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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 306
Mainz -
Erzbischöfe, Kurfürsten, Adelspaläste
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Die Augustinerkirche in Mainz
Die Mainzer Augustinerkirche (auch Seminarkirche) in der Augustinerstraße südlich des Domes, turmlos und fast unauffällig eingebunden in die Flucht der alten Häuserfassaden, wurde 1768-1776 im Stil des Barocks erbaut und ersetzte einen Vorgängerbau aus dem 13. Jh. Ihre Namen trägt sie wegen des angrenzenden ehemaligen Klosters der Augustinereremiten, welches seit 1805 bischöfliches Priesterseminar ist. Hier hatte seit 1260 der Bettelorden der Augustiner-Eremiten sein Kloster; es bestand bis 1803. Das Schöne an dieser Kirche ist, daß sie unbeschädigt den Krieg überstanden hat und daß somit alles authentisch ist (Renovierungen Ende des 19. und des 20. Jh.). Innen bemerkenswert eine frei ins Langhaus (vierjochiger Saalbau) schwingende Stumm-Orgel von 1773 auf der Empore, eine Kanzel im Louis-XVI-Stil, Rokoko-Altäre sowie das Deckengemälde von Johann Baptist Enderle.

In die schwungvoll bewegte Portalgestaltung aus rotem Sandstein ist das Wappen des Kurfürsten Emmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim (1763-1774) eingebunden: Geviert:

Über dem Portal erhebt sich eine Figurengruppe von Nikolas Binterim (Krönung Marias, Maria verehrt von Augustinus und der hl. Monika). Direkt benachbart ein weiteres wunderschönes Figurenportal zum Südflügel des Komplexes, vom selben Bildhauer, aber wappenlos.
Emmerich
Joseph von Breidbach zu Bürresheim (1763-1774)
geb. 1707 in Koblenz
5.7.1763 Wahl zum Mainzer Erzbischof und Kurfürsten, wurde einer
der wichtigsten Reformer auf dem Bischofsthron
13.11.1763 Bischofsweihe
1768 Bischof von Worms
1771 Eröffnung einer Lehrerakademie, Schulreform
1773 Aufhebung des Jesuitenordens, Vertreibung der Jesuiten aus
Mainz, Durchbruch aufklärerischen Gedankenguts, Neuorganisation
der Universität in Mainz
gest. 11.06.1774 in Mainz
Literatur:
Baedeker: Mainz, Karl
Baedeker-Verlag, 2004. ISBN 3-87954-074-8
Werner Schäfke: Der Rhein von Mainz bis Köln, eine Reise durch
das romantische Rheintal, DuMont Kunstreiseführer, DuMont
Verlag, Köln 2006, ISBN 978-3-7701-4799-1
Siebmachers Wappenbuch.
Otto Gruber: Wappen des
mittelrheinisch-moselländischen Adels, Trier 1962-1965, incl.
Nachtrag Trier 1967, ebenfalls veröffentlicht in verschiedenen
Jahrgängen der "landeskundlichen
Vierteljahresblätter".
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