
Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 66
Würzburg
- ein heraldischer Leckerbissen

Dom
zu Würzburg, Schönborn-Kapelle
Die
Schönborn-Kapelle
1721-1736 baut Balthasar
Neumann an die Nordwand des Querhauses die Grabkapelle für die
Bischöfe aus dem Hause Schönborn im barocken Stil an. Mit ihrer
barocken Kuppel mit Laterne kontrastiert sie mit dem dahinter
liegenden romanischen Querhaus. Dem Herrschaftsverständnis des
barocken Fürstbischofs entspricht es, daß er vom stadtseitigen
Balkon seiner Residenz auf die Grablege blicken konnte. Der Bau
fand unter Mitwirkung von Maximilian von Welsch statt, einem
Mainzer Barockbaumeister. Innen begleiten zwei ovale Seitenräume
die von Wandsäulen getragene Mittelkuppel, eine gemessen am zur
Verfügung stehenden Platz sehr aufwendige Grundrißgestaltung.
Die vergoldeten Stukkaturen stammen von Antonio Giuseppe Bossi.
Rudolf Byss fertigte 1733-1734 die Fresken im Mittelgewölbe
(Auferstehung und Weltgericht) und über dem Hauptaltar
(Auferstehung Christi) an. Innen herrscht schwarzer Marmor vor,
düsterer Stein für eine Grablege. Claude Curé fertigte
Grabdenkmäler, Seitenaltäre und eine Pietà. Insgesamt sind
hier drei Altäre und vier Grabdenkmäler:
- Kurfürst und Fürstbischof Johann
Philipp von Schönborn, gestorben 1673
- Kurfürst und Fürstbischof Lothar
Franz von Schönborn, gestorben 1729
- Kurfürst und Fürstbischof Johann
Philipp Franz von Schönborn, gestorben 1724
- Kurfürst und Fürstbischof Friedrich
Carl von Schönborn, gestorben 1746
Über den beiden
Eingängen befindet sich jeweils eine prächtige Kartusche mit
dem Schönborn-Wappen:

Die
Einzelbestandteile des Wappens
Das Wappen des Grafen und
Fürstbischofs von Schönborn hat insgesamt 14 Elemente. Es
handelt sich um das Familienwappen der Grafen von Schönborn, wie
es seit dem frühen 18. Jh. geführt wurde, mit 10 Elementen,
bereichert um 4 Elemente der kirchlichen Würden und Ämter. Im
einzelnen sind das:
- Feld 1: In Gold ein rotbewehrter und
rotgezungter, schwarzer Löwe, überdeckt von einer
silbernen Schrägleiste, Hochstift Bamberg.
- Feld 2: Kaiserlicher
Doppeladler. In Gold ein schwarzer Doppeladler,
oben begleitet von einer goldenen Krone. Wurde mit der
Verleihung der Reichsgrafenwürde als Gnadenzeichen
angenommen.
- Feld 3: "Fränkischer
Rechen" = von Rot und Silber mit drei aufsteigenden
Spitzen geteilt, Herzogtum zu Franken
- Feld 4, oben: "Rennfähnlein" = in Blau eine rot-silbern gevierte, an den beiden
senkrechten Seiten je zweimal eingekerbte,
schräggestellte Standarte mit goldenem Schaft, Hochstift Würzburg
- Feld 4, unten: Reichsständische
Herrschaft Reichelsberg. Diese wurde 1671 vom
Hochstift Würzburg erworben. Damit waren Sitz und Stimme
im Fränkischen Grafenkollegium verbunden. In Rot drei
(2:1) silberne Schildchen.
- Herzschild: Stammwappen der Grafen
von Schönborn. In Rot auf drei silbernen
Spitzen ein schreitender goldener Löwen mit blauer
Krone.
- Darüber: Reichsständische
Grafenkrone. Die Grafen von Schönborn waren
reichsunmittelbar.
- Feld 6, oben: In Gold ein rotbewehrter
und rotgezungter, schwarzer Löwe, überdeckt von einer
silbernen Schrägleiste, Hochstift Bamberg.
- Feld 6, unten: Herrschaft
Heppenheim, von Heppenheim genannt von Saal.
