
Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 525
Bischofsstadt
Eichstätt

Eichstätt:
Das Mortuarium - Teil (4): Deckenfelder 18-23
Gewölbefeld
18:

- Hauptwappen: Freiherren von
Prasberg-Sumerow, gt. Vögte von Sumerau. In
Gold eine schwarze, im Siebmacher nach rechts, hier und
im Schöler nach links gebogene Hirschstange. Kleinod ein
silberner Brackenrumpf wachsend, rotgezungt, mit
schwarzem Halsband und goldenem Ring daran. Der
Siebmacher beschreibt das Ohr einmal als mit drei (2:1)
Blutstropfen belegt und das Halsband als rot, an anderer
Stelle als schwarz. Helmdecken schwarz-silbern.
Eigentlich haben die Freiherren von Sumerau und Prasberg
noch eine zweite Helmzier, nämlicih die schwarze
gebogene Hirschstange mit schwarz-goldenen Decken.
- Vier Begleitwappen:
- Ganz links: Freiherren
von Prasberg-Sumerow, gt. Vögte von Sumerau (wie
das Hauptwappen)
- Links vom Hauptwappen: von
Klingenberg. Schwarz-silbern geteilt,
oben mit goldenen Lindenblättchen besät
(Siebmacher Württemberg, Tafel 4).
- Rechts vom Hauptwappen: Grafen
von Hohenems. In Blau ein goldener
springender Steinbock. Cave: Verwechslungsgefahr
mit Embs (Ems), die haben in Rot einen silbernen
Steinbockskopf bzw. Bocksrumpf.
- Ganz rechts: Freiherren
von Rotberg, von Rodtburg. In Gold ein
schwarzer Balken.
Gewölbefeld 19:

- Hauptwappen: von Wirsberg.
Von Rot und Silber im Zinnenschnitt geteilt, unten
gemauert. Ein spitzer roter Hut mit silbernem oder
hermelinfarbenem Aufschlag, oben mit einem von Silber und
Rot schrägquadrierten Knopf und einem schwarzen
Hahnenfederbusch besteckt. Helmdecken rot-silbern.
- Vier Begleitwappen:
- Ganz links: von
Wirsberg (wie das Hauptwappen)
- Links vom Hauptwappen: von
Egloffstein. In Silber Kopf und Hals
eines schwarzen Bären mit roter Zunge.
- Rechts vom Hauptwappen: von
Biberern, von Biberehren. In Silber ein
Eselskopf, im Schöler und Siebmacher als schwarz
mit roten Ohren und roter Zunge beschrieben und
abgebildet.
- Ganz rechts: Freiherren
von Giech. Das Wappen ist geviert: Feld
1 und 4: In Silber zwei aufrecht gestellte rote
Schafscheren nebeneinander (Stammwappen Giech),
Feld 2 und 3: In Rot ein silberner Schwan.
Gewölbefeld 20:

- Hauptwappen: Stain vom
Rechtenstein. In Gold drei schwarze Wolfsangeln
(Wolfsanker) übereinander, die Spitzen abwärts. Kleinod
eine goldene Wolfsangel (Wolfsanker), die Spitzen
aufwärts und jeweils mit einem Büschel Pfauenfedern
besteckt. Helmdecken schwarz-golden.
- Vier Begleitwappen:
- Ganz links: Stain vom
Rechtenstein (wie das Hauptwappen)
- Links vom Hauptwappen:
vermutlich das Wappen der meißnischen Familie Kitscher,
nicht "Ritscher". Hier in Schwarz zwei
silberne Balken, eigentlich von Schwarz und
Silber fünfmal geteilt (Siebmacher Bände AnhA
S. 79 Tafel: 46, BayA2 S. 92 Tafel: 58, BraA S.
47 Tafel: 27, SaA S. 85 Tafel: 54, SchlA1 S. 52
Tafel: 39 Nr: 1).
- Rechts vom Hauptwappen: von
Welden auf Laupheim.
Gespalten, vorne in Grün ein silberner Balken,
hinten rot.
- Ganz rechts: Grafen
von Stadion. In Schwarz drei goldene
Wolfsangeln (Wolfsanker) übereinander, die
Spitzen abwärts.
Gewölbefeld 21:

