Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 1597
Altenburg (Thüringen, Landkreis Altenburger Land)

Das ehemalige Kanzleigebäude in Altenburg

In der Burgstraße 17 befindet sich ein älteres Haus von ca. 1470/1471, das einst als Amtshaus für die Kurfürstenwitwe Margarethe von Österreich (1416/1417 - 12.2.1486) diente, die für den Bau der Kanzlei zwei Bürgerhäuser erworben hatte. Sie war die Witwe von Friedrich II. Kurfürst v. Sachsen (22.8.1412 - 7.9.1464). 1594 ff. wurde der gesamte Komplex neugestaltet, dabei wurden die Vorgängerbauten in den Neubau aus der Renaissancezeit integriert. Nachbarhäuser wurden aufgekauft, um 1604 einheitlich gestaltete Erweiterungen anbauen zu können; und der Haupteingang (Portal von Wulf Rieth) wurde zum Brühl hin verlegt. Von 1715 datieren weitere Baumaßnahmen. Im Laufe der Zeit wurde der ehemalige Kanzleikomplex höchst unterschiedlich genutzt, als Landesjustizkolleg, als Stadtgericht, als Landratsamt, als Finanz- bzw. Rentamt, als Schule, als Arbeitsamt, als Arbeitsgericht und als Wohnheim.

Von heraldischem Interesse ist ein älteres Doppelwappen zur Burgstraße hin, zwischen Erdgeschoß und erstem Obergeschoß angebracht, datiert auf 1512, ein offensichtlich umgearbeiteter älterer Stein, denn unten ist noch die Zahl 1470 zu erkennen, auf den ersten Bau unter Margarethe verweisend. Zwei Schilde sind einander zugeneigt, rechts in von Schwarz und Silber geteiltem Schild zwei schräggekreuzte rote Schwerter (Kurschwerter, Zeichen des Erzmarschallamtes), links von Schwarz und Gold neunmal geteilt, darüber ein grüner, hier schräglinker Rautenkranz für das Herzogtum Sachsen.

Literatur, Links und Quellen
Kanzleigebäude: http://www.denkmalstadt-altenburg.de/Burgstra%C3%9Fe17.html
Hinweistafel am Gebäude

Sächsische Wappen (1), Ernestinische Linie - Sächsische Wappen (2), Albertinische Linie

Amtsgericht - Residenzschloß

Ortsregister - Namensregister
Zurück zur Übersicht Heraldik

Home

© Copyright / Urheberrecht Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2011
Impressum
Bestandteil von
www.dr-bernhard-peter.de und www.heraldik-leitfaden.de