Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 1278
Ingelfingen (Hohenlohekreis)

Friedhofskapelle Ingelfingen

An der Außenwand der Ingelfinger Friedhofskapelle ist dieser wundervoll plastisch gearbeitete und hervorragend erhaltene spätbarocke Gedenkstein für Ferdinand Friedrich Schuppart angebracht. Zwei Engel halten im oberen Teil das Ehewappen des Verstorbenen.

Die Inschrift lautet: "Diesen Raum hat noch im Leben seiner Sterblichkeit eingedenck sich ausgesehn der Fveye Hoch Edel-vest u. Hoch(acht)bar Herr Ferdinand Friderich Schuppart, erstlich Statt-Schreiber, dan(n) auch viel Jähriger hochgräflicher Ampts-Keller allhier geb. d. 11. Febr. 1687 u. ..Tit.. (?) He(rr) Johann Friedrich Schuppart, Letztmahliger Vf. (?) zu Schmidelfelt u. Sultzbach die Mutter Tit. Fr. Maria Euphrosina geb. Hörnerin sein Todestag war d. 25. Marty 1738. Er war ein strenger Liebhaber der gerechtigkeit, Ein Feind der Eitelkeit, Ernsthafft in seinem thun u. Endlich wie ich u. du ein Mensch nicht ohne Fehler. Sein dieses Legat von 3000 gulden zeiget daß vor arme Wittwen u. waisen Er nach seinem Tod noch als ein Vatter gesorget. Leser bitte Daß Jesus der Sohn dabied dir u. mir in unser letzten stund gnädig seye".  

Das Wappen Schuppart zeigt eine Zirbelnuß, begleitet von drei (2:1) achtstrahligen Sternen. Auf dem Helm als Kleinod die Zirbelnuß. Ohne Literaturbeleg, Hinweise willkommen.

Seine Ehefrau war Eva Maria Barbara Wibel aus einer in Schwäbisch Hall und im Hohenlohischen ansässigen Familie. Nach seinem Tod wurde sie am 26.08.1738 die dritte Ehefrau von Philipp Jacob Breyer (30.09.1668 - 16.12.1745), Hofprediger, Konsistorialrat und Stadtpfarrer zu Ingelfingen. Das Wappen der Familie Wibel zeigt nach Siebmacher in von Rot und Silber gespaltenem Schild eine aufsteigende Spitze, der Schild belegt mit drei (2:1) Ringen, alles in verwechselten Farben. Helmzier eine Greifenklaue, belegt mit einem schräggestellten, wie der Schild bez. Schildchen. Helmdecken rot-silbern. Vgl. Siebmacher Bg3, Seite 34, Tafel 39 (Wibel) und Bg1, Seite 32, Tafel 40 (Wiebel), ebenso bei Alberti.

Literatur, Links und Quellen:
Siebmachers Wappenbücher.
Personendaten:
https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs...mSuche=&standort= - Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein GA 90 Nr 1209
J. Siebmachers Grosses Wappenbuch Band E. Württembergisches Adels- und Wappenbuch. Im Auftrage des Württembergischen Altertumsvereins begonnen von Otto v. Alberti, Bauer & Raspe 1975 (Reprint), 1112 Texts. mit 4132 Wappen + 122 S. Figurenverzeichnis.

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