Bernhard Peter
Die Wappen der Herren, Freiherren und Grafen von Walderdorff

Die von Walderdorff - eine kurze Geschichte der Familie aus dem Westerwald
Die von Walderdorff sind eines der bedeutendsten Geschlechter des Westerwaldes. Sie begannen als Ministerialen der Landesherren und sammelten Besitz vorzugsweise durch lukrative Eheschließungen und Zukäufe. Im Dienste der weltlichen und geistlichen Fürsten dienten sich die Familienmitglieder als Ritter und Amtmänner hoch und sammelten kontinuierlich Besitzungen wie Mosaiksteinchen. Geschickt positionierten sie Mitglieder in den großen Stiften wie Trier, Speyer, Worms, Fulda etc. und stellten mehrere Fürstbischöfe. Die geistlichen Pfründen sicherten den Mitgliedern Einkommen und Einfluß. Ein hoher Anteil an erfolgreichen Klerikern bezeugt die enge Verflechtung der Familie mit den geistlichen Fürstentümern und Institutionen der Region. Das Stellen wichtiger Fürstbischöfe brachte der Familie den politischen Durchbruch, andererseits war der hohe Klerikeranteil bisweilen fortbestandskritisch, so daß es sogar einmal nur durch Resignation weiterging. Aus der Ministerialität stiegen die von Walderdorff im 16. Jh. in die Reichsritterschaft auf, wurden 1660 Freiherren und 1767 Grafen. Der Aufstieg vom 16. bis zum 18. Jh. war begleitet von einer steten Besitzmehrung und zunehmend hochkarätigen Eheschließungen, und hervorragende Ausbildung und Erziehung der Nachkommenschaft sicherte mehreren Generationen einflußreiche weltliche und kirchliche Ämter bis hin zum Reichsvizekanzler. Sie besaßen seit 1660 das erbliche Große Palatinat und bis 1806 das Hoch- und Halsgericht für die Herrschaft Molsberg. Ein jäher Einschnitt waren die Säkularisation und das Ende des Alten Reiches, die eine so eng mit der bisherigen geistlichen und weltlichen Ordnung verflochtene Familie hart treffen mußte. Die Besitzungen wurden 1824 in ein Fideikommiß umgewandelt, und die von Walderdorff fanden sich in der Rolle landsässiger Adelsherren wieder. Durch die Mediatisierung waren sie an die Herzöge von Nassau gebunden, und hier fand ein Mitglied seine Rolle als nassauischer Staatsminister. Das 19. Jh. brachte ein Aufgliedern der Familie mit sich, neue Linien zu Hauzenstein und Klafterbrunn entstanden, und der Lebensschwerpunkt verlagerte sich allein rein zahlenmäßig nach Österreich. Der Fideikommiß mit dem Sitz Molsberg besteht jedoch fort und ist nach wie vor in Familienhand.

Das Stammwappen der Herren und Freiherren von Walderdorff
Das Stammwappen der Herren und Freiherren von Walderdorff zeigt in Schwarz einen golden gekrönten, golden oder rot bewehrten, rot-silbern geteilten, doppelschwänzigen Löwen. Meistens wird die Teilung so realisiert, daß ein silberner Löwe mit roter Mähne und rotem Kopf gewählt wird, manchmal auch mit roten Schwanzquasten. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken wird als Kleinod ein schwarzer Flug geführt, beiderseits belegt mit einem golden gekrönten und ebenso bewehrten, rot-silbern geteilten Löwen. Das Wappen wird beschrieben im Gruber, bei Zobel auf Tafel 357 und im Siebmacher Band: He Seite: 29 Tafel: 33, Band: Bay Seite: 24b Tafel: 19 und Band: Na Seite: 4 Tafel: 4. Aus dem 14. und 15. Jh. sind einige Wappensiegel erhalten, so zwei des Ritters Wilderich II. von Walderdorff aus dem Jahr 1375, eines des Edelknechtes Gottfried von Walderdorff aus dem Jahre 1384, das des Dietrich von Walderdorff aus dem Jahre 1427 und die Siegel von Johann und Wilderich von Walderdorff aus dem Jahre 1495. In diesen frühen Wiedergaben variieren die Löwendarstellungen etwas, vor allem hat sich noch nicht die später meist (aber nicht immer) eingehaltene Doppelschwänzigkeit durchgesetzt.

