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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 611
Neckarsteinach
am Neckar
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Die
ev. Pfarrkirche in Neckarsteinach:
Epitaph für Anna Elisabeth von Helmstatt (gest. 1590), Gemahlin
des Hans Bleickard von Steinach
Sie ist die Ehefrau des einst mächtigen und angesehenen pfälzischen Marschalls und Großhofmeisters, Hans Pleikart I Landschad von Steinach, der ein Stück entfernt ein eigenes Grabdenkmal besitzt, und sie ist die Mutter der ebenfalls in der Kirche vertretenen Söhne Eberhard und Hans-Philipp, die mit relativ kleinen Epitaphien bedacht sind, ganz im Osten des Hauptschiffes, einander gegenüberliegend an Süd- und Nordwand.

Inschrift: "ANNO DOMINI LXXXX / VF DEN ASCHERMITWO / CH NACH MITAG ZWISCH / EN XII VND I VHR STARB / DIE EDEL VND TVGENT / SAME FRAW ANNA ELISABETA / LANDSCHADIN VON STAINAH / GEBORNE VON HELMSTAT / HANS PLEICKART LAND / SCHADEN SELIGEN NACH / GELASENE WITIB DERO SE / LEN CHRISTVS DER HERR / IN EWIGKEIT PFLEGEN / VND MIT ALLEN AVS / ERWELTEN EIN FRO / LICHE VFFERSTENSNVS / VERLEIHEN WOLLE"
Oben über der Inschriftentafel das Wappen von Helmstatt: In Silber ein schwarzer auffliegender Rabe. Kleinod ein schwarzes und ein silbernes Büffelhorn (hier abgebrochen). Helmdecken schwarz-silbern.
Anna Elisabeth von Helmstatt (gest. 1590) war die Ehefrau von Hans Bleikhard (Pleikard) von Steinach (1518-1583), das sind dieselben, deren Ehewappen wir oben in der Hinterburg sehen können.

Ahnenprobe väterlicherseits:
von Helmstatt: In Silber ein schwarzer auffliegender Rabe. Kleinod wäre ein schwarzes und ein silbernes Büffelhorn. Helmdecken wären schwarz-silbern.
von Ratsamhausen: In Rot ein silbernes Schildchen, das mit einem grünen Balken belegt ist. Kleinod wäre Kopf und Hals einer silbernen Bracke mit rotem Halsband. Helmdecken wären rot und silbern. Uradel aus dem Elsaß, Stammburg gleichen Namens bei Schlettstatt gelegen. Gehörten auch zur schwäbischen reichsfreien Ritterschaft. 1773 Anerkennung des Freiherrenstandes durch Frankreich.
von Enzberg: In Blau ein goldener Fingerring mit rotem Stein. Kleinod ein aufliegendes rotes Kissen mit goldenen Quasten, darauf stehend ein goldener Fingerring mit rotem Stein. Helmdecken blau-golden. Schwäbischer Uradel, Stammburg Enzberg liegt bei Maulbronn. Gehörten zur schwäbischen Reichsritterschaft. Schon 1155 waren die von Enzberg Schirmvögte des Klosters Maulbronn. Seit 1409 besaß die Familie die Herrschaft Mühlheim an der Donau. Weitere Besitzungen Unteralphen bei Waldshut und Wieladingen bei Säckingen, Buchheim bei Stockach. 1671 Freiherrenstand. Im alten Siebmacher unter "Entsberg", Tafel 110. Wappen- und Stammesgenossen der von Dürrmenz (beide führen den identischen Ring, den auch das Stadtwappen von Mühlacker heute u.a. hat, und auch eine identische Helmzier) und der von Niefern, bei denen der Ring von einer Hand gehalten wird.
von Lewenstein, von Löwenstein: In Schwarz ein silberner Löwe, rot gekrönt, begleitet von silbernen Schindeln. Helmzier wäre ein sitzender silberner Löwe, die Helmdecken wären schwarz-silbern. Das Wappen ist sehr starken Variationen unterworfen und kommt in vielerlei Gestalt vor. Die Schindel-Variante sieht man z. B. bei den von Löwenstein gen. von Randeck. Die von Löwenstein stammen von der gleichnamigen Burg an der Alzens in der Rheinpfalz, erloschen 1664. Besitz bei Hadamar, Rennerod, Gersassen und Hublingen.