Selbige Familie erlosch in direkter Linie im Jahre 1684
und fiel an die Verwandtschaft namens Grafen von
Schönborn. In Blau ein silberner Balken, begleitet von 3
(2:1) silbernen Rauten.
- Feld 7: Grafen von Wolfsthal.
Die Familie erlosch, und im Jahre 1717 erbten die
Schönborns Besitzungen und Titel und vermehrten ihr
Wappen um den Wolf. In Gold ein schwarzer Wolf (hier
gewendet).
- Feld 8: Das ist ein Kombinationsfeld
mit 3 Elementen. Oben: Habsburger Stammwappen
(Österreich) auf einem kleinen Schild: In Rot ein
silberner Balken. Die Darstellung variiert, manchmal ist
es von einem Hermelin-Wappenmantel umgeben, hier von
einer Rangkrone überhöht. Es handelt sich hierbei um
ein besonderes Gnadenzeichen, das
zusammen mit dem Titel der von Buchheim von den
Schönborns übernommen wurde. Unten rechts: Erbtruchsessen-Amt
in den österreichischen Landen ob und unter der Enns,
Anspruch ab 1712. In Hermelin auf einem roten und mit
goldenen Troddeln verzierten Kissen ein goldener
Reichsapfel mit goldenem Kreuz. .Unten links: Wappen der Truchsess
von Pommersfelden (nicht zu verwechseln mit dem
Truchsessen-Amt in selben Feld). Im Jahre 1710 fielen die
Besitztümer und Titel der Truchsess von Pommersfelden an
die Grafen von Schönborn. In Silber ein blauer Löwe,
belegt mit zwei roten Balken.
- Feld 9: von Buchheim.
Die Güter derer von Buchheim kamen im Jahre 1711 zur
Familie der Grafen von Schönborn, sie befinden sich in
Österreich. In Schwarz 3 (2:1) goldene aufrechte
Getreidegarben.
Die
Schönborns
Schönborn wer
hätte da nicht sofort die Assoziation zu glanzvoller Hofhaltung
des Barocks, zu Schlössern und Prachtentfaltung, zu Trier,
Mainz, Bamberg, Wien, Pommersfelden und Bruchsal, zu Geisenheim,
Gaibach und Heusenstamm. Ein Geschlecht des rheinischen Uradels
stieg auf zu einer der bedeutendsten Familien, die wichtige und
wichtigste Ämter an den Schaltstellen der Macht und der Kirche
besetzte, und die, was noch bedeutender für uns heute ist, durch
ihr beispielloses Mäzenatentum zur Schaffung einiger der
bedeutendsten Kunstwerke der Architektur beitrugen. Barock und
Schönborn in Süddeutschland eine fast untrennbar
nennende Einheit. Auch in Würzburg und Franken steht der Name
Schönborn für eine Zeit des Friedens, des Wohlstandes und der
Blüte der Kunst. Seit 1633 waren die von Schönborn
Reichsfreiherren, 1701 wurden sie in den Reichsgrafenstand
erhoben.

Johann Philipp von
Schönborn (1605-1673)
Geb. 6.8.1605 in Eschbach im
Westerwald, Vater: Georg von Schönborn (kurmainzischer Amtmann),
Mutter: Barbara von der Leyen
1619 niedere Weihen in Mainz
1621 Domizellar in Würzburg
1625 Domizellar in Mainz
1629 Domkapitular in Würzburg
1630 Domkapitular in Worms
1631-1634 Aufenthalt in Köln, Bekanntschaft mit Friedrich Spee
16.8.1642 Wahl zum Fürstbischof von Würzburg, Politik der
Friedenssicherung, der Toleranz und des Ausgleichs, war mit
seinen Gedanken zu einer katholisch-protestantischen
Glaubensunion seiner Zeit weit voraus. Beendigung der
Hexenverfolgungen.
