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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 734
Barockstadt
Fulda
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Fulda: Stadtschloß, nordöstlicher Hof (Theaterhof)
Hier befinden wir uns im dritten Hof des Stadtschlosses, blicken auf die Rückseite der niedrigeren Bebauung der zentralen Vierflügelanlage. Dieser Hof hat schon eine parkartige Atmosphäre durch den Brunnen und die Blumenrabatten, und rechterhand öffnet er sich auch zum Schloßpark, denn er ist nur auf drei Seiten bebaut. Der dritte Flügel um diesen Hof (nicht im Bild) ist der Querriegel des Schloßtheaters, welches diese Zweckbestimmung aber erst sekundär erhielt, denn erbaut wurde das Gebäude als fürstliche Winterreithalle. Dieser Hof hat zwei Wappen, eines über der im Bild sichtbaren Tür und eines auf der Brunnenschale.

Das Wappen über dem Eingang ist das des Fürstabtes Konstantin von Buttlar (17141726) und geviert:
Über dem Wappen stehen drei Helme:
Hinter dem Schild stecken links das Schwert und rechts der Krummstab. Das Wappen ist in einem muschelartig geformten und -gerippten Hintergrund eingelassen, wobei die Muschel dem Türsturz aufliegt. Einzigartig ist jedoch die Gestaltung des unteren Bereiches: Als "Schildhalter" der besonderen Art fungieren zwei rechts und links hinter dem Schild hervorkommende galoppierende Pferde-Vorderteile. Das Wappen ist datiert auf 1716 und mit den Abkürzungen C P ET AF versehen.

Das zweite Wappen ist dagegen etwas versteckter und zwischen den Ornamenten der Brunnenschale verborgen. in der Gesamtansicht erkennt man es an der rechten Seite der Schale am Übergang zum Halbschatten. Es ist auf 1696 datiert. Die Konturen sind im Detail etwas verwittert und schwer zu erkennen.

Das Wappen des Fuldaer Fürstabtes Placidus von Droste (16781700) ist geviert und wie folgt tingiert:
Helme und Kleinode fehlen, der Schild wird von einer Krone bedeckt, und hinter ihm sind Pedum (rechts) und Schwert (links) schräggekreuzt.

Bei genauem Hinsehen kann man den doppelten, schrägrechten Gegenstufenschnitt erkennen, in Feld 3 besser als in Feld 2. Placidus von Droste war der Amtsvorgänger des größten aller Bauherren von Fulda, Adalbert von Schleifras.
Position der beschriebenen Wappen am Stadtschloß Fulda
Übersicht:
Die Äbte und Fürstäbte von Fulda
Philipp Georg Schenk zu
Schweinsberg (15671568), Fürstabt
Wilhelm Hartmann von Klauer zu Wohra (15681570), Fürstabt
Balthasar von Dernbach (genannt Grauel) (15701576 und
16021606), Fürstabt
Johann Friedrich von Schwalbach (16061622), Fürstabt
Johann Bernhard Schenk zu Schweinsberg (16231632),
Fürstabt
Johann Adolf von Hoheneck (16331635), Fürstabt
Hermann Georg von Neuhof (genannt Ley) (16351644),
Fürstabt
Joachim Graf von Gravenegg (16441671), Fürstabt
Kardinal Bernhard Gustav Markgraf von Baden-Durlach
(16711677), Fürstabt
Placidus
von Droste (16781700), Fürstabt
Adalbert I. von Schleifras
(17001714), Fürstabt
Konstantin von
Buttlar (17141726), Fürstabt
Adolf von Dalberg
(17261737), Fürstabt
Amand von Buseck, (17371756), Fürstabt 1737-1752,
Fürstbischof ab 1752, am 5.10.1752 wurde die Fürstabtei durch
Papst Benedikt XIV. in den Rang eines Bistums erhoben.
Adalbert II. von Walderdorff (17571759),
Fürstbischof
Heinrich VIII. von Bibra, (17591788), Fürstbischof
Adalbert III. von Harstall, (17891814), Fürstbischof bis
1802, danach Bischof. Im Jahre 1802 wurde mit dem
Reichsdeputationshauptschluß das geistliche Fürstentum mit
seinen Klöstern aufgelöst.
Literatur:
Siebmachers Wappenbücher,
insbesondere Band Bistümer.
Kulturamt der Stadt Fulda: http://www.museum-fulda.de
http://www.tourismus-fulda.de/, www.fulda.de, http://www.tourismus-fulda.de/sehenswertes/sehenswuerdigkeiten/index.php
Michael Imhof, Fulda - Ein Führer durch die Barockstadt, Michael
Imhof Verlag, 3. Auflage 2006, ISBN 3-935590-03-2 und
978-3-935590-03-7
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