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Bernhard
Peter
Galerie:
Photos schöner alter Wappen Nr. 77
Würzburg
- ein heraldischer Leckerbissen
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Dom zu Würzburg, Johann von Brunn, Denkmal


Felder 1 und 4: Stammwappen derer von Brunn (hier gewendet), Feld 2 "Fränkischer Rechen" = von Rot und Silber mit drei aufsteigenden Spitzen geteilt, Herzogtum zu Franken, Feld 3 "Rennfähnlein" = in Blau eine rot-silbern gevierte, an den beiden senkrechten Seiten je zweimal eingekerbte, schräggestellte Standarte mit goldenem Schaft, Hochstift Würzburg. Dieses Wappen ist ein typisches Beispiel für das Entstehen von Fehlfarben. Hier ist das Silber in allen 4 Feldern komplett im Laufe der Zeit geschwärzt. Solche Wappen werden von Laien gerne als Beispiel für die Mißachtung der Regel, daß Farbe nur an Metall stoßen darf, angeführt. In der Tat folgt aber dieses Wappen bis auf wenige Grenzlinien der Standarte der Farbregel sehr wohl, außerdem sind die Farben Rot und Silber für von Brunn hinreichend in anderen Beispielen belegt.

Von den beiden unteren Wappen kann das heraldisch rechte mit dem Kelch als das Wappen Staufenberg identifiziert werden. Des Bischofs Vater war Wilhelm von Brunn, der eine Frau aus dem Geschlecht der von Staufenberg geheiratet hatte. Des Bischofs Schwester Susanne heiratete übrigens den Letzten im Mannesstamm der von Elm. Das gleiche Wappen mit dem Kelch kann übrigens auf der Burg Staufenberg bei Durbach (Ortenaukreis) wiedergefunden werden.
Zur Übersicht ein Ausschnitt aus der Liste der Würzburger Fürstbischöfe:
Gerhard von Schwarzburg 1372-1400
Johann I. von Egloffstein 1400-1411
Johann II. von
Brunn 1411-1440
Sigismund von Sachsen
1440-1443
Gottfried IV. Schenk von Limpurg 1443-1455
Johann III. von Grumbach 1455-1466
Rudolf II. von Scherenberg 1466-1495
Lorenz von Bibra 1495-1519
Konrad II. von Thüngen 1519-1540
Konrad III. von Bibra 1540-1544
Melchior Zobel von Giebelstadt 1544-1558
Friedrich von Wirsberg 1558-1573
Julius Echter von Mespelbrunn 1573-1617
Johann Gottfried von Aschhausen 1617-1622
Philipp Adolf von Ehrenberg 1623-1631
Franz von Hatzfeld 1631-1642
Literatur
und Links:
Bistum Würzburg: http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/sites/bistum/index.html
Geschichte des Bistums: http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/sites/bistum/bistum/portait/geschichte/index.html
Bistum Würzburg bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_W%C3%BCrzburg
St. Kilians-Dom: http://www.dom-wuerzburg.de/index.php?r=t/
Peter Kolb: Die Wappen der Würzburger Fürstbischöfe.
Herausgegeben vom Bezirk Unterfranken, Freunde Mainfränkischer
Kunst und Geschichte e.V. und Würzburger
Diözesangeschichtsverein. Würzburg, 1974. 192 Seiten.
Siglinde Buchner, Anna von
Rossau und Bischof Johann von Brunn.
Fr. Siglinde Buchner ein
herzliches Dankeschön für wertvolle Hinweise.
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Die Wappen der Fürstbischöfe von
Würzburg - Teil (1)
- Teil (2) - Teil (3) - Teil (4)
Der Fränkische Rechen - Das Rennfähnlein
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Copyright / Urheberrecht an Text, Graphik und Photos: Bernhard
Peter 2006, 2009
Impressum
Veröffentlichung der Photos aus dem Innenraum mit freundlicher Erlaubnis des Bischöflichen Ordinariates, Presse- und Informationsstelle, Domerschulstraße 2, 97070 Würzburg, vom 24.01.2007.
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