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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 70
Würzburg
- ein heraldischer Leckerbissen
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Dom, Lorenz von Bibra, Grabmal

Grabmal für Lorenz von Bibra (1495-1519) von Tilmann Riemenschneider, 1516 in Auftrag gegeben.

Links "Fränkischer Rechen" = von Rot und Silber mit drei aufsteigenden Spitzen geteilt, Herzogtum zu Franken, daneben "Rennfähnlein" = in Blau eine rot-silbern gevierte, an den beiden senkrechten Seiten je zweimal eingekerbte, schräggestellte Standarte mit goldenem Schaft, Hochstift Würzburg, Biber derer von Bibra als drittes von links (gewendet), drittes von rechts Schenk von Schenkenwald, zweites von rechts Voit von Salzburg, ganz rechts Schenk von Schweinsberg.
Wappen von Bibra: In Gold ein steigender schwarzer Biber mit geschupptem Schwanz. Helmzier: Ein goldener beiderseits mit dem Biber belegter Adlerflug. Helmdecken schwarz-golden.
Die fränkischen Bibra standen früher in den Diensten der Henneberger, eventuell waren sie auch Ministerialen der Klöster Hersfeld und Fulda. In Würzburg bekleideten die von Bibra traditionell das Amt des Erb-Untermarschalls, erst im Wechsel mit den von der Kere (Kehr, Keer), später nach deren Erlöschen ab 1654 alleine. Eine zweite Ehrenstellung erlangte die Familie von Bibra ab 1721: Sie hatten dann auch das Amt der Erbtruchsesse im Hochstift Bamberg inne, ein Amt, das früher die Truchseß von Pommersfelden bekleideten, nach deren Aussterben gingen Besitz und Wappen der Truchsessen von Pommersfelden an die Schönborns, das Amt aber an die von Bibra. Vertreter der Familie sind eng mit dem Hochstift Würzburg verbunden und leisteten diesem wichtige Dienste. In kirchlicher oder ritterlich-kirchlicher Hinsicht ist die Familie von Bibra eines der bedeutendsten fränkischen Geschlechter: Zwei Bischöfe von Würzburg (Lorenz und Konrad), ein Fürstbischof von Fulda (Heinrich von Bibra), in Hersfeld Äbte und Pröpste, dsgl. in Veßra und Rohr, sechs Ritter des Deutschen Ordens, zwischen 1394 und 1790 achtzehn Mitglieder des Domkapitels zu Würzburg, in Bamberg vierzehn Domherren - der Name Bibra steht in Franken für beispiellosen Einsatz für kirchliches Geschehen in Franken. Heute existieren von der Familie Bibra aus dem Valentinischen Stamm die Linie Adelsdorf (Euerheim) und Gleicherwiesen, aus dem Bernhardischen Stamm die Linien Brennhausen, von und zu Bibra und Irmelshausen.
Schenk von Schweinsberg: Geteilt, oben in Blau ein schreitender goldener Löwe, unten in Silber 4 (3:1) rote Wecken bzw. von Rot und Silber geweckt. Das Oberwappen wäre: Helm 1: Kopf und Hals eines grauen Wolfes, in dessen Ohren zwei Federn stecken. Helm 2: ein Flug, gold oder schwarz, dem beiderseits später ein kleines Schildchen mit dem Schildmotiv aufgelegt wurde. Helmdecken rechts rot-silbern, links blau-golden.
Voit von Salzburg: In Silber ein schwarzer Zickzackbalken mit 5 Spitzen. Die Helmzier wäre: Auf dem gekrönten Helm ein silberner Spitz- oder Turmhut, der oben mit schwarzen Hahnenfedern besteckt ist, der Hut ist meistens mit dem schwarzen Zickzackbalken des Schildbildes belegt. Helmdecken schwarz-silbern.
Literatur
und Links:
Bistum Würzburg: http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/sites/bistum/index.html
Geschichte des Bistums: http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/sites/bistum/bistum/portait/geschichte/index.html
Bistum Würzburg bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_W%C3%BCrzburg
St. Kilians-Dom: http://www.dom-wuerzburg.de/index.php?r=t/
Anton P. Rahrbach, Reichsritter in Mainfranken. Zu Wappen und
Geschichte fränkischer Adelsfamilien. Bauer & Raspe Verlag -
Die Siebmacherschen Wappenbücher, die Familienwappen deutscher
Landschaften und Regionen, Band 2, 2003, ISBN 3-87947-113-4
Peter Kolb: Die Wappen der Würzburger Fürstbischöfe.
Herausgegeben vom Bezirk Unterfranken, Freunde Mainfränkischer
Kunst und Geschichte e.V. und Würzburger
Diözesangeschichtsverein. Würzburg, 1974. 192 Seiten.
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Impressum
Veröffentlichung der Photos aus dem Innenraum mit freundlicher Erlaubnis des Bischöflichen Ordinariates, Presse- und Informationsstelle, Domerschulstraße 2, 97070 Würzburg, vom 24.01.2007.
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