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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 620
Neckarsteinach
am Neckar
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Die
ev. Pfarrkirche in Neckarsteinach:
Epitaph für Hans Bleickard Landschad von Steinach (gest. 1583)
Hans Bleickard I (gest. 1583) Landschad von Steinach, Sohn von Hans III und Bruder von Hans IV (1500-1571), dem früh verstorbenen Bernhard und von Christoph I (1507-1587) befand sich zuerst im Dienste der Bischöfe von Speyer als Vogt, verließ diese aber offensichtlich aus Glaubensgründen und machte am Pfälzer Hof in Heidelberg Karriere. 1546 findet man ihn als pfälzischen Marschall und Großhofmeister, 1565 als Vogt zu Mosbach, ebenfalls in Pfälzer Diensten. Er bekam dafür die Dörfer Groß-Eicholzheim und Heidenspach zu Lehen. Seine Frau war Anna Elisabeth von Helmstatt (gest. 1590), die ein gesondertes Grabdenkmal besitzt, aus der Ehe entsprossen vier Söhne und vier Töchter. Dafür, daß dieser Mann einst als Marschall dreier Kurfürsten ziemlich viel Macht und Ansehen genoß, ist das Epitaph relativ schlicht gehalten. Seine beiden Söhne Eberhard und Hans-Philipp sind ebenfalls mit Epitaphien vertreten, das sind die beiden relativ kleinen ganz im Osten des Hauptschiffes, einander gegenüber an Süd- und Nordwand. Die beiden anderen Söhne hießen Christoph und Friedrich II (1563-1603).

Über diesem Epitaph im Stile der Renaissance ist das Vollwappen der Landschad von Steinach in einer ovalen Rollwerk-Kartusche angebracht: In Gold eine schwarze Harfe, die Helmzier ein gekröntes Männerhaupt mit wild wucherndem Haupt- und Barthaar, auch als Davidshaupt bezeichnet, das Haar die Helmdecke ersetzend. Rechts und links wird die Kartusche flankiert von je einem Männer- und Frauenkopf, darunter Obst und Gemüse inmitten der flächigen Ornamente.

Auf der optisch linken Seite die vier Wappenschilde des Ehemannes (Ahnenprobe):
Landschad von Steinach: In Gold eine schwarze Harfe. Die Helmzier wäre ein gekröntes Männerhaupt mit wild wucherndem Haupt- und Barthaar, auch als Davidshaupt bezeichnet, das Haar die Helmdecke ersetzend.
von Helmstatt: In Silber ein schwarzer auffliegender Rabe. Kleinod wäre ein schwarzes und ein silbernes Büffelhorn. Helmdecken wären schwarz-silbern.
von Weingarten: In Silber drei (hier zwei) blaue Balken, darüber ein fünflätziger roter Turnierkragen. Helmzier wäre (nach dem alten Siebmacher Tafel 122) ein rotes Kissen mit silbernen Troddeln, darauf ein silbernes Hifthorn mit goldenen Beschlägen und ebensolchem Band. Helmdecken sind dort rot-silbern abgebildet. Die von Weingarten sind seit 1478 Lehensmänner der Kurfürsten von der Pfalz und besaßen zeitweise die Burgen Diemerstein bei Kaiserslautern und die Burg Berwartstein.
von Sachsenheim: In Silber zwei rote Stierhörner mit Grind. Helmzier wären zwei rote Stierhörner, Helmdecken wären rot-silbern. Vaihingische, später württembergische Vasallen, kommen 1100 erstmalig vor und sind 1561 ausgestorben.
Auf der optisch rechten Seite die vier Wappenschilde der Ehefrau (Ahnenprobe):
von Fleckenstein: In Grün drei silberne Balken, Helmzier ein Jungfrauenrumpf in grünem Gewand, statt der Arme zwei wie der Schild mit drei silbernen Balken belegte grüne Büffelhörner. Helmdecke grün-silber. Rheinisches und elsässisches Geschlecht
von Andlau: In Gold ein rotes durchgehendes Kreuz. Helmzier wäre ein gekrönter Mannesrumpf mit goldenem und hermelinverbrämten Umhängemantel. Helmdecken rot-golden. Uradel aus dem Elsaß, Stammhaus bei Bar. Mitglieder der Reichsritterschaft in Schwaben und im Elsaß. Georg von Anlau war erster Rektor der Universität Basel. 1676 Erhebung in den Reichsfreiherrenstand, 1773 von Frankreich bestätigt, 1802 französische Grafenwürde. Drei Linien, die zu Kleinlandau im Elsaß, die zu Birseck in Baden und die zu Homburg in Baden. Das gräfliche Wappen hatte in Gold einen schwarzen Doppeladler, auf der Brust ein Schildchen mit dem Stammwappen, Oberwappen identisch mit dem des Stammwappens.
von Ratsamhausen: In Rot ein silbernes Schildchen, das mit einem grünen Balken belegt ist. Kleinod wäre Kopf und Hals einer silbernen Bracke mit rotem Halsband. Helmdecken wären rot und silbern. Uradel aus dem Elsaß, Stammburg gleichen Namens bei Schlettstatt gelegen. Gehörten auch zur schwäbischen reichsfreien Ritterschaft. 1773 Anerkennung des Freiherrenstandes durch Frankreich.
von Ramstein: In Gold zwei schräggekreuzte rote Lilienstäbe (Glevenstäbe). Helmzier ein rotgekleideter Mannesrumpf, auf dem Kopf ein roter Spitzhut mit goldenem Aufschlag, an der Spitze drei Straußenfedern in den Farben rot-blau-gold. Helmdecken rot-golden. Bei den Herren von Ramstein handelt es sich um ein Geschlecht aus dem Baseler Raum, dessen Stammsitz Ramstein bei Bretzwil lag und 1303 zerstört wurde. Ihr altes Herrschaftsgebiet war Bretzwil, Brislach, Zwingen, Nunningen, weiterhin waren sie Burgherren auf Gilgenberg. Die Orte Bretzwil und Brislach führen ein identisches Ortswappen. Der ursprüngliche Name war sogar "von Brislach". 1459 ausgestorben. Das Wappen ist zwar nicht im Siebmacher, aber im Rietstap verzeichnet.
Literatur
und Quellen:
Siebmachers Wappenbücher
Anneliese Seeliger-Zeiss, Evangelische Pfarrkirche
Neckarsteinach, Schnell Kunstführer Nr. 1401, 1. Auflage 1983,
Verlag Schnell & Steiner GmbH, München, Zürich, Regensburg.
Stammbaumtafel und auf vorbildliche Weise erläuternde
Hinweisschilder im Innern der evangelischen Pfarrkirche
http://www.neckarsteinach.com/barrierefrei/html_bf/stadt_einrichtungen_evkirche.html
http://www.ekhn.de/
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Neckarsteinach: Hinterburg - Besitzstein - Kirchenportal - Ev. Kirche: Epitaph für A. E. v. Helmstatt - Hennel L.v.S. - A. Bock v. Gerstheim - Ulrich V L.v.S - Hans IV L.v.S. - Hans Ulrich I L.v.S. - Hans III L.v.S. - Eberhard II L.v.S. - Hans Philipp L.v.S. - Hans Bleikhard L.v.S - Blicker XIV L.v.S.
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Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2007
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Veröffentlichung der Innenaufnahmen mit freundlicher Genehmigung von Frau Pfarrerin Marion Rink, Neckarsteinach, vom 18.7.2007
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