Ahnenprobe mütterlicherseits:
von Neipperg: In Rot 3 (2:1) silberne Ringe. Die Helmzier wäre ein beiderseits mit dem Schildbild belegter Adlerflug. Helmdecken wären rot-silbern.
von Seinsheim: Hier 7x silbern-blau gespalten, aber auch als 5x, 6x, 8x, 9x gespalten beschrieben, man hat wohl von einer erheblichen Toleranzbreite auszugehen. Kleinod wäre ein wachsender bärtiger Männerrumpf, rot gewandet mit silbernem Kragen, auf dem Kopf ein roter Spitzhut mit silbernem Stulp und goldener Troddel. Helmdecken wären blau-silbern.
von Stöffeln: In Silber ein schwarzer Löwe, rot gezungt. Helmzier wäre ein schwarzer wachsender Löwe. Helmdecken wären schwarz-silbern. Schwäbisches Geschlecht, Grundherren einst in Justingen, Elchingen, Öschingen (Mössingen), Bonlanden (Filderstadt), Gönningen etc. Oberhalb von Gönningen stand einst ihre Burg aus dem 12. Jh. Der Löwe findet sich heute z. B. auch im Ortswappen von Öschingen wieder.
von Thüngen: In Silber ein (hier) 5x im Wellenschnitt gold-rot gespaltener Balken. In seiner älteren Form zeigt der Schild in Silber einen roten Querbalken, darin drei schrägrechte goldene Wellen. Später wurden daraus nach rechts ausgebogene Pfähle, und in späterer Zeit nahm man es mit der Anzahl der Linien nicht mehr so genau oder tauschte die Farben, meistens wird in Silber ein mehrfach mit rechts oder links ausgebogenen Linien gold-rot gespaltener Balken gezeigt. Hier ist es z. B. ein 5x im Wellenschnitt gold-rot gespaltener Balken. Helmzier wäre ein wachsender Männerrumpf ohne Arme, rot gewandet, mit silbernem Kragenaufschlag, bärtig, mit einem roten Hut mit silbernem Aufschlag, besteckt mit einem Hahnenfederbusch. Helmdecken wären rot-silbern.
Literatur
und Quellen:
Siebmachers Wappenbücher
Anneliese Seeliger-Zeiss, Evangelische Pfarrkirche
Neckarsteinach, Schnell Kunstführer Nr. 1401, 1. Auflage 1983,
Verlag Schnell & Steiner GmbH, München, Zürich, Regensburg.
Stammbaumtafel und auf vorbildliche Weise erläuternde
Hinweisschilder im Innern der evangelischen Pfarrkirche
http://www.neckarsteinach.com/barrierefrei/html_bf/stadt_einrichtungen_evkirche.html
http://www.ekhn.de/
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Neckarsteinach: Hinterburg - Besitzstein - Kirchenportal - Ev. Kirche: Epitaph für A. E. v. Helmstatt - Hennel L.v.S. - A. Bock v. Gerstheim - Ulrich V L.v.S - Hans IV L.v.S. - Hans Ulrich I L.v.S. - Hans III L.v.S. - Eberhard II L.v.S. - Hans Philipp L.v.S. - Hans Bleikhard L.v.S - Blicker XIV L.v.S.
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Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2007
Impressum
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Veröffentlichung der Innenaufnahmen mit freundlicher Genehmigung von Frau Pfarrerin Marion Rink, Neckarsteinach, vom 18.7.2007
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