- Hauptwappen: von Guttenberg.
In Blau eine goldene
Rose mit goldenem Butzen. Helmzier: Ein silbern
gestulpter roter Hut, aus dem fünf rotbraune
(natürliche) Rohrkolben wachsen. Helmdecken rot-silbern.
- Vier Begleitwappen:
- Ganz links: von
Guttenberg (wie das Hauptwappen)
- Links vom Hauptwappen: von
Coburg oder Koburger,
von Silber und Rot geviert, in Feld 1 zusätzlich
ein roter Pfahl (vgl. Siebmacher II/76)
- Rechts vom Hauptwappen: von
Lichtenstein, Von Rot und Silber im
Zackenschnitt quadriert.
- Ganz rechts: von
Wirsberg. Von Rot und Silber im
Zinnenschnitt geteilt, unten gemauert. Farben
auch umgekehrt.
Gewölbefeld 22:

- Hauptwappen: Freiherren von Gemmingen.
In Blau zwei goldene Balken. Helmzier zwei wie der Schild
bez. Büffelhörner, Helmdecken blau-golden.
- Vier Begleitwappen:
- Ganz links: von
Gemmingen (wie das Hauptwappen)
- Links vom Hauptwappen: Muntprat
von Spiegelberg. Schwarz-silbern
geteilt, drei (2:1) Lilien in verwechselten
Farben.
- Rechts vom Hauptwappen: "Eissenberg".
In Blau ein goldener Schräglinksbalken, mit drei
roten Sternen belegt. (sic, ohne Beleg)
- Ganz rechts: "Iithaim",
In Silber ein blauer Löwenrumpf, rotgezungt
(sic, ohne Beleg)
Gewölbefeld 23:

- Hauptwappen: von Berner.
In Blau zwei schräggekreuzte Feuerhaken (Bootshaken) mit
silbernem Schaft und schwarzem Spieß und Haken. Helmzier
ein silberner, mit einem blauen Band schräg umwundener
Schaft (Säule, Köcher, bisweilen als gekrönt
beschrieben), der oben mit einem Stoß Pfauenfedern
besteckt ist, zwischen zwei wie im Schild bez.
Feuerhaken. Helmdecken blau-silbern.
- Vier Begleitwappen:
- Ganz links: von Berner
(wie das Hauptwappen)
- Links vom Hauptwappen: von
Reifferscheid. In Silber ein rotes
Schildchen, darüber ein blauer fünflätziger
Turnierkragen.
- Rechts vom Hauptwappen: von
Bothmer. In Blau ein silbernes Boot.
- Ganz rechts: "Levenig,
Löwenich". Fünfmal von rot auf
gold geteilt. Helmzier ein roter,
goldengestulpter Turnierhut, darauf ein
rotbehalsbandeter silberner Hund (stehend oder
sitzend). Helmdecken rot-golden.
Literatur,
Quellen und Links:
Siebmachers Wappenbücher,
bes. Band Bistümer
Eugen Schöler, Historische
Familienwappen in Franken, Verlag Degener 3. Aufl. 1999
Aschaffenburger Wappenbuch
Herrn Karl Lippe aus Weiden ein herzliches Dankeschön für
wertvolle Hinweise
Otto Gruber: Wappen des
mittelrheinisch-moselländischen Adels, Trier 1962-1965, incl.
Nachtrag Trier 1967, ebenfalls veröffentlicht in verschiedenen
Jahrgängen der "landeskundlichen
Vierteljahresblätter".
persönliche Mitteilung von Herrn Ph. Frhr. v. Hutten
persönliche Mitteilung von Herrn Rolf Zobel
Anton P. Rahrbach, Reichsritter in Mainfranken. Zu Wappen und
Geschichte fränkischer Adelsfamilien. Bauer & Raspe Verlag -
Die Siebmacherschen Wappenbücher, die Familienwappen deutscher
Landschaften und Regionen, Band 2, 2003, ISBN 3-87947-113-4
Dr. Claudia Grund, Der Dom zu Eichstätt, Hrsg. Domkapitel
Eichstätt, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg, 2007, ISBN
978-3-89870-293-5
http://www.bistum-eichstaett.de
http://www.bistum-eichstaett.de/dom/domfuehrung/mortuarium.htm
Wenn eine Wappenbeschreibung
als "ohne Beleg" bezeichnet ist, ließ sich bis zum
gegebenen Zeitpunkt kein Literaturbeleg in den mir zur Verfügung
stehenden Quellen finden. Wer hierzu eine Quelle oder einen
anderen Nachweis oder sonstige Hinweise hat, schreibe mir bitte.

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Veröffentlichung
der Innenaufnahmen aus dem Mortuarium mit freundlicher Erlaubnis
des Herrn Domkapitular Manfred Winter, Summus Custos, als
Vertreter des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt, vom
07.05.2007, wofür ihm an dieser Stelle herzlich gedankt sei.
©
Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2007
Impressum
Bestandteil von www.dr-bernhard-peter.de