1647 Wahl zum Erzbischof und Kurfürst von Mainz
1648 maßgeblich am Westfälischen Frieden beteiligt
1663 Wahl zum Bischof von Worms
gest. 18.2.1673
Johann
Philipp Franz von Schönborn (1673-1724)
Geb. 15.2.1673 in Würzburg,
Vater: Melchior Friedrich von Schönborn, kurmainzischer
Oberhofmeister, Staatsminister und kaiserlicher Geheimrat,
Mutter: Maria Sophia von Boineburg
Ab 1681 Jesuitengymnasium in Aschaffenburg
1682 Domizellar in Würzburg
1687 Domizellar in Bamberg
1687-1690 Studium in Würzburg und Mainz
1690-1693 Studium am Collegium Germanicum in Rom
1694 Kanonikat im Bamberger Domkapitel
1696 niedere Weihen
1699 Kanonikat im Würzburger Domkapitel
1699 Propst am Sankt Bartholomäus-Stift in Frankfurt
1714 Wahl zum Dompropst in Mainz
18.9.1719 Wahl zum Fürstbischof von Würzburg
22. und 25.Juli 1720 Diakonats- und Priesterweihe
10.11.1720 Bischofsweihe durch seinen Großonkel Lothar Franz von
Schönborn
1720 Einführung einer neuen Handwerksordnung
1720 Grundsteinlegung für die Würzburger Residenz
1721 Beginn der Schönbornkapelle am St. Kilians-Dom
Bedeutung: Großzügiger Förderer der Künste und der
Architektur, rigorose Durchsetzung von Reformideen,
Steuererhöhungen und erhöhter Verteidigungsetat, dadurch
Erzeugung erheblichen Widerstandes gegen seine Regierung.
Förderer der Wirtschaft.
Gest. 18.8.1724
Friedrich
Carl von Schönborn (1674 1746)
Geb. 3.3.1674 in Mainz, Vater:
Melchior Friedrich von Schönborn, kurmainzischer Oberhofmeister,
Staatsminister und kaiserlicher Geheimrat, Mutter: Maria Sophia
von Boineburg
Ab 1681 Jesuitengymnasium in Aschaffenburg
1683 Domizellar in Würzburg
1685 Domizellar in Bamberg
1687-1690 Studium in Würzburg und Mainz
1690-1693 Studium am Collegium Germanicum in Rom
1701 niedere Weihen in Frankfurt
1704 Mitglied im Würzburger Domkapitel
1705 Mitglied im Bamberger Domkapitel
diplomatische Tätigkeiten, Reichsvizekanzler, Vermittlung
zwischen Kaiser und Papst im Spanischen Erbfolgekrieg, 1714
Schaffung des Friedens von Rastatt und Baden, Beilegung der
Differenzen zwischen Kaiser und Papst
1727 Dompropst zu Würzburg
1729 Fürstbischof von Bamberg
18.5.1729 Fürstbischof von Würzburg. Unter seiner Regierung
wirtschaftliche Blüte, kultureller Höhepunkt. Bau und
Renovierung von rund 100 Kirchen allein im Bistum Würzburg.
Neuordnung des Theologiestudiums. Reformen in Justiz, Verwaltung
und Wirtschaft. Einer der bedeutendsten Fürstbischöfe
Würzburgs.
26.7.1746 gestorben.
Zur
Übersicht ein Ausschnitt aus der Liste der Würzburger
Fürstbischöfe:
Julius Echter von Mespelbrunn
1573-1617
Johann Gottfried von Aschhausen 1617-1622
Philipp Adolf von Ehrenberg 1623-1631
Franz von Hatzfeld 1631-1642
Johann Philipp
von Schönborn (desgl. Erzbischof von Mainz) 1642-1673
Johann Hartmann von
Rosenbach1673-1675
Peter Philipp von Dernbach (desgl. Bischof von Bamberg) 1675-1683
Konrad Wilhelm von Wernau 1683-1684
Johann Gottfried von Guttenberg 1684-1698
Johann Philipp von Greiffenklau-Vollraths 1699-1719
Johann Philipp
Franz von Schönborn 1719-1724
Christoph Franz von Hutten
1724-1729
Friedrich Carl
von Schönborn (desgl. Bischof von Bamberg) 1729-1746
Anselm Franz von Ingelheim
1746-1749
Karl Philipp von Greiffenklau-Vollraths 1749-1754
Adam Friedrich von Seinsheim (dsgl. Bischof von Bamberg)
1755-1779
Franz Ludwig von Erthal 1779-1795
Die
Stammfolge der Grafen von Schönborn - Teil 1: Der Aufstieg
Der Aufstieg der Familie
Schönborn ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Einst ein
reichsritterschaftliches Geschlecht aus dem Taunus und dem
Westerwald, Burgleute und Amtmänner, schafften sie es in
bedeutende Regierungspositionen und an die Spitzen bedeutender
geistlicher Fürstentümer und prägten ihre Zeit nachhaltig. Man
ist direkt geneigt, von einer Schönbornzeit zu sprechen, denn
rund ein halbes Jahrhundert prägen die Schönborns die
Geschichte des Reiches, der katholischen Kirche und der Kunst
maßgeblich.