Abb.: Limburg, Walderdorffer Hof, Wappenschild am Erker zur Fahrgasse

Bei der Erhebung in den Freiherrenstand im Jahre 1660 wurde der Familie ausdrücklich die Freiherrenkrone als Rangkrone zugestanden. Das Wappen selbst blieb gleich. Auf dem kaiserlichen Freiherrendiplom wird das Wappen in vielen verschiedenen Varianten abgebildet, einmal als Schild mit Laubkrone darüber, einmal mit der Rangkrone mit der ungewöhnlichen Anzahl von zehn Zinken, weiterhin zweimal als Vollwappen mit Kleinod, davon einmal in üblicher Darstellung und einmal zusätzlich mit Rangkrone zwischen Schild und Helm, weiterhin in einer fünften Darstellung an einem Reiter zu Pferde mit Schild, Helmzier, Wappenbanner und zwei weiteren Schilddarstellungen auf der Pferdedecke.

 

Weitere Beispiele für das Walderdorff-Wappen: Obige Abb. zeigt das nachträglich eingefügte Wappen über dem Eingang zu Schloß Neuroth mit Ausschnittsvergrößerung. Das einfache Stammwappen findet man ferner mehrfach am Walderdorffer Hof in Limburg (alle fünf Abb. unten) und in der Limburger Stadtpfarrkirche, z. B. am Epitaph für Wilhelm von Walderdorff (25.7.1542-19.2.1612), am Epitaph für Philipp von Walderdorff (1507-1556) etc. Ein Ehewappen befindet sich in der Limburger Stadtpfarrkirche am Epitaph für Johann Peter von Walderdorff (24.11.1575-13.9.1635), Herr zu Molsberg und Isenburg, kurtrierischer Rat, Oberamtmann zu Montabaur, und dessen Frau, Maria Magdalena von Greiffenclau-Vollraths (22.4.1595-27.2.1678). Beide Schildinhalte sind in einem gespaltenen Schild zusammengeschoben und unter der Walderdorff-Helmzier vereinigt (ohne Abb.). Der beiden Letztgenannten Schilde separat sind an der Nischen-Basis einer Muttergottes-Statue vom Walderdorffer Hof in Mainz zu sehen (ohne Abb.), einem der wenigen Überbleibsel des Hofes. Ein weiteres Wappen ist über dem Eingang zur Dorfkapelle in Molsberg angebracht (ohne Abb.).

       

Das vermehrte Wappen der Freiherren und Grafen von Walderdorff
Das vermehrte Wappen ist geviert, Feld 1 und 4: in Schwarz ein rot-silbern geteilter, doppelschwänziger Löwe, golden gekrönt, von Walderdorff, Feld 2 und 3: in Silber zwei rote Balken, Niederisenburg. Dazu werden zwei Helme geführt, Helm 1 (rechts): auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken ein schwarzer Flug, beiderseits belegt mit einem golden gekrönten und ebenso bewehrten, rot-silbern geteilten Löwen, Helm 2 (links): auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken ein silberner Flug, beiderseits belegt mit zwei roten Balken, Niederisenburg.

Abb. links: Fulda, Stadtschloß, aus der Ahnenprobe des Fürstbischofs am Rahmen seines Portraitbildes. Abb. rechts: Am Schloß Bruchsal.

