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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 265
Bamberg:
Bürgerstadt und Bischofsstadt
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Weitere Höfe und Palais in Bamberg
Jakobsplatz
14
Wappen an einem
Palais am Jakobsplatz 14:

von
Aufseß
Ein Domherrenhof unterhalb des
Domes, mit dem Wappen von Aufseß: In Blau ein silberner Balken,
belegt mit einer roten Rose. Die zugehörige Helmzier zeigt
zwischen zwei wie der Schild bez. Büffelhörnern einen
Pfauenstoß in einem goldenen Halter.

von
Schrottenberg
Jakobsberg 2, heute
Caritas-Altenwohn- und Pflegeheim St. Walburga: Das ist das
Wappen von Schrottenberg. Das Stammwappen war gespalten, rechts
rot, links in Schwarz drei gestürzte silberne Mondsicheln.
Helmzier ein offener Flug mit dem Schildbild. Helmdecken
schwarz-silbern. Das vermehrte Wappen ist normalerweise geviert, Feld 1 und 4: gespalten, rechts rot, links
in Schwarz drei gestürzte, silberne Mondsicheln, Feld 2 und 3:
in Silber ein roter Hahn. Helm 1 (rechts): auf dem Helm mit
schwarz-silbernen Decken ein Paar silberner Büffelhörner. Helm
2 (links): auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein roter,
goldenbewehrter Hahn mit goldenem Kamm und ebensolchem
Kehllappen. Das Wappen wird
hier etwas anders dargestellt, nämlich geviert: Feld 1 und 4:
drei gestürzte Mondsicheln. Feld 2 und 3: der Hahn. Helme wie
beschrieben. Zur Familiengeschichte siehe unten.

Brandenburger
Hof
Brandenburger Hof,
Obere Karolinenstraße 7, heute Missionshaus St. Heinrich.
Ehemals am oberen Burgtor der Domburg gelegen. Die
ursprünglichen Besitzer waren die Markgrafen von
Brandenburg-Bayreuth, daher der Name des Hofes. Das jetztige
Palais wurde 1780 vom Domherren Friedrich Karl Zobel von
Giebelstadt erbaut. Der Architekt war Otto Schumm. Später
wechselte das Haus in den Besitz derer von Gebsattel. Doch das
nagelneue Wappen am Dreiecksgiebel gehört aber keiner der drei
Familien. 1933 erwarben die Comboni-Missionare das Anwesen zur
Ausbildung ihrer Missionare. Gründer der Gemeinschaft ist Daniel
Comboni, Bischof, geb. 1831, gest. 1881, Missionar im Sudan.
Das Wappen ist das der Familie von Bentzel-Sternau. Herzschild ist das redende Stammwappen, in Blau ein goldener Stern. Der Hauptschild ist geviert, die Felder 1 und 4 zeigen in Rot einen silbernen bärtigen lorbeerbekränzten Männertorso, die Felder 2 und 3 zeigen in Silber eine goldene, sich aus blauen Wogen erhebende gekrönte Schlange. Das Wappen ist neueren Datums und folgt in der Steinbearbeitung sogar den üblichen Schraffuren. Die Felder 1 und 3 sind gegen 2 und 4 gewendet.
Eigentlich handelt es sich bei den Grafen von Bentzel-Sternau um ein schwedisches Geschlecht, das während des 30jährigen Krieges nach Deutschland gekommen ist. In ihrem Besitz ist Schloß Thurn bei Forchheim, ein weiteres Wappen ist an Schloß Mörlach bei Hilpoltstein, noch eines an Schloß Jägersburg bei Forchheim.

Barockhotel
am Dom
Das Barockhotel am Dom.
Heraldisch rechts das Wappen von Aufseß: In Blau ein silberner
Balken, belegt mit einer roten Rose. Die zugehörige Helmzier
wäre zwischen zwei wie der Schild bez. Büffelhörnern ein
Pfauenstoß (ggf. auf einem goldenen Halter).

