Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 338
Deutschordensschloß Altshausen (Landkreis Ravensburg)

Wappen der Landkomture in der Schloßkirche (4)

3.1.1709 Melchior Freiherr von Grandmont (Gramont), Landkomtur 1708-1709 (In Blau 3 (2:1) goldene gekrönte Königs-Büsten. Helmzier eine Königskrone und ein halber schwarzer Flug. Helmdecken blau-golden)

22.12.1577 Sigmund Freiherr von Hornstein, Landkomtur 1549-1577 (in Blau über einem goldenen Dreiberg eine halbkreisförmig gebogene silberne Hirschstange. Helmzier das Schildbild. Helmdecken blau-silbern)

1630 Jo. Jacob Herr von Stein (Stain, Stain zum Rechtenstein), Landkomtur 1628-1630 (In Gold drei schwarze Wolfsangeln (Wolfsanker) übereinander, jeweils mit dem Ring nach unten. Helmzier eine goldene Wolfsangel (Wolfsanker), mit dem Ring nach oben, die beiden Spitzen mit je einem Pfauenstoß besteckt. Die Helmzier ist hier falsch dargestellt, vermutlich eine Verwechslung mit der Helmzier derer von Stadion, die ebenfalls einen Landkomtur stellten, nämlcih den unmittelbar vor diesem. Helmdecken schwarz-golden). Schwäbisches Geschlecht.

11.5.1757 Philipp Johannes Anton Eusebius von Froberg, Landkomtur 1735-1757.

Wappen der Grafen von Froberg /Frohberg/Froberg-Montjoye: Das Stammwappen ist in Rot ein aufwärts gerichteter silberner Schlüssel, den Bart nach links (!) gewendet Die Helmzier war ein silberner Doppelschlüssel.

1743 tritt das Geschlecht mit einem gevierten Wappen auf: Felder 1 und 4: In Rot ein aufwärts gerichteter silberner Schlüssel, den Bart nach rechts (!) gekehrt. Felder 2 und 3: Ein aufwärts gerichteter goldener Schlüssel, den Bart nach links gekehrt, begleitet rechts von einem hier beiderseits (nach Siebmacher unten) abgeledigten goldenen Pfahl mit Flanchis (5 rote Andreaskreuze übereinander), begleitet links von 5 (2:1:2) silbernen Kugeln.

Hier ist eine eigenartige Lösung für das Problem gefunden worden, ein geviertes Wappen nochmal zu vieren. Die Felder 1 und 4 werden gespalten, in die jeweils äußere (Feld 1: rechte, Feld 4: linke) Spalthälfte wird das Deutschordenskreuz eingebracht, während das Motiv des ursprünglich ganzen Viertels auf die andere Spalthälfte zusammengedrängt wird.

Das Wappen der Grafen von Froberg hat zwei gekrönte Helme: Helm 1: wachsende gekrönte Meerjungfrau mit geringeltem blauem Schwanz, in jeder Hand einen aufwärts gerichteten Schlüssel, rechts den silbernen, links den goldenen, Bärte nach links. Helmdecken rot-silbern. Helm 2: Ein grüner Drache. Helmdecken rot-golden.

Hier ist nur der Helm 2 repräsentiert, Helm 1 ist hier die Helmzier des Deutschen Ordens, der mit dem schwarzen Ordenskreuz belegte silberne Flug.

Schildhalter der Grafen von Froberg wären 2 Faune mit Keulen auf goldenem Postament, der inwendige Fuß ist jeweils ein Bocksfuß.

Die Grafen von Froberg sind Elsässer Uradel, sie waren reichsritterschaftlich begütert. Einst Freiherren, wurden sie 1743 mit Philipp Johannes Anton Eusebius von Froberg, Landkomtur der Deutschordensballei Elsaß und Burgund, kaiserlicher Gesandter in der Schweiz, in den Reichsgrafenstand erhoben, welcher von Frankreich bestätigt wurde. Aus Anlaß dieser Erhebung in den Reichsgrafenstand wurde das Stammwappen wie oben beschrieben geviert.

Literatur:
Siebmachers Wappenbuch, Elsaß 2.10

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© Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2007
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Veröffentlichung der Innenaufnahmen mit freundlicher Erlaubnis von
Frau M. Scherr, kath. Kichengemeinde St. Michael, Altshausen, 14.3.2007

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