenden Sie diese Arzneimittel richtig an?

Man nimmt Tabletten mit Antihistaminika im allgemeinen eine halbe bis eine Stunde vor Reiseantritt ein. Nach dieser Zeit setzt dann die Wirkung ein, die bis zu vier Stunden anhält. Bei längeren Reisen empfiehlt sich nach 4 Stunden eine erneute Einnahme..

Zäpfchen mit Antihistaminika müssen schon zwei Stunden vor Reiseantritt eingeführt werden, da es länger dauert, bis die Wirkung einsetzt. Wenn sich schon Beschwerden bemerkbar machen, kommen Zäpfchen häufig schon zu spät. Deshalb rechtzeitig vorbeugen!

Wer nicht schon vorab Tabletten schlucken möchte, kann bei Bedarf auf Kaugummis ausweichen. Sie beginnen relativ schnell zu wirken, weil der Wirkstoff schon von der Mundschleimhaut aufgenommen wird.

Pflaster mit dem Wirkstoff Scopolamin werden 5-6 Stunden vor Reisebeginn oder schon am Abend davor aufgeklebt (z. B. hinter dem Ohr) und nach der Ankunft wieder entfernt. Die Wirkung eines Pflasters hält bis zu 72 Stunden an, daher sind sie gerade für sehr lange Reisen geeignet.

Medikamente gegen Reisekrankheit wirken häufig beruhigend. Diese "Nebenwirkung" kann durchaus erwünscht sein, z. B. bei Kindern. Wegen der verminderten Reaktionsfähigkeit sind diese Mittel aber für Fahrzeuglenker ungeeignet.

Wie können Sie außerdem der Reisekrankheit vorbeugen?

 

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