Redwitz-Kurie
Wappen über dem Portalbogen
einer Kurie links vom Dom (heute erzbischöfliches Ordinariat).
Das Wappen ist von Redwitz und zeigt
in Blau eigentlich drei, hier vier silberne Balken, belegt mit
einem roten schrägrechten Wellenbalken. Helmzier Kopf und Hals
eines roten Einhorns. Helmdecken rot-silber. Drei fränkische
Familien führen das gleiche oben beschriebene Wappen: Redwitz,
Marschall von Ebnet und Marschall von Kunstadt. Diese Familien
stammen alle aus Oberfranken und sind eines Stammes, der schon
ziemlich früh in diese drei Familien divergiert ist. Fast
scheint es so, als sei es eine Familie, die zu verschiedenen
Zeiten unterschiedliche Namen benutzte. Die Familie von Redwitz
ist benannt nach dem Ort Redwitz am Fluß Rodach. Die Mitglieder
der Familie waren treue Vasallen der Markgrafen von
Brandenburg-Kulmbach. Die Marschall von Kunstadt hatten das
Marschallamt der Bamberger Fürstbischöfe inne. Die von Redwitz
hatten hohe Positionen in den geistlichen Fürstentümern
Frankens inne und stellten viele Mitglieder der Domkapitel in
Bamberg und Würzburg. Mit Weigand von Redwitz stellten sie einen
Fürstbischof von Bamberg (1522-1556). Die Herren von Redwitz
waren reichsunmittelbar. Die Bestätigung des Freiherrenstandes
erfolgte 1816. Die Kartusche ist von vier Wappen der Ahnenprobe
umgeben, in den üppigen Rahmen eingearbeitet.

Volksschule
Bamberg-Kaulbach
Vorderer Bach 6, heute
Volksschule Bamberg-Kaulberg

Palais
Schrottenberg
Das heutige Gasthaus
Griesgarten, Palais Schrottenberg: Zur Wappenbeschreibung und
Wappenentwicklung siehe oben. Die von Schrottenberg erscheinen
relativ spät in Franken. Das Geschlecht stammt - läßt man die
Abenteuergeschichten mal beiseite - aus der Obersteiermark. Die
Herrschaft Schrottenberg lagt an der mährischen Grenze und wurde
verkauft. Die nächste Heimat der Familie liegt in Südtirol; sie
waren 1393 mit Bischof Georg von Lichtenstein dorthin gekommen.
In Südtirol spaltete sich die Familie in zwei Linien. Deren
jüngere , die zu Salurn, wandte sich nach Franken. Sie erwarb
Reichmannsdorf im Kanton Steigerwald. 1709 erhielt die Familie
den Freiherrenbrief. Die Familie ist mittlerweile ausgestorben,
der letzte männliche Nachkomme seines Stammes, Ferdinand Ignaz
Maria von Schrottenberg ist 1941 in Rußland verschollen. Der
Reichmannsdorfer Zweig führt heute in weiblicher Linie (über
Elisabeth Freiin von Schrottenberg auf Reichmannsdorf) den Namen
fort als von Schrottenberg des Stammes Sachenbacher, da sich die
Familie in männlicher Abstammung auf den Küfer Franz
Sachenbacher zurückführen läßt.
Der heraldisch linke Teil des Allianzwappen ist das Wappen von Erthal: Es ist geviert, Feld 1 und 4 zeigen in rot zwei silberne Balken, Feld 2 und 3 sind ledig und blau tingiert. Die Helmzier auf dem gekrönten Helm wäre ein in den Schildfarben tingiertes Paar Büffelhörner, die Helmdecken wären rot und silbern.

Palais Schrottenberg, Kasernstraße 1, ehemalige Residenz der Grafen von Schrottenberg, Gebäude aus dem Jahre 1710, Schlußstein eines Torbogens:

Literatur
und Quellen:
Werner Dettelbacher, Franken, DuMont Kunstreiseführer, 9.
Auflage Köln 1980, ISBN 3-7701-0746-2
Eugen Schöler, Fränkische
Wappen erzählen Geschichte und Geschichten. Verlag Degener 1992.
Eugen Schöler, Historische Familienwappen in Franken, Verlag
Degener 3. Aufl. 1999
Aschaffenburger Wappenbuch.
Siebmachers Wappenbuch.
Anton P. Rahrbach, Reichsritter in
Mainfranken. Zu Wappen und Geschichte fränkischer Adelsfamilien.
Bauer & Raspe Verlag - Die Siebmacherschen Wappenbücher, die
Familienwappen deutscher Landschaften und Regionen, Band 2, 2003,
ISBN 3-87947-113-4
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