Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 343
Deutschordensschloß Altshausen (Landkreis Ravensburg)

Wappen des Landkomturs am Scheitelbogen der Schloßkirche

In der Mitte das Wappen des amtierenden Hochmeisters, linkerhand das Deutschordenskreuz, rechterhand das Wappen des Landkomturs Graf Philipp von Froberg (im Amt ab 1735).

Detailvergrößerung: Wappen des Landkomturs Graf Philipp von Froberg (im Amt ab 1735), umgeben von Rokoko-Zierkartuschen und typischer Deutschordensdekoration: Standarten und Fahnen.

Aufbau des Wappens der Grafen von Froberg /Frohberg/Froberg-Montjoye: Das Stammwappen ist in Rot ein aufwärts gerichteter silberner Schlüssel, den Bart nach links (!) gewendet Die Helmzier war ein silberner Doppelschlüssel.

1743 tritt das Geschlecht mit einem gevierten Wappen auf: Felder 1 und 4: In Rot ein aufwärts gerichteter silberner Schlüssel, den Bart nach rechts (!) gekehrt. Felder 2 und 3: Ein aufwärts gerichteter goldener Schlüssel, den Bart nach links gekehrt, begleitet rechts von einem hier beiderseits (nach Siebmacher unten) abgeledigten eigentlich goldenen, hier silbernen Pfahl mit eigentlich 5 roten Andreaskreuzen übereinander, hier 4 pyramidenförmige Prismen, begleitet links von 5 (2:1:2) silbernen Kugeln.

Hier ist eine eigenartige Lösung für das Problem gefunden worden, ein geviertes Wappen nochmal zu vieren. Die Felder 1 und 4 werden gespalten, in die jeweils äußere (Feld 1: rechte, Feld 4: linke) Spalthälfte wird das Deutschordenskreuz eingebracht, während das Motiv des ursprünglich ganzen Viertels auf die andere Spalthälfte zusammengedrängt wird.

Das Wappen der Grafen von Froberg hat zwei gekrönte Helme: Helm 1: wachsende gekrönte Meerjungfrau mit geringeltem blauem Schwanz, in jeder Hand einen aufwärts gerichteten Schlüssel, rechts den silbernen, links den goldenen, Bärte nach links. Helmdecken rot-silbern. Helm 2: Ein grüner Drache. Helmdecken rot-golden.

Hier ist nur der Helm 2 repräsentiert (heraldisch links).

Schildhalter der Grafen von Froberg wären 2 Faune mit Keulen auf goldenem Postament, der inwendige Fuß ist jeweils ein Bocksfuß.

Die Grafen von Froberg sind Elsässer Uradel, sie waren reichsritterschaftlich begütert. Einst Freiherren, wurden sie 1743 mit Philipp Johannes Anton Eusebius von Froberg, Landkomtur der Deutschordensballei Elsaß und Burgund, kaiserlicher Gesandter in der Schweiz, in den Reichsgrafenstand erhoben, welcher von Frankreich bestätigt wurde. Aus Anlaß dieser Erhebung in den Reichsgrafenstand wurde das Stammwappen wie oben beschrieben geviert.

Literatur:
Siebmachers Wappenbuch, Elsaß 2.10

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© Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2007
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Veröffentlichung der Innenaufnahmen mit freundlicher Erlaubnis von
Frau M. Scherr, kath. Kichengemeinde St. Michael, Altshausen, 14.3.07

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