- H(einrich) von Schönborn, urkundlich
nach 1275, vermählt mit Gisela von Tiefenbach (?)
- Giselbrecht von Schönborn,
urkundlich 1330-1339, vermählt mit Sylia von
Cramberg
- Gilbrecht von
Schönborn, urkundlich 1351-1383,
vermählt mit Else von Westert
- Heinrich von
Schönborn, urkundlich 1364-1394,
vermählt mit N. von Irmtraut (?)
- Gerhard
von Schönborn,
urkundlich 1387-1411,
Vogt in Westerburg,
Amtmann in Kronberg,
vermählt mit Heilwich
von Haiger, urkundlich
1415-1455
- Johann
von Schönborn,
urkundlich 1439-1489,
1467-1471 Vogt und
Amtmann in Weilburg,
vermählt mit Iliane von
Winneburg
- Johann
von Schönborn,
urkundlich ab 1466, gest.
1529, 1507-1526 Amtmann
in Weilburg, vermählt
mit Katharina Weyer von
Nickenich
- Georg
von Schönborn, gest.
1560, Amtmann in
Weilburg, nassauischer
Rat, Oberamtmann der
Grafschaft
Nassau-Dillenburg,
vermählt mit Margarete
von Mudersbach (gest.
8.7.1551)
- Philipp
von Schönborn, gest.
1589, Amtmann in
Beilstein und Runkel,
vermählt mit Agatha
Donner von Lohrheim
(gest. 12.9.1599)
- Georg
von Schönborn, 1574 -
16.4.1613, Amtmann der
Grafschaft Runkel im
Dienste der Grafen von
Wied, vermählt mit Maria
Barbara von der Leyen
(gest. 1631)
- Johann
Philipp von Schönborn (6.8.1605 -
12.2.1673), konvertiert
zum Katholizismus, 1642
zum Fürstbischof von
Würzburg gewählt, 1647
Erzbischof und Kurfürst
von Mainz, 1663
Fürstbischof von Worms
- Agatha
Maria von Schönborn,
vermählt mit Georg Anton
Waldbott von Bassenheim
- Philipp
Erwein Reichsfreiherr von
Schönborn (1607 -
4.11.1668), konvertiert
zum Katholizismus,
kurmainzischer Geheimrat,
Mainzer Oberamtmann in
Steinbach, vermählt mit
Maria Ursula von
Greiffenclau zu Vollrads
(15.7.1612 - 28.8.1682).
Erwirbt 1650 Herrschaft
Gaibach und 1661 die
Herrschaft Heusenstamm.
Wurde in den
Reichsfreiherrenstand
erhoben. Begründer des
Schönborn'schen
Familienvermögens.
Erhielt 1668 die
reichsständische
Herrschaft Reichelsberg.
