Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 47
Würzburg - ein heraldischer Leckerbissen

Hof Neulobdenburg in der Würzburger Hofstraße, AD 1730

Wappen: Freiherren von Würtzburg. Am Haupttor ist der Kopf abgewandt, im Hof desgleichen, an dem Nebentor in der Bibrastraße nach rechtsgewendet (erbaut 1730, 1945 zerstört, Wiederaufbau 1965). In der Lit. ist die Helmdecke schwarz-golden auf beiden Seiten, hier ist sie gespalten.

Wappen von Würtzburg: In Gold das Brustbild eines bärtigen Mannes, hier linksgewandt, schwarz gewandet mit silbernem Kragenaufschlag, auf dem Kopf eine spitze, nach hinten umgebogene schwarze Mütze mit silbernem Aufschlag, an der Spitze ein roter sechszackiger Stern. Helmzier aus einer Krone ein Stoß Pfauenfedern, außen je zwei besonders tingierte umgebogene Hahnenfedern oder Straußenfedern: rechts gold und schwarz, links schwarz und golden. Helmdecken schwarz-golden.

Das Geschlecht derer von Würtzburg ist eines der ältesten in Franken. Bis ins 12. Jh. ist die Tätigkeit im Dienste der Hochstifte von Bamberg und Würzburg urkundlich belegt. Die lückenlose Stammreihe beginnt mit Hans von Würtzburg um 1372. Ihre Besitzungen lagen in den Kantonen Gebirg und Odenwald. Im einzelnen besaßen sie beispielsweise Rothenkirchen, Mitwitz, Burggrub, Haig, Hohlach, Walkershofen, Meckenhausen, Dauenstein, Pressig etc. Die Familie stellte zahllose Persönlichkeiten im Dienste der mainfränkischen Hochstifte, zwischen 1458 und 1808 allein 17 Domkapitulare in Würzburg, Propste, Kustoden, Scholaster, auch einen Domdekan von Würzburg und ein Bamberger Fürstbischof. Im 17. Jh. erhielt diese uradlige und seit dem frühesten Mittelalter turnier- und stiftsfähige Familie das Freiherrrendiplom. Im Königreich Bayern hatten sie die erbliche Reichsratwürde inne. Ausgestorben ist die Familie erst 1922.

Literatur und Quellen:
Eugen Schöler, Historische Familienwappen in Franken, Verlag Degener 3. Aufl. 1999
Aschaffenburger Wappenbuch.
Siebmachers Wappenbuch.
Anton P. Rahrbach, Reichsritter in Mainfranken. Zu Wappen und Geschichte fränkischer Adelsfamilien. Bauer & Raspe Verlag - Die Siebmacherschen Wappenbücher, die Familienwappen deutscher Landschaften und Regionen, Band 2, 2003, ISBN 3-87947-113-4

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