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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 318
Mainz -
Erzbischöfe, Kurfürsten, Adelspaläste
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Das
Schloß in Mainz - Teil (11)
Heraldischer Bauschmuck des Anselm Franz von Ingelheim
(1679-1695)

Vom Sockel des Rheinflügels: Außen zweimal das Wappen Ingelheim, in der Mitte das Mainzer Rad. Das Ingelheim-Wappen zeigt in Schwarz ein rot-golden geschachtes Kreuz. Die Helmzier wäre ein wie der Schild bezeichneter offener Flug. Die Helmdecken wären schwarz-golden/schwarz-rot. Aber das entfällt hier bei der eher ornamentalen Verwendung.

Vom Sockel des Nordflügels
Die von Ingelheim sind ein uraltes Adelsgeschlecht aus der Rheinpfalz. Sie waren Erbkämmerer von Nassau. Die erste Erwähnung ist 1140, aber die eigentliche Stammreihe kann ab 1192 (Johann von Ingelheim) nachvollzogen werden. Es gab zwei Linien, die eine, die Beusser von Ingelheim, starb 1580 aus. Die andere Linie wurde bedeutsam für Franken. Erst nach der Reformation kam die Familie nach Franken, faßte durch die Heirat mit der Erbtochter der von Echter zu Mespelbrunn Fuß im Maingebiet, stellte dann aber zwischen 1623 und 1784 neun Domherren am St. Kilians-Dom zu Würzburg und einen Fürstbischof.
Mit kaiserlicher Erlaubnis durften die von Ingelheim sich ab 1698 - also nach unserem Mainzer Fürstbischof - namentlich und wappenmäßig mit den Echter von Mespelbrunn, deren Erbtochter in die Familie Ingelheim eingeheiratet hatte, vereinen. Der zukünftige Name der Familie lautete "Grafen von Ingelheim genannt Echter von und zu Mespelbrunn". Unter diesem Namen besteht die Familie noch heute. 1703 erfolgte die Erhebung in den Freiherrenstand, 1737 die in den Reichsgrafenstand (mit Franz Adolf Dietrich von Ingelheim). Bedeutende Vertreter der Familie sind der hier erwähnte Anselm Franz von Ingelheim, Erzbischof von Mainz 1679-1695, sowie der gleichnamige, aber spätere Fürstbischof von Würzburg 1746-1749, und Graf Franz Adolph Dietrich von Ingelheim gen. Echter von Mespelbrunn, Präsident des Wetzlarer Reichskammergerichtes.
Literatur:
Baedeker: Mainz, Karl
Baedeker-Verlag, 2004. ISBN 3-87954-074-8
Werner Schäfke: Der Rhein von Mainz bis Köln, eine Reise durch
das romantische Rheintal, DuMont Kunstreiseführer, DuMont
Verlag, Köln 2006, ISBN 978-3-7701-4799-1
Siebmachers Wappenbuch.
Anton P. Rahrbach, Reichsritter in Mainfranken. Zu Wappen und
Geschichte fränkischer Adelsfamilien. Bauer & Raspe Verlag -
Die Siebmacherschen Wappenbücher, die Familienwappen deutscher
Landschaften und Regionen, Band 2, 2003, ISBN 3-87947-113-4
Otto Gruber: Wappen des
mittelrheinisch-moselländischen Adels, Trier 1962-1965, incl.
Nachtrag Trier 1967, ebenfalls veröffentlicht in verschiedenen
Jahrgängen der "landeskundlichen
Vierteljahresblätter".
http://www.ccmainz.de/cms/index.php?id=51
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