Die
Stammfolge der Grafen von Schönborn - Teil 2: Das
Schönborn-Zeitalter
Beginnen wir neu mit dem
letzten der obigen Reihe, dem Stammvater der
"mega-erfolgreichen" Schönborns. Faszinierend an
diesen verwandtschaftlichen Verflechtungen ist nicht nur, daß
hier sechs Kirchenfürsten aus der gleichen Familie engstens
zusammenkommen, daß zeitweise Reichskanzler und
Reichsvizekanzler aus der selben Familie kamen, sondern daß auch
vier Brüder Kirchenfürsten wurden und drei deren Schwestern
Mütter von drei weiteren Fürstbischöfen (Seinsheim, Ostein,
Limburg-Styrum) wurden, abgesehen von weiteren hohen und
höchsten Ämtern in der Familie:
- Philipp Erwein Reichsfreiherr von
Schönborn (1607-1668), kurmainzischer Geheimrat,
Oberamtmann in Steinbach, vermählt mit Maria Ursula von
Greiffenclau zu Vollrads (1612-1682), 12 Kinder, 5
weitere starben jung
- Franz Georg von Schönborn
(6.1.1639 - 16.7.1674), geistliche Laufbahn,
Domkustos von Mainz
- Lothar
Franz von Schönborn (4.10.1655 - 1729), 1693
Fürstbischof von Bamberg, 1695 Fürsterzbischof
von Mainz
- Johann Philipp von Schönborn
(1642 - 1.4.1703) Ritter des Johanniterordens,
Johanniterkomtur in Würzburg, Großprior von
Dacien, kurmainzer Geheimer Rat, Oberst,
Gouverneur von Mainz, kaiserlicher Reichshofrat,
1701 Graf
- Johann Erwein (13.7.1654 -
29.11.1705), Herr von Reichelsberg und
Heusenstamm, vermählt mit Maria Anna Waldbott
von Bassenheim, kinderlos
- Maria Ursula von Schönborn
(27.9.1636 - 1677), vermählt mit Friedrich
Wambold vom Umstadt
- Anna Margaretha von Schönborn
(10.11.1637 - 1668), vermählt mit Wolfgang
Theodor von Metternich-Burscheid
- Maria Clara von Schönborn
(26.9.1647 - 1716), vermählt mit Friedrich
Dietrich von Dalberg
- Anna Barbara von Schönborn
(18.12.1648 - 6.3.1721), vermählt mit Ludwig
Gustav von Hohenlohe-Schillingsfürst
- Eva Rosina von Schönborn
(16.4.1650 - 1715), vermählt mit Wolfgang
Dietrich Truchsess von Wetzhausen
- Katharina Elisabeth von
Schönborn (1.5.1652 - 1707), vermählt mit
Heinrich von Hatzfeld-Gleichen
- Eva Katharina von Schönborn
(11.11.1641 - 1689), Nonne im Kloster Marienberg
- Melchior
Friedrich Graf von Schönborn, kaiserlicher Geheimrat und
Kämmerer, kurmainzischer Staatsminister und
Vicedomus in Aschaffenburg, Obermarschall von
Mainz und Würzburg (16.3.1644 - 19.5.1717),
Erbschenk von Mainz, Erbtruchseß von Würzburg,
5.8.1701 Reichsgraf, 19.2.1711 von
Schönborn-Buchheim, 1.7.1709 böhmischer
Inkolat, 22.1.1710 Inkolat in Niederösterreich,
27.4.1711 Inkolat in Oberösterreich, 1720
Inkolat in Steiermark und Kärnten, 19.2.1711
Alter Herrenstand, vermählt mit Maria Anna
Sophia Johanna Freiin von Boineburg und Lengsfeld
(16.10.1652 - 11.4.1726), 14 Kinder (4 weitere
starben jung)
- Johann
Philipp Franz von Schönborn (15.2.1673 - 18.8.1724),
1719 Fürstbischof von Würzburg
- Maria Anna von
Schönborn (11.7.1669 - 26.11.1703),
vermählt mit Johann Philipp von Stadion
- Maria Sophia von
Schönborn (11.9.1670 - 16.9.1742),
vermählt mit Karl Kaspar Freiherr von
der Leyen
- Anna Carolina Maria v.
