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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 303
Mainz -
Erzbischöfe, Kurfürsten, Adelspaläste
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Der Bassenheimer Hof in Mainz
Der
Bassenheimer Hof, seine Bewohner und sein Erbauer
Der Bassenheimer Hof steht in
unmittelbarer Nachbarschaft zum Osteiner Hof und bildet mit
diesem einen rechten Winkel am Schillerplatz. Bauherr ist wie bei
jenem der Mainzer Kurfürst und Erzbischof Johann Friedrich Karl
von Ostein (1689-1763), der das Palais für seine Schwester,
verwitwete Gräfin von Bassenheim, erbauen ließ. Der Kurfürst
versorgte also nicht nur seinen Bruder (Osteiner Hof), sondern
auch seine Schwester mit einem der stattlichsten Anwesen in ganz
Mainz. Der Bau wurde in den Jahren 1750-1756 errichtet. Architekt
ist Anselm Franz Freiherr von Ritter zu Grünstein, wie der
Kollege von Erthal ein "Kavaliersarchitekt". Anselm
Franz Freiherr von Ritter zu Grünstein war kurfürstlicher
Hofbaudirektor. Genauso wie sein Kollege Erthal hat er seinen
Stil in Frankreich gebildet und steht für den Einfluß erster
eleganterer, klassischerer, zurückhaltenderer Formen, wie sie im
französischen Barock schon üblich waren, in das vom
überschwenglichen deutschen Barock geprägte Mainz.

Das
Wappen im Giebel
Das Wappen im Giebel ist das
Allianzwappen Bassenheim-Ostein.

Das Wappen
am Balkongitter
Das Wappen am schmiedeeisernen
Balkongeländer ist ebenfalls das Allianzwappen
Bassenheim-Ostein. Zwei kleine, einander zugeneigte
kartuschenförmige Wappenschilde werden von zwei goldenen
Windhunden gehalten.

Der
Bassenheimer Hof heute
Von der Ausstattung hat sich
nichts mehr erhalten. Mit der französischen Besatzung ab 1792
durch General Adam-Philippe de Custine erlitten Palais und
Bewohner das gleiche Schicksal wie die der anderen Adelssitze in
der Stadt: Die Bewohner flohen, das Eigentum an den
Liegenschaften ging an die öffentliche Hand über. 1835 wurde
der Hof an die Militärbehörden der Bundesfestung verkauft,
welche den einstigen Adelssitz als Kaserne mißbrauchten. Nach
1889 sind die Nutzungen sehr unterschiedlicher Art, im WK II
brannte der Hof vollständig aus. Schon 1947/1948 wurde er
wiederhergestellt, aber nur äußerlich. Heute (seit 1960) ist
hier das Innenministerium von Rheinland-Pfalz - Kontinuität der
Macht.
Literatur:
Baedeker: Mainz, Karl
Baedeker-Verlag, 2004. ISBN 3-87954-074-8
Werner Schäfke: Der Rhein von Mainz bis Köln, eine Reise durch
das romantische Rheintal, DuMont Kunstreiseführer, DuMont
Verlag, Köln 2006, ISBN 978-3-7701-4799-1
Siebmachers Wappenbuch.
Otto Gruber: Wappen des
mittelrheinisch-moselländischen Adels, Trier 1962-1965, incl.
Nachtrag Trier 1967, ebenfalls veröffentlicht in verschiedenen
Jahrgängen der "landeskundlichen
Vierteljahresblätter".
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Die Walpoden und die Waldbott von Bassenheim
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Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2007
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