Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 1182
Kloster Altenberg an der Lahn

Kloster Altenberg: Tür

Kloster Altenberg liegt bei Wetzlar auf einer in das Lahntal vorspringenden Bergterrasse des Michelsbergs und ist ein ehemaliges Prämonstratenserinnenkloster. Es ist eine Gründung des 12. Jh.; und das Kloster wurde unter Kaiser Friedrich Barbarossa reichsunmittelbar. Die bedeutendste Leiterin in mittelalterlicher Zeit war Meisterin Gertrudis (1227-1297), die jüngste Tochter der Hl. Elisabeth von Thüringen. Die alten Gebäude des Stifts brannten 1952 ab, deshalb ist außerhalb der Kirche wenig außer den Mauern erhalten. Die Kirche selbst birgt bedeutende Kunstdenkmäler. Sie war lange Zeit Erbbegräbnis der Grafen von Solms und enthält wertvolle Grabdenkmäler. An den Gebäuden des Konvents ist Heraldik eher spärlich. Diese hölzerne Tür von 1758 ist sekundär außen an einem außerhalb des eigentlichen Konvents befindlichen Trakt angebracht, dem sog. Priorhaus, auch als Herrenhaus oder Fremdenbau bezeichnet, welches einst den Gästen bzw. dem Prior als männlichem Betreuer des Frauenklosters außerhalb der Konventsmauern zur Verfügung stand. Die Tür wurde aus anderem, zerstörten Zusammenhang hierher versetzt.

Das Wappen ist das der Familie von Schleifras. Es ist gespalten, vorne in Gold eine rote, aufrecht gestellte Axt, Schneide nach hinten, hinten in Rot ein schwarzer, höhenverstellbarer Kesselhaken mit Zahnschiene. Auf gekröntem Helm ein roter Flug mit goldenen Saxen. Helmdecken rot-golden. Konkret handelt es sich hier um das Wappen der Frau Meisterin Catharina von Schleifras.

Literatur und Quellen:
Dieter Großmann, Ehem. Prämonstratenserinnenstift St. Maria und Michael Altenberg a. d. Lahn, Verlag Schnell & Steiner GmbH Regensburg, 2. Auflage 2007, ISBN 978-3-7954-5189-9
http://denkxweb.denkmalpflege-hessen.de/cgi-bin/mapwalk.pl?obj=45101&session=913&event=Query.Details

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