Schönborn (3.10.1671 - 7.2.1716),
vermählt mit Johann Franz Sebastian
Freiherr v. Ostein (4.11.1652 -
24.6.1718)
- Johann
Friedrich Karl von Ostein (6.7.1689 -
4.6.1763), 1743-1763
Fürsterzbischof von Mainz, und
1756-1763 Fürstbischof von Worms
- Friedrich
Carl von Schönborn (3.3.1674 - 25.7.1746),
Dompropst von Würzburg, 1705-1734
Reichsvizekanzler, Habsburger
Parteigänger, bekam österreichische
Lehen, darunter Buchheim, 1729
Fürstbischof von Würzburg und Bamberg
- Damian
Hugo Philipp Anton von Schönborn (1676 - 20.8.1743),
zweifacher Landkomtur, 1719 Fürstbischof
von Speyer und 1740 von Konstanz, 1715
Kardinal
- Franz
Georg von Schönborn (1682 - 18.1.1756), Domherr
in Trier, 1723 Dompropst, 1729 Erzbischof
und Kurfürst von Trier, Fürstabt von
Prüm, 1732 auch Fürstbischof von Worms
und Fürstpropst von Ellwangen
- Rudolf Franz Erwein
Graf von Schönborn-Wiesentheid, erst
Domherr in Trier, trat dann wieder in den
Laienstand ein, Herr zu Pommersfelden,
Weyer, Kronbach, Heusenstamm und Gaibach,
kurmainzischer Vicedomus zu
Aschaffenburg, Gesandter in Dresden,
kaiserlicher Geheimrat und Kämmerer
(1677 - 22.9.1754), seit 1701 Graf,
vermählt mit Maria Eleonora Charlotte
Gräfin von Gleichen und Hatzfeld
verwitwete von Dernbach (1679-1718).
- Anselm Franz von
Schönborn (16812-1726), militärische
Karriere, kaiserlicher General.
Begründer der 1801 erloschenen Linie
Schönborn zu Heusenstamm. Vermählt mit
Maria Theresia von Montfort (gest. 1751)
- Eugen Franz
Erwein von Schönborn
(1727-1801),
kaiserlich-königlicher Geheimrat
und Kämmerer
- Marquard Wilhelm von
Schönborn (6.12.1683 - 6.3.1770),
Domherr zu Trier, Speyer und Würzburg,
Dompropst von Bamberg und Eichstätt
- Anna Maria Philippine
von Schönborn (7.3.1685-14.9.1721),
vermählt mit Maximilian Franz Graf von
Seinsheim (11.11.1681 - 14.5.1737)
- Adam
Friedrich August Anton Joseph
Maria v. Seinsheim (16.2.1708 -
18.2.1779), Bischof von Würzburg
(1755-1779) und Bamberg
(1757-1779)
- Amalia Elisabetha von
Schönborn (7.4.1686-12.9.1737),
vermählt mit Leopold von Limburg-Styrum
- Damian
August Philipp Karl Graf von
Limburg-Styrum (16.3.1721 -
26.2.1797), Bischof von Speyer
(1770 - 1797)
- Johanna Eleonora von
Schönborn (2.7.1688 - 12.2.1763),
vermählt mit Kraft Anton Wilhelm von
Oettingen-Baldern (8.10.1684 - 25.4.1751)
- Katharina Elisabetha
von Schönborn (17.3.1692-26.2.1777),
vermählt mit Wenzeslaus von
Nostitz-Rieneck
Die
Stammfolge der Grafen von Schönborn - Teil 3: Drei Linien
Beginnen wir neu mit Rudolf
Franz Erwein Graf von Schönborn-Wiesentheid, dem Stammvater der
drei Linien, die sich bildeten:
- Rudolf Franz Erwein Graf von
Schönborn-Wiesentheid, erst Domherr in Trier, trat dann
wieder in den Laienstand ein, Herr zu Pommersfelden,
Weyer, Kronbach, Heusenstamm und Gaibach, kurmainzischer
Vicedomus zu Aschaffenburg, Gesandter in Dresden,
kaiserlicher Geheimrat und Kämmerer (1677 - 22.9.1754),
seit 1701 Graf, vermählt mit Maria Eleonora Charlotte
Gräfin von Gleichen und Hatzfeld verwitwete von Dernbach
(6.9.1679-1718).
- Melchior Friedrich von
Schönborn (1711-1754), Domkustos von Mainz,
Propst zu St. Alban und Rektor der Universität
Mainz, Domherr zu Bamberg und Würzburg,
königlich-kaiserlicher, mainzischer und
trierischer Geheimrat
- Anna Catharina Maria Sophia
Caroline Gräfin v. Schönborn zu
Wiesentheid-Buchheim u. Wolfsthal (30.7.1702 -
5.11.1760)
- Maria Anna Catharina Elisabeth
v. Schönborn (1703 - 11.6.1743)
- Maria Carolina Theresia
Catharina v. Schönborn (24.10.1705 - 1739)
- Eva Theresia Amalia Philippina
Isabella v. Schönborn (4.3.1707 - 14.11.1794)
- Maria Anna Johanna v.
