Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 78
Würzburg - ein heraldischer Leckerbissen

Dom zu Würzburg, Gottfried Schenk von Limpurg, Denkmal

Links (optisch) das Wappen Schenk von Limpurg, rechts von Hohenlohe-Brauneck. Der Gedenkstein trägt in seiner Umschrift erstmals den Titel "Herzog von Ostfranken".

Die Schenken von Limpurg führen (Feld 2) in Blau 5 (3:2) aufrechte silberne Heerkolben, sowie (Feld 4) in Rot vier mittlere aufsteigende silberne Spitzen. Man beachte, daß der fränkische Rechen des Herzogtums zu Ffranken (Feld 1) nur deren drei hat. Das letzte Feld (Feld 3) zeigt das Rennfähnlein des Hochstifts. Die Anzahl der Spitzen der Schenken von Limpurg wird auf Abbildungen und im Siebmacher unterschiedlich angegeben. Mal sind es drei, mal vier. Diese Nachlässigkeit führt zu Verwechslungen, denn drei Spitzen sind eigentlich Franken, vier Spitzen eigentlich Schenk von Limpurg. Interessant sind in diesem Zusammenhang vor allem Wappen Würzburger Kleriker, die ein Feld mit 3 Spitzen (Herzogtum zu Franken) und ein Feld mit 4 Spitzen (Schenken von Limpurg) haben. Weil die ähnlich sind, stellt man die beim Vieren eines Schildes schräg gegenüber und durchbricht die übliche Anordnung.

Rechts (optisch) das Wappen der von Hohenlohe-Brauneck: In Silber (!) zwei schwarze, rotgezungte Leoparden.

Die Eltern des Bischofs sind Friedrich III. Schenk v. Limpurg (- 7.11.1414) und Elisabeth v. Hohenlohe-Uffenheim-Entsee (- 1445). Seine Großeltern sind Konrad II. Schenk v. Limpurg (- 17.4.1376) und Ida v. Weinsberg sowie Gottfried III. v. Hohenlohe-Uffenheim-Entsee und Anna Gräfin v. Henneberg-Schleusingen (- 27.7.1385).

Zur Übersicht ein Ausschnitt aus der Liste der Würzburger Fürstbischöfe:

Gerhard von Schwarzburg 1372-1400
Johann I. von Egloffstein 1400-1411
Johann II. von Brunn 1411-1440
Sigismund von Sachsen 1440-1443
Gottfried IV. Schenk von Limpurg 1443-1455
Johann III. von Grumbach 1455-1466
Rudolf II. von Scherenberg 1466-1495
Lorenz von Bibra 1495-1519
Konrad II. von Thüngen 1519-1540
Konrad III. von Bibra 1540-1544
Melchior Zobel von Giebelstadt 1544-1558
Friedrich von Wirsberg 1558-1573
Julius Echter von Mespelbrunn 1573-1617
Johann Gottfried von Aschhausen 1617-1622
Philipp Adolf von Ehrenberg 1623-1631
Franz von Hatzfeld 1631-1642

Literatur und Links:
Bistum Würzburg: http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/sites/bistum/index.html
Geschichte des Bistums:
http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/sites/bistum/bistum/portait/geschichte/index.html
Bistum Würzburg bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_W%C3%BCrzburg
St. Kilians-Dom:
http://www.dom-wuerzburg.de/index.php?r=t/
Peter Kolb: Die Wappen der Würzburger Fürstbischöfe. Herausgegeben vom Bezirk Unterfranken, Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. und Würzburger Diözesangeschichtsverein. Würzburg, 1974. 192 Seiten.

Die Wappen der Fürstbischöfe von Würzburg - Teil (1) - Teil (2) - Teil (3) - Teil (4)
Der Fränkische Rechen - Das Rennfähnlein

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Veröffentlichung der Photos aus dem Innenraum mit freundlicher Erlaubnis des Bischöflichen Ordinariates, Presse- und Informationsstelle, Domerschulstraße 2, 97070 Würzburg, vom 24.01.2007.