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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 1072
Oppenheim am
Rhein
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Oppenheim,
Katharinenkirche (11)
Wappen in Glasfenstern

Das Wappen der Großherzöge von Hessen zeigt in Blau einen königlich gekrönten, golden bewehrten, von Silber und Rot neunmal geteilten Löwen mit Doppelschweif, der in der rechten Pranke ein silbernes Schwert schwingt. Auf dem Schild eine Königskrone. Der Schild ist hier gewendet.
Optisch rechts ist das Wappen einer Prinzessin von Großbritannien: Hauptschild: 1. und 4. Viertel: England (In Rot pfahlweise drei rote Leoparden), 2. Viertel: Schottland (in Gold innerhalb eines außen und innen mit Lilien besteckten Zwillingsinnenbordes ein roter Löwe), 3. Viertel: Irland (in Blau eine goldene Harfe mit silbernen Saiten), darüber ein Turnierkragen mit der Genealogie entsprechenden Beizeichen. Der Herzschild zeigt das Wappen Sachsens und bedeutet, daß diese englische Prinzessin aus dem Haus Sachsen-Coburg-Gotha stammt, aus dem später durch Namensänderung das Haus Windsor wurde.
Zu diesen beiden Wappen passen Vater Friedrich Wilhelm Ludwig IV. Karl Großherzog v. Hessen und bei Rhein (12.9.1837 - 13.3.1892) und seine Frau Alice Maud Mary Prinzessin von Großbritannien und Irland (5.4.1843 - 14.12.1878), Tochter von Albert Franz August Karl Emanuel Herzog v. Sachsen-Coburg u. Gotha (26.8.1819 - 14.12.1861) und Queen Victoria (24.5.1819 - 22.1.1901).

Gleich daneben befindet sich das Wappenpaar für die Eltern des Stifters (Friedrich Wilhelm Ludwig IV. Karl Großherzog v. Hessen), Karl Wilhelm Ludwig Prinz v. Hessen-Darmstadt (23.4.1809 - 20.3.1877) und Prinzessin Marie Elisabeth Caroline Victoria v. Preussen (18.6.1815 - 21.3.1885), Tochter von Prinz Friedrich Wilhelm Karl v. Preussen (3.7.1783 - 28.9.1851) und Amalie Marianne Landgräfin v. Hessen-Homburg (13.10.1785 - 14.4.1846).
Das Wappen der Großherzöge von Hessen zeigt in Blau einen königlich gekrönten, golden bewehrten, von Silber und Rot neunmal geteilten Löwen mit Doppelschweif, der in der rechten Pranke ein silbernes Schwert schwingt. Auf dem Schild eine Königskrone. Der Schild ist hier gewendet.
Optisch rechts ist das Wappen einer Prinzessin von Preußen: In Silber ein goldengekrönter, goldenbewehrter schwarzer Adler mit goldenen Kleestengeln auf den Flügeln und mit Szepter und Reichsapfel in den Fängen. Auf dem Schild die Krone. Auf der Brust des Adlers die verschlungenen Buchstaben FR für Fridericus Rex.
Die Inschrift zu diesen vier Wappen lautet: Gestiftet von Ludwig IV / Großherzog von Hessen bei Rhein / in Erinnerung zugleich an seine unvergeßliche Gemahlin / und an seine dem Herrn / entschlafenen teuren Eltern 1889

Optisch links: Pfalzgräfliches Wappen. Feld 1: In Schwarz ein goldener, rot gekrönter Löwe (Pfalz), nach innen gewendet. Feld 2: Von Blau und Silber schräg geweckt (Wittelsbach). Feld 3 (eingebogene Spitze): In Rot ein goldener Reichsapfel (Erztruchsessenamt).
Optisch rechts: Wappen der Landgrafen von Hessen. Hauptschild geviert: Grafen von Katzenelnbogen (Feld 1, heraldisch rechts oben) In Gold ein roter hersehender Löwe (auch als gelöwter Leopard bezeichnet), blau bewehrt und blau bekrönt. Grafen von Ziegenhain (Feld 2, heraldisch oben links) schwarz-gold geteilt, oben ein silberner sechsstrahliger Stern. Grafen von Nidda: (Feld 3, heraldisch unten rechts) Schwarz-gold geteilt, oben zwei achtstrahlige silberne Sterne. Grafen von Diez (Dietz): (Feld 4, heraldisch unten links) in Rot zwei goldene blau bewehrte Leoparden (schreitende, hersehende Löwen) übereinander. Herzschild: Landgraf von Hessen (Stammwappen): In Blau ein silbern-rot mehrfach geteilter aufrechter Löwe, golden gekrönt und golden bewehrt.

