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Bernhard
Peter
Burgen und
Schlösser in Franken
Burgruine
Rotenhan bei Ebern
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Burgruine Rotenhan

Burg Rotenhan, die mitten in dichtem Wald 100 m über dem Talgrund gelegene Stammburg des uradeligen Geschlechts Rotenhan (Ministerialen des Hochstiftes Bamberg), ist eine der ungewöhnlichsten Burganlagen Frankens, denn sie verarbeitet eine Gruppe großer anstehender Felsblöcke, aus denen die Burg zum Teil herausgeschlagen wurde. Die Zwischenräume zwischen den Felsblöcken waren einst mit dicken Quader-Mauern ausgefüllt, die Blöcke aus Rhätolias-Sandstein selbst gaben das Fundament für die höhergelegenen Burgbauten, und die Blöcke sind ausgehöhlt und zu Treppenhäusern, Räumen etc. angepaßt worden. Auch Brunnen und Zisterne wurden direkt in den Felsen geschlagen. Einen solchen Umgang mit den natürlich anstehenden Felsen findet man ansonsten nur in der Pfalz und in den Nordvogesen, in Bayern ist das Konzept eher selten. Es gab ein Haupttor mit breitem Weg für die Karren und Reiter und einen zweiten Treppenzugang für Fußgänger. Ringsum verlief ein breiter Graben. Die Burg wurde im 12. Jh. errichtet und bereits 1323 vom konkurrierenden Würzburger Bischof und seinen Rittern zerstört. Sie durfte nicht wiederaufgebaut werden. Stattdessen erbauten die Rotenhans im Talgrund die Burg und das spätere Schloß Eyrichshof, nur wenige Kilometer entfernt, auch heute noch in Familienbesitz und eines der schönsten Schlösser Frankens. Der Besitzer ist Eyring Freiherr von Rotenhan. Die Burgruine ist jederzeit frei zugänglich.





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Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2007
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