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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 30
Ein
heraldischer Streifzug durch Limburg an der Lahn
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Limburg - Wappen in der Burg
An einem der Gebäude der Burg von Limburg, direkt hinter dem Dom auf einem steil zur Lahn hin abfallenden Felsen gelegen, befindet sich die Burg, ehemals im Besitz der Herren von Limburg. Der zentrale Wohnturm datiert noch vom Anfang des 13. Jh. und ist damit der älteste Teil der Anlage, innen mit schön gewölbten Räumen, die über eine schmale Spindeltreppe in der Mauerstärke zugänglich sind. Im Hof sieht man eingemauert folgenden Wappenstein:

Johann von Metzenhausen war 1531-1540 Erzbischof und Kurfürst von Trier. Der Wappenstein ist auf das Jahr 1534 datiert. Der Schild ist geviert, Feld 1 und 4: Kurtrier, in Silber ein rotes Kreuz. Feld 2 und 3: In Schwarz ein silberner Doppelhaken (Wolfsangel, eine der Formen, die in der Heraldik als Wolfsangel angesprochen werden). Eigentlich ist die Metzenhausen-Helmzier ein Gupf, der oben mit einem Hahnenfederbusch zwischen je zwei Weizenähren besteckt ist, Helmdecken schwarz-silbern. Hier ist ein ganz anderes Modell gewählt worden: Auf dem Helm ist ein Schirmbrett, das auf dem Trierer Kreuz das Metzenhausen-Wappen als Herzschild trägt. Ein ganz ähnliches Wappenbeispiel findet sich im Trierer Dom an seinem Grabmal.
Erzbistum Trier? Man darf nicht aus den Augen verlieren, daß der Dom zu Limburg zwar sehr alt ist, das Bistum aber sehr jung. In der Tat gehörte Limburg früher einmal zum Kurfürstentum Trier. Das Bistum Limburg wurde erst 1827 vom Bistum Trier abgespalten und dem Erzbistum Köln unterstellt.
Der
Kirchenfürst Johann von Metzenhausen
geb.1492 in Neef/Mosel, Vater:
Heinrich von Metzenhausen
1505 Domizellar (Anwärter auf eine Kanonikatsstellung in Trier)
1511 Domkapitular in Trier
1512 Domkantor zu Trier
1517 Domdechant in Trier
1519 Trierer Dompropst
27.3.1531 Wahl zum Erzbischof von Trier
2.2.1532 Erhalt der Regalien durch Kaiser Karl V
26.3.1532 Bischofsweihe
1534 Teilnahme an den militärischen Aktionen gegen die
Wiedertäufer in Münster
14.9.1537 Statuten für das St. Georgsstift in Limburg, im Rahmen
der Reformversuche an den Kollegiatstiften
1539 politische Nähe zum Schmalkaldischen Bund
gest. 22.7.1540 auf Burg Thannstein bei Hagenau im Elsaß,
anläßlich seiner Teilnahme an interkonfessionellen Gesprächen
mit den protestantischen Fürsten in Hagenau. Bedeutendes
Renaissance-Grabmal im Trierer Dom.
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Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2006-2007
Autor: Bernhard Peter, Im Schenkelsberg 8, 56076 Koblenz
Bestandteil von www.dr-bernhard-peter.de
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