Schönborn (1712 - 14.11.1788)
- Franz Josef Bonaventura Kilian
Graf von Schönborn-Wiesentheid (8.7.1708 -
27.1.1772), kaiserlich-königlicher Kämmerer,
kurmainzischer Geheimrat, Vicedomus in
Aschaffenburg, Oberamtmann in Kitzingen,
vermählt mit Bernhardina Maria Sophia Theresia
Gräfin von Plettenberg-Nordkirchen (6.9.1719 -
13.4.1769)
- Bernhardina Maria
Theresia Charlotte Theodora Walpurga
Gräfin v. Schönborn (1737 - 7.4.1780)
- Hugo Damian Friedrich
Karl Franz Erwein Graf von
Schönborn-Wiesentheid (1738 -
29.3.1817), kaiserlich-königlicher
Geheimrat und Kämmerer, vermählt mit
Maria Anna Theresia Walpurga Phillipina
Gräfin von Stadion-Thannhausen (1746 -
15.11.1813)
- Friedrich Karl
Graf von Schönborn
(2.8.1781-24.3.1849), vermählt
mit Anna Maria von Kerpen
(13.11.1784 - 8.10.1862),
Begründer der Prager
Linie (Böhmische Linie)
- Erwein
Damian Hugo Graf von
Schönborn (117.5.1812 -
12.1.1881), vermählt mit
Christine Gräfin von
Brühl (28.3.1817 -
23.10.1902)
- Karl
Graf von Schönborn
(10.4.1840 - 29.5.1908),
vermählt mit Johanna
Prinzessin von Lobkowicz
und Zdenka Gräfin von
Sternberg
- Johann
Graf von Schönborn
(3.4.1864 - 7.6.1912),
aus erster Ehe, vermählt
mit Anna von
Wurmbrand-Stuppach
(23.4.1868 - 2.3.1938)
- Karl
Johann Graf von
Schönborn (28.11.1890 -
31.8.1952), vermählt mit
Elisabeth von
Nostitz-Rieneck, Vera von
Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst-Kaunitz,
Alexandra Völcker und
Gabriele von
Seydlitz-Kurzbach
- Hugo
Damian Graf von
Schönborn (22.9.1916 -
6.3.1979), aus erster
Ehe, vermählt mit
Eleonore Freiin von
Doblhoff (geb. 14.4.1920)
- Johann
Philipp Graf von
Schönborn (geb.
27.1.1943), vermählt mit
Adelheid von Buchwaldt
- Christoph
Graf v. Schönborn (geb.
22.1.1945), Eintritt in
den Dominikanerordern,
Professor für Dogmatik
in Fribourg, Mitverfasser
und Redaktionssekretär
des Weltkatechismus, 1995
Koadjutor zu Wien, 1996
Erzbischof von Wien,
Kardinal.
- Franz Philipp
Joseph Graf von
Schönborn-Buchheim
(14.9.1768-18.8.1841), Begründer
der Wiener Linie
(österreichische Linie), vermählt mit
Maria Sophia Antonie von der
Leyen (23.7.1769 - 18.1.1834)
- Karl
Franz Eduard Graf von
Schönborn-Buchheim
(2.5.1803 - 24.4.1854),
vermählt mit Anna
Gräfin Bolza (4.8.1806 -
8.4.1876)
- Erwein
Graf von Schönborn (1842
- 20.1.1903), vermählt
mit Franziska von
Trauttmannsdorff-Weinsberg
(1844 - 10.2.898)
- Friedrich
Karl Graf von Schönborn
(23.2.1869 - 2.3.1932),
vermählt mit Donna
Teresa Dentice und Donna
Sofia Dentice
- Georg
Graf von Schönborn
(5.3.1906 - 27.1.1989),
vermählt mit Elisabeth
Orssich de Slavetich
(3.6.1902 - 17.4.1967)
- Sophia
Theresia Gräfin von Schönborn
(1772-1810), vermählt mit
Philipp Fürst von der Leyen und
Hohengeroldseck
- Franz Erwein
Damian Josef Graf von Schönborn-Wiesentheid
(7.4.1776 -
5.2.1840),
kaiserlich-königlicher
Kämmerer, vermählt mit
Ferdinanda Isabella Gräfin von
Westphalen zu Fürstenberg
(1781-1813)
- Hugo
Damian Erwein Graf v.
