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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 139
Aschaffenburg,
Schloß Johannesburg
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Wappen am Schloß Johannesburg in Aschaffenburg (1)
Das
Schloß Johannesburg
Aschaffenburgs größte
Sehenswürdigkeit ist das auf einer Terrasse am Mainufer erbaute
gigantische Schloß Johannesburg, benannt nach seinem Erbauer:
Johann Schweikhard von Kronberg (1604-1626).

Die
Wappenmauer
Unterhalb des Schlosses
Johannesburg befindet sich eine massive Stützmauer zum Main hin,
auf der ein zwei mal drei Meter großes Wappen des Bauherrn in
Sandstein ist. Auf dem oberen Bild, von der Mainbrücke aus
aufgenommen, ist der Ort des Wappens ca. 10 m über den geparkten
Autos gut zu erkennen. Das Wappen zeigt die Jahreszahl 1607 und
ist, da es sich um einen Teil der Fundamentkonstruktion handelt,
der ältesten Beleg für den Baubeginn des darüber aufragenden
Schlosses (die Fundamente wurden tatsächlich aber schon 1605
begonnen, das ist der eigentliche Baubeginn). Die Inschrift unter
dem Wappen lautet:
IOES SUICARDUS D G A M P
E AO 1607
ausführlicher: IOANNES SUICARDUS DEI GRATIA ARCHIEPISCOPUS
MOGUNTINUS PRINCEPS ELECTOR ANNO 1607
Übersetzt: Johannes Schweikhard, von Gottes Gnaden Erzbischof
von Mainz und Kurfürst, im Jahre 1607.

Johannes Schweikhard, Erzbischof von Mainz und Kurfürst, hat einen aus dem Mainzer Rad und dem Kronenstamm-Stammwappen gevierten Schild. Dabei benutzt er charakteristischerweise ein Mainzer Rad mit 8 Speichen, obwohl das Mainzer Rad eigentlich - und in neuerer Zeit wieder - sechs Speichen hat.
Blasonierung: Geviert:
3 Helme:

Johann Schweikhard von Kronberg - Werdegang
eines Kurfürsten
Geb. 15. Juli 1553 Sohn von
Hartmut von Kronberg, Kurmainzer Marschall, Großhofmeister und
Oberamtmann zu Höchst und Hofheim
1564 Domvikar
1566 Stiftsherr von St. Alban in Mainz
Ausbildung am Collegium Germanicum zu Rom
1576 1589 Probst des Stiftes St. Peter
1582 Domkapitular und Dechant
1588 war er Probst von St. Alban in Mainz
1599 Probst des Marienstiftes, Kämmerer des weltlichen Gerichtes
des Erzstiftes Mainz
17. Februar 1604 Wahl zum Erzbischof und Kurfürst von Mainz,
damit Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
1605 Belehnung mit dem Erzstift Mainz
zwar gemäßigter und um Ausgleich bemühter, aber konsequenter
Anhänger der Gegenreformation, Rekatholisierung, Förderung der
Jesuiten und der Kapuziner. Erbarmungsloser Hexen-Verfolger.
Gest. 17. September 1626, letzte Grabplatte im Westchor des
Mainzer Domes.
Zur Übersicht ein Ausschnitt aus der Liste der Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten:
Berthold von Henneberg
(1484-1504)
Jakob von Liebenstein (1504-1508)
Uriel von Gemmingen (1508-1514)
Kardinal Albrecht von Brandenburg (1514-1545)
Sebastian von Heusenstamm (1545-1555)
Daniel Brendel von Homburg (1555-1582)
Wolfgang von Dalberg (1582-1601)
Johann Adam von Bicken (1601-1604)
Johann
Schweikhard von Kronberg (1604-1626)
Georg Friedrich von
Greiffenclau (1626-1629)
Anselm Casimir Wambolt von Umstadt (1629-1647)
Johann Philipp von Schönborn (1647-1673)
Lothar Friedrich von Metternich-Burscheid (1673-1675)
Damian Hartard von der Leyen (1675-1678)
Karl Heinrich von Metternich-Winneburg (1679-1679)
Anselm Franz von Ingelheim (1679-1695)
Lothar Franz von Schönborn (1695-1729)
Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg (1729-1732)
Philipp Karl von Eltz (1732-1743)
Johann Friedrich Karl von Ostein (1743-1763)
Emmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim (1763-1774)
Friedrich Karl Joseph von Erthal (1774-1802)
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Wappen der Herren von Cronberg - Kronenstamm - Flügelstamm - Ohrenstamm
Die Wappen der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz - Teil (1) - Teil (2) - Teil (3) - Teil (4)
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