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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 613
Neckarsteinach
am Neckar
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Die
ev. Pfarrkirche in Neckarsteinach:
Grabmal für Apollonia Bock von Gerstheim (gest. 1542), Gemahlin
des Hans IV Landschad von Steinach
Apollonia Bock von Gerstheim war die erste Frau von Hans IV (1500-1571) Landschad von Steinach, Vogt zu Mosbach und zu Durlach. Margarethe von Erligheim war seine zweite Frau, was für ihn sehr günstig war, denn sie war die Erbtochter der im Mannesstamme aussterbenden Erligheims und erhielt so die Lehen und Besitzungen derer von Erligheim. Hans IV hat ein gemeinsames Grabdenkmal zusammen mit seiner zweiten Frau direkt rechts neben der Kanzel, während seine erste Frau dieses Sandstein-Grabdenkmal an der nördlichen Wand des Chores hat.

Insgesamt trägt dieser Gedenkstein aus rotem Buntsandstein sechs Wappenschilde. In der Mitte ist das Ehewappen Landschad / Gerstheim. In den vier Ecken ist eine jeweilige 2er-Ahnenprobe beider Partner: Optisch links die Landschad Eltern, Landschad von Steinach und von Nippenburg, optisch rechts die Bock-Eltern Bock von Gerstheim und von Fleckenstein.

Im Einzelnen:
Landschad von Steinach: In Gold eine schwarze Harfe. Die Helmzier ist ein gekröntes Männerhaupt mit wild wucherndem Haupt- und Barthaar, auch als Davidshaupt bezeichnet, das Haar die Helmdecke ersetzend.
Bock von Gerstheim: In Rot ein aufgerichteter silberner Bock. Auf gekröntem Helme wüchse derselbe. Helmdecken wären rot-silbern. Freiherren Bock von Gerstheim, Blosheim, Erlenburg und Erstein, elsässischer Adel, auch zu den Straßburger Patriziergeschlechtern gehörig, reichsritterschaftlich begütert. Stammheimat der Familie ist aber Franken. 1791 erloschen.
von Nippenburg: In Blau zwei silberne Flügel. Auf dem Helm wäre ein blau gewandeter Frauenrumpf, an Stelle der Arme zwei silberne Flügel. Helmdecken wären blau-silbern. Schwäbisches Geschlecht mit Besitz in Backnang, Illingen und Ensingen sowie bei Vaihingen. 1515 erhält Philipp von Nippenburg das Erbschenkenamt von Herzog Ulrich von Württemberg. 1646 erloschen.
von Fleckenstein: In Grün drei silberne Balken, Helmzier wäre ein Jungfrauenrumpf in grünem (Siebmacher) oder goldenem (Gruber) Gewand, statt der Arme zwei wie der Schild mit drei silbernen Balken belegte grüne Büffelhörner. Helmdecke grün-silber. Rheinisches und elsässisches Geschlecht.
Literatur
und Quellen:
Siebmachers Wappenbücher
Anneliese Seeliger-Zeiss, Evangelische Pfarrkirche
Neckarsteinach, Schnell Kunstführer Nr. 1401, 1. Auflage 1983,
Verlag Schnell & Steiner GmbH, München, Zürich, Regensburg.
Stammbaumtafel und auf vorbildliche Weise erläuternde
Hinweisschilder im Innern der evangelischen Pfarrkirche
http://www.neckarsteinach.com/barrierefrei/html_bf/stadt_einrichtungen_evkirche.html
http://www.ekhn.de/
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Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2007
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Veröffentlichung der Innenaufnahmen mit freundlicher Genehmigung von Frau Pfarrerin Marion Rink, Neckarsteinach, vom 18.7.2007
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