Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 895
Darmstadt

Darmstadt: Hessisches Landesmuseum

Das Hessische Landesmuseum, nordwestlich des Residenzschlosses gelegen, geht ursprünglich auf die Kunst- und Naturaliensammlung des Großherzogs Ludwig I. von Hessen-Darmstadt zurück. Erst war sie im alten Residenzschloß untergebracht, dann ab 1817 im neuen Schloß, doch durch die Zunahme der Schaustücke wurde ein Neubau unumgänglich. 1897 wurde das heutige Gebäude, das derzeit umfassend saniert wird, vom Architekten Alfred Messel begonnen. 1906 konnte das Gebäude seiner Bestimmung übergeben werden. An der Südfront des Museums sehen wir im Giebel die jüngsten Veränderungen des hessischen Wappens. 1806 war Hessen Großherzogtum geworden, doch dieses unterlag im Laufe seiner Geschichte bis zur Auflösung 1918 tiefgreifenden territorialen und politischen Veränderungen. 1806 schied Hessen aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation aus und wurde Mitglied im Rheinbund. 1815 wurde das Großherzogtum Mitglied im Deutschen Bund. Durch den Wiener Kongreß 1815 bekam Hessen neue Gebiete zugesprochen: Worms, Mainz, Bingen, Alzey - das sog. Rheinhessen gehörte ab 1816 zu Hessen-Darmstadt. 1866 verlor das Großherzogtum essentielle Teile seines Territoriums an Preußen, gewann aber Bad Nauheim. 1871 wurde das Großherzogtum Bundesstaat des Deutschen Reiches.

Vom 9.12.1902 datiert eine großherzogliche Verordnung, die das 1808 eingeführte einfache Wappen wieder komplizierter machte. Die eingegliederten Herrschaften werden wieder dargestellt, wovon insbesondere die 1816 einverleibten Territorien Mainz und Worms herausgestellt werden. Der Schild ist zweimal gespalten und zweimal geteilt und hat einen Herzschild.

Auf dem Schild eine Königskrone. Zwei gekrönte, widersehende Löwen dienen als Schildhalter.

Alternativ kann das gleiche Wappen mit 5 Helmen dargestellt werden.

Literatur, Links und Quellen:
Hugo Gerard Ströhl, Deutsche Wappenrolle, Reprint von 1897, Komet Verlag Köln, ISBN 3-89836-545-X
Prof. Herbert Stoyan, Adel-digital, WW-Person auf CD, 10. Auflage 2007, Degener Verlag ISBN 978-3-7686-2515-9
Darmstädter Geschichte:
http://www.darmstadt.de/kultur/geschichte/index.html
Hessisches Landesmuseum:
http://www.hlmd.de, http://www.hlmd.de/w3.php?nodeId=300

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