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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 138
Aschaffenburg,
Stiftsbasilika St. Peter und Alexander
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Das Grabmal des Phillip Brendel von Homburg in der Stiftsbasilika von Aschaffenburg
An den Pfeilern des Mittelschiffes der Aschaffenburger Stiftsbasilika befinden sich reichgestaltete Epitaphien, meist von kurmainzischen Hofbeamten und Kanonikern des Stifts. Das hier vorgestellte äußerst pracht- wie kunstvoll gestaltete Grabdenkmal der Spitzenklasse erinnert an den am 6.6.1573 verstorbenen Phillip Brendel von Homburg, Bruder des Mainzer Erzbischofs Daniel Brendel von Homburg, hier der Mainzer Vizedomus in voller Rüstung dem Betrachter zugewandt. Das Grabdenkmal wurde von Endres Wolff angefertigt. Insgesamt sind 5 Wappen an diesem Grabdenkmal, 4 der Ahnenprobe und zusätzlich das Stammwappen Brendel von Homburg noch einmal ganz oben drüber.
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Brendel von Homburg (Hohenberg). Die Brendel von Homburg führen in Gold einen roten Zickzackbalken (Sparrenbalken), im Siebmacher blasoniert als: In Gold ein dreimal gebrochener roter Balken; oben drei ganze, unten zwei ganze und zwei halbe Spitzen. Helmzier ein mit dem Schildbild belegter Flug, Helmdecken rot-golden. Die Familie wird um die Mitte des 14. Jh. unter den Ganerben zu Reiffenberg bei Usingen genannt. Seit 1449 besaßen sie die Burg Gräveneck bei Weilburg. Weitere Güter lagen bei Dietz, Hadamar, Limburg, Niederhamar, Niederahlbach. Zwei Hauptlinien hatte die Familie. Die nassauische Linie erlosch 1582 mit Joachim Brendel von Homburg, die in Homburg vor der Höhe ansässige Linie 1630 mit Joachim Brendel von Homburg, und damit das gesamte Geschlecht. Das berühmteste Mitglied der Familie ist Daniel Brendel von Homburg, Mainzer Fürsterzbischof 1555-1582.
Die vier Wappen der Ahnenprobe sind: Rechts oben: wie oben beschrieben, für Friedrich Brendel von Homburg. Rechts unten: Geteilt, oben in Gold ein wachsender, hersehender, blau gekrönter goldener Löwe, unten in Silber ein roter Balken. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein wachsender, rot mit silbernem Kragenaufschlag und ebensolcher Mütze bekleideter Mannesrumpf. Das Wappen gehört zu Lucia Kalb von Reinheim. Links oben in Gold ein schwarzer Eselskopf mit drei grünen Blättern im Maul, auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein wachsender schwarzer Eselskopf mit drei grünen Blättern im Maul, das ist das Wappen für Margarethe von Riedesel. Und schließlich finden wir links unten einen geteilten Schild, oben in Gold ein wachsender roter Löwe, unten in Blau eine silberne Lilie. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken ein schwarzer, silbern gestulpter Turnierhut, oben mit einem schwarzen Hahnenfederbusch besteckt (hier verlorengegangen). Das Wappen gehört zu Margarethe von Carben.

Links zur Stiftsbasilika:
http://www.stiftsbasilika.de/index.htm
http://www.stiftsbasilika.de/basilika/basilika.htm
Literatur:
Stiftskirche Aschaffenburg,
Schnell-Kunstführer Nr. 230, 8. Auflage 2003, Verlag Schnell
& Steiner Regensburg, ISBN 3-7954-4193-5
Siebmachers Wappenbücher.
Alfred F. Wolfert, Aschaffenburger Wappenbuch, Veröffentlichung
des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e. V.,
Aschaffenburg 1983
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©
Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2006
Impressum
Veröffentlichung
der Innenaufnahmen mit freundlicher Erlaubnis von
der Kath. Kirchenstiftung St. Peter und Alexander, 23.1.2007
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