Eines der bedeutendsten Glasfenster ist die sog. Rose von Oppenheim. In der Mitte befindet sich der goldene Wappenschild mit dem schwarzen Adler für die Reichstadt Oppenheim. Kreisförmig ist dieses wunderbare Maßwerkfenster umgeben von den Wappen regional wichtiger Familien. Man erkennt beispielsweise das rote Axteisen in goldenem Feld der von Franckenstein, das goldene Feld mit rotem Schräggitter der Herren von Daun, die drei schrägbalkenweise gelegten silbernen Gürtelschnallen der Boos von Waldeck, Rost von Bechtolsheim mit golden-rot gespaltenem Schild, darüber ein grüner Balken.

In einem schmallanzettlichen Fenster des Ostchores wird ebenfalls eine Fülle von Wappenschilden regional wichtiger Geschlechter abgebildet: Ganz links ist das Wappen der Großherzöge von Hessen führt in blau einen königlich gekrönten, golden bewehrten, von Silber und Rot neunmal geteilten Löwen mit Doppelschweif, der in der rechten Pranke ein silbernes Schwert schwingt. Mitte rechts das Wappen der Herren von Cronberg (Kronenstamm): Geviert. Feld 1: In Rot (das Blau ist hier falsch!) eine goldene Krone. Feld 2 und 3 in Silber 4 (2:2) blaue (die Farben sind hier falsch!) Eisenhütlein (silbern-blauer pfahlförmig angeordneter Eisenhutfeh), Feld 4: Rot.


Ganz rechts sehen wir das Stammwappen der Herren von Franckenstein: In Gold ein schräggestelltes rotes Axteisen (Beileisen) mit quergestellter rechteckiger Stielöffnung, aber ohne Stiel.

Der Wappenschild Mitte links zeigt das Wappen der Wolfskehl zu Vetzberg (auch Voitzberg), sie führen einen silbernen Frauenarm mit Hängeärmel in blauem Feld. Bei einer Linie der Wolfskehl zu Vetzberg, den von Wolfskehl zur Wolkenburg, hält der Arm eine rote Rose (Blume), wie auch hier zu sehen ist.

Mitte links das rote Rad in Gold paßt zu den Herren von Bolanden. Ganz rechts sehen wie den Schild der Rost von Bechtolsheim mit golden-rot gespaltenem Schild, darüber ein grüner Balken, im Detail fehlfarbig.
Literatur,
Links und Quellen:
Siebmachers Wappenbücher
Otto Gruber: Wappen des
mittelrheinisch-moselländischen Adels, Trier 1962-1965, incl.
Nachtrag Trier 1967, ebenfalls veröffentlicht in verschiedenen
Jahrgängen der "landeskundlichen
Vierteljahresblätter".
Evangelische Kirchengemeinde, Katharinenkirche Oppenheim http://www.katharinen-kirche.de
Dr. Dagmar Gilcher: Ein Denkmal und seine Pflege: Die
Katharinenkirche in Oppenheim, aus: Die Rheinpfalz vom 08.09.07, http://www.katharinen-kirche.de/pdf/katharinenkirche.pdf
Oppenheim am Rhein, Rheinische Kunststätten Heft 3-4 / 1972,
Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz
(Hrsg.).
Martin Held, Die Katharinenkirche in Oppenheim: http://www.katharinen-kirche.de/pdf/diekatharinenkircheinoppenheimmitbildern.pdf
Genealogien: Prof. Herbert Stoyan, Adel-digital, WW-Person auf
CD, 10. Auflage 2007, Degener Verlag ISBN 978-3-7686-2515-9
Förderverein Katharinenkirche: http://www.foerderverein-sankt-katharinen.de/
Oppenheimer Geschichtsverein: http://www.oppenheimer-geschichtsverein.de/
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Verwendung der Aufnahmen aus der Katharinenkirche zu Oppenheim mit freundlicher Erlaubnis von Frau Pfarrerin Manuela Rimbach-Sator vom 19.06.2008 (http://www.katharinen-kirche.de)
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Copyright / Urheberrecht Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter
2009
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