Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 11
Wappen in der Philippsburg in Braubach am Rhein AD 1568

Im Schatten der Marksburg: Die Philippsburg in Braubach

Das Wappen der Landgrafen von Hessen-Rheinfels am Torbau (AD 1568):

Das Wappen ist das des Erbauers der Philippsburg: Philipp II von Hessen-Rheinfels. Im einzelnen ist das Wappen aus fünf Komponenten zusammengesetzt:

Grafen von Katzenelnbogen Landgraf von Hessen Grafen von Ziegenhain
Grafen von Katzenelnbogen Landgraf von Hessen Grafen von Ziegenhain
Einzel-Bestandteile
Grafen von Nidda   Grafen von Diez

Anm.: Die Wappen von Nidda und Ziegenhain sind zum Verwechsen ähnlich. Gleiche Teilung, gleiche Farben. Wichtig ist aber: Ziegenhain hat einen Stern, Nidda hat zwei Sterne. Bei Nidda sind die Sterne achtstrahlig, bei Ziegenhain sechsstrahlig. Und die Helmzier ist ganz anders (s.o.).

Anm.: Andere Darstellungen von Wappen der Landgrafen von Hessen-Rheinfels können eine andere Anordnung der Felder haben, Ziegenhain und Nidda können gegeneinander ausgetauscht sein, Katzenelnbogen kann gewendet sein.

Das Wappen der Grafen von Ziegenhain am östlichen Treppenturm:

Grafen von Ziegenhain: Schwarz-gold geteilt (Variante: Schildhaupt), oben ein silberner sechsstrahliger Stern. Oberwappen fehlt. Helmzier wäre ein springender Ziegenrumpf zwischen einem wie der Schild tingierten und belegten Flug. Das Wappen der Grafen von Ziegenhain findet sich heute im Wappen der Stadt Rauschenberg wieder, deren Herren sie früher waren.

Das Wappen der Grafen von Katzenelnbogen (AD 1568):

Grafen von Katzenelnbogen: In Gold ein roter hersehender Löwe (auch als gelöwter Leopard bezeichnet), blau bewehrt, gezungt und ebenso bekrönt. Oberwappen nicht dargestellt. Helmzier wäre ein schwarzer Flug, beiderseits belegt mit einer wie der Schild tingierten Scheibe. Die Form des Löwen hat sich im Laufe der Zeit gewandelt, deshalb wird der katzenelnbogensche Löwe auch als "löwisierter Leopard" oder "gelöwter Leopard" beschrieben, um der Tatsache Rechnung zu tragen, daß er in älteren Darstellungen "hersehend" ist. Das kann in späteren Darstellungen entfallen. In neuerer Zeit hat man ihn als Löwen (Blick normal zur Seite) dargestellt. Helmdecken rot-golden.

Die Entwicklung des Hessischen Wappens

Ortsregister Photos von Wappen - Namensregister - Regional-Index
Zurück zur Übersicht Heraldik

Home

Literatur: Otto Gruber: Wappen des mittelrheinisch-moselländischen Adels, Trier 1962-1965, incl. Nachtrag Trier 1967, ebenfalls veröffentlicht in verschiedenen Jahrgängen der "landeskundlichen Vierteljahresblätter".
Siebmachers Wappenbuch, Souveräne, 1.1.1 S. 31, Tafel 57
Siebmachers Wappenbuch, Fürsten A 1.3.3 A Seite 185

© Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2006
Impressum
Bestandteil von
www.dr-bernhard-peter.de