
Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 283
Wertheim
(Mainfranken) - Teil (3)

Burg
zu Wertheim, Wappen über dem Achteckturm
Detail: Wappen der Grafen von Wied-Runkel:

Wappen Wied-Runkel:
- Feld 1 und 4: Wied.
In achtmal gold-rot
schrägrechts geteiltem Feld ein natürlicher Pfau (der
Pfau und die Teilungen wurden später gewendet).
- Feld 2: Runkel:
In silber zwei rote Pfähle
(zahlreiche Variationen möglich, hier hat man es mit der
Anzahl der Striche nicht so genau genommen), rechtes
Obereck blau.
- Feld 3: Isenburg, in Silber zwei
rote Balken (die unterste Trennlinie ist hier zuviel).
Zwei Helme zieren das Wappen:
- Helm 1: Runkel:
Ein Turm.
- Helm 2: Kombinationshelmzier
Wied-Isenburg, wobei beide Elemente zusammengezogen
wurden:
- Wied:
Der Pfau.
- Isenburg: Ein
wie der Schild bez. Flug.
Exkurs:
Entwicklung des Wappens Wied:
Das Wappen Wied entwickelte sich im Laufe
der Jahrhunderte wie folgt:
- Das Stammwappen Wied ist in
achtmal gold-rot schrägrechts geteiltem Feld ein
natürlicher Pfau. Helmzier der Pfau.
- Das älteste Wappen der Familie
Wied-Runkel von 1482 ist geviert aus Wied (Feld 1 und 4)
und Runkel (Feld 2 und 3), Pfau und Teilungen nach
heraldisch rechts, Helmzier nur der Pfau.
- Wappen um 1500 genau andersrum:
Geviert aus Wied (Feld 2 und 3) und Runkel (Feld 1 und
4), Pfau und Teilungen nach heraldisch rechts, Helmzier
nur der Turm.
- Wappen um 1562 (siehe oben): Geviert
aus Wied (Feld 1 und 4), Runkel (Feld 2) und Isenburg
(Feld 4), Pfau und Teilungen nach heraldisch rechts, zwei
Helme, 1 Wied-Isenburg, 2 Runkel.
- Von 1591 ist ein Wappen bekannt, das
zweimal gespalten ist und in seinen drei Feldern die
Wappen Runkel - Wied - Isenburg hat. Hier sind Pfau und
Teilungen schon gewendet. Die drei Helme zeigen 1 Wied
(Pfau), 2 Runkel (Turm), 3 Isenburg (Flug mit Balken).
- Ab 1765 zeigt das Wappen der Grafen zu
Wied und Criechingen einen aus Wied (Feld 1 und 4,
gewendet) und Runkel (Feld 2 und 3) gevierten
Hauptschild, einen aus Criechingen (Feld 1und 4) und
Pittingen (Feld 2 und 3) gevierten Mittelschild und einen
Löwen im Herzschild. Vier Helme zeigen 1 Isenburg (Flug
mit Balken), 2 Runkel (Turm), 3 Wied (Pfau), 4
Criechingen (Flug mit Balken, Farben invers).
- 1779 änderten die Grafen zu Wied
wieder ihr Wappen: Oben: 1 in Blau ein silberner Turm,
vermutlich ebenfalls Runkel, 2 Wappen Isenburg, 3 ein
Löwe. Mitte: 4 Criechingen, 5 Pittingen. Herzschild ein
auffliegender Pfau. Unten: 6 Wied, 7 Runkel. Drei Helme:
1 Wied (Pfau), 2 Isenburg (Flug mit Balken), 3 Runkel
(Turm). Das Wappen wurde in der Form bis zur Verleihung
der Fürstenwürde 1784 verwendet.
- 1835 Fürstliches Prunkwappen mit
Schildhaltern, Wappenmantel und Fürstenhut, Pfau und
Teilungen wechseln wieder ihre Richtung. 6 Helme.

In der Burg zu Wertheim.
Palasgebäude und Bergfried.
Literatur:
Werner Dettelbacher, Franken,
DuMont Kunstreiseführer, 9. Auflage Köln 1980, ISBN
3-7701-0746-2
Eugen Schöler, Fränkische
Wappen erzählen Geschichte und Geschichten. Verlag Degener 1992.
Eugen Schöler, Historische Familienwappen in Franken, Verlag
Degener 3. Aufl. 1999
Aschaffenburger Wappenbuch.
Siebmachers Wappenbuch, A 1,3 3A Fürsten. Die Fürsten des
Heiligen Römischen Reiches, 1. Band, 3. Abteilung, 3. Reihe A.
Siebmachers Wappenbuch, M 1.3.1 Fürsten. Die mediatisierten
Fürstengeschlechter in Deutschland, 1. Band, 3. Abteilung, Hoher
Adel I
http://www.zuwied.de/heraldik.htm
http://www.wertheim.de/stadtinfo/bilder/wertheim.html

Burg, Treppenturm - Detail:
Stolberg-Königstein-Wertheim - Detail: Wied-Runkel - ehem. Hofhaltung - Grafschaftsmuseum - Stiftskirche - Kilianskapelle
Ortsregister Photos von Wappen - Namensregister
Zurück zur Übersicht Heraldik
Home
©
Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2007
Impressum
Bestandteil von www.dr-bernhard-peter.de