Schönborn-Wiesentheid
(1805 - 29.4.1865)
- Maria
Anna Carolina Friderica
v. Schönborn-Wiesentheid
(31.1.1809 - 26.6.1856)
- Franz
Philipp Damian Graf v.
Schönborn-Wiesentheid
(27.7.1813 - 8.4.1844)
- Klemens
August Emmerich Graf von
Schönborn-Wiesentheid
(8.10.1810 - 24.8.1877),
vermählt mit Irene
Gräfin Batthyáni de
Német-Újvár (1811 -
25.4.1891)
- Arthur
Franz Maximilian Graf von
Schönborn-Wiesentheid
(30.1.1846 - 29.9.1915),
vermählt mit Stephanie
Prinzessin zu
Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst
(6.7.1851 - 18.3.1882)
- Erwein
Klemens Chlodwig Karl
Maria Graf von
Schönborn-Wiesentheid
(6.10.1877 - 12.11.1942),
vermählt mit Donna
Ernestina Ruffo
(18.10.1880 - 19.8.1965)
- Friedrich
Karl Anton Graf von
Schönborn-Wiesentheid
(14.10.1916 - 15.9.1998),
vermählt mit Donna
Graziela Alvares Pereira
de Melo (1929-1998)
- Paul
Anton Graf von
Schönborn-Wiesentheid
(geb. 15.5.1962),
Bankkaufmann, vermählt
mit Contessa Damiana
Lovatelli (geb.
31.3.1961), derzeitiger
Chef des Hauses
Schönborn
Literatur,
Quellen und Links:
Siebmachers
Wappenbücher
Stephan Mauelshagen, Ordensritter -
Landesherr - Kirchenfürst: Damian Hugo von Schönborn,
Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt
Bruchsal, Band 18, Verlag Regionalkultur, 2001, ISBN
3-89735-173-0
Hartmut Platte: Das Haus Schönborn, Grafen, Fürstbischöfe und
Mäzene, Börde-Verlag Werl, 2006, Reihe Deutsche Fürstenhäuser
Heft 13, ISBN 3-980 9107-3-3
Genealogien: Prof. Herbert Stoyan, Adel-digital, WW-Person auf
CD, 10. Auflage 2007, Degener Verlag ISBN 978-3-7686-2515-9
Hermann Maué, Sonja Brink (Hrsg.), Ausstellungskatalog "Die
Grafen von Schönborn. Kirchenfürsten, Sammler, Mäzene",
Verlag des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg vom 18.
Februar bis 23. April 1989
Das Haus Schönborn: http://www.schoenborn.de/
Bistum Würzburg: http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/sites/bistum/index.html
Geschichte des Bistums: http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/sites/bistum/bistum/portait/geschichte/index.html
Bistum Würzburg bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_W%C3%BCrzburg
Aschaffenburger Wappenbuch
Eugen Schöler, Fränkische Wappen erzählen Geschichte und
Geschichten. Verlag Degener 1992.
Werner Dettelbacher, Franken, DuMont
Kunstreiseführer, 9. Auflage Köln 1980, ISBN 3-7701-0746-2
Peter Kolb: Die Wappen der Würzburger Fürstbischöfe.
Herausgegeben vom Bezirk Unterfranken, Freunde Mainfränkischer
Kunst und Geschichte e.V. und Würzburger
Diözesangeschichtsverein. Würzburg, 1974. 192 Seiten.

Die Wappen der Fürstbischöfe von
Würzburg - Teil (1)
- Teil (2) - Teil (3) - Teil (4)
Die Wappen der Fürstbischöfe von Bamberg - Teil
(1) - Teil
(2) - Teil
(3) - Teil
(4)
Der Fränkische Rechen - Das Rennfähnlein - Der Bamberger Löwe
Die Entwicklung des Wappens der von
Schönborn
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Domerschulstraße 2, 97070 Würzburg, vom 24.01.2007.