Dieses Niederisenburg ist das Ergebnis einer mehrfachen Teilung des Isenburger Besitzes: Genau genommen war es ein Besitz der Linie Isenburg-Grenzau, die 1502-1664 bestand und ihrerseits ein Teilungsprodukt der Linie Niederisenburg-Grenzau war. Das andere Kuchenstück der Teilung von 1502 war Isenburg-Neumagen. Nach dem Tod des letzten Isenburgers dieser Linie Isenburg-Grenzau, Graf Ernst, Gouverneur der Provinzen Artois und Namur, Generalfeldzeugmeister und Oberschatzmeister des Königs Philipp IV. von Spanien, im Jahre 1664, und dem Erlöschen des gerlachschen Stammes fielen die Lehen heim. Einige waren kurkölnische Lehen, andere kurtrierische, und Trier behielt diese Gebiete, darunter Grenzau und Herschbach. Es ging nur noch um die alte Ganerbenburg Isenburg selbst und das Tal, in dem sie lag, um Großmaischeid und Meud. Die Isenburg selbst war auf einer Grundherrschaft der Abtei Fulda errichtet worden. Diese Lehen sind wieder zurück an Fulda gefallen und standen zur Neuvergabe an. Zwei Parteien erhoben Anspruch auf diese Lehen von Isenburg-Grenzau: die Grafen zu Wied und die Freiherren von Walderdorff. Die Grafen zu Wied leiteten ihren Anspruch aus einer sehr alten Verbindung ab: Die Grafen zu Wied des dritten Grafenhauses sind bzgl. Mannesstamm aus dem Haus der Dynasten von Runkel, aber sie haben das zweite Grafenhaus zu Wied, das eigentlich genealogisch Isenburg war, über die Nichte des letzten Grafen, Wilhelm III. v. Isenburg-Braunsberg Graf von Wied (-22.10.1462), beerbt. Die Freiherren von Walderdorff wiederum leiteten ihre Ansprüche davon ab, daß sie sich schon vor dem Ableben des letzten Grafen eine Anwartschaft auf die Lehen hatten erteilen lassen. Der Abt von Fulda erteilte am 29.3.1664 den Freiherren von Walderdorff eine entsprechende Anwartschaft (Expektanz) auf die isenburgischen Lehen. Doch der Streit war vorprogrammiert, und es kam im November 1665 zu einem Vergleich. Der Vereinbarung entsprechend wurden 1666 beide Parteien, sowohl Grafen Ludwig Friedrich zu Wied als auch die Brüder und Freiherren Wilderich (1617-1680), Johann Philipp, Georg Friedrich und Emmerich Friedrich von Walderdorff vom Fuldaer Fürstabt mit Burg und Herrschaft Isenburg belehnt, welche fortan von einer Gemeinherrschaft verwaltet wurden. Um es noch komplizierter zu machen, gab es noch zwei weitere Parteien, die Ansprüche erhoben: Es gab noch einen Widerspruch des Prinzen von Chimay, der testamentarischer Allodial-Erbe des letzten Grafen zu Niederisenburg war, und dieser war der Ansicht, Großmaischeid sei ein isenburgisches Eigengut, und deswegen klagte er am Reichskammergericht. Auch die Grafen von Isenburg-Büdingen sahen sich als nächste Agnaten berechtigt, Ansprüche auf die ehemals niederisenburgischen Lehen zu erheben, was letztlich an den bereits geschaffenen Tatsachen und den einsetzenden kriegerischen Unruhen scheiterte. Deshalb wurde auch aus ihrer Prätention außer Beschwerden nichts.

Abb.: Trier, vermehrtes Wappen an Schloß Monaise.

Die Freiherren von Walderdorff hatten mit dieser Reichsherrschaft zwar nur ein kleines Gebiet bekommen, aber weil das so wichtig war, erweiterten sie ihr Wappen um dieses Element und nannten sich fortan Freiherren von Walderdorff, Herren von Molsberg und Isenburg. Es war aber ein Lehen; ein reichsunmittelbares Eigenterritorium bekamen sie nie. Als die Freiherren von Walderdorff später am 20.1.1767 in den Grafenstand erhoben wurden, gab es keine weitere Wappenvermehrung, nur die Rangkrone wurde angepaßt, anstelle der siebenperligen Krone wurde nun eine neunperlige geführt. Im Grafendiplom wird der vermehrte Schild mit Rangkrone und zwei Schildhaltern (Löwen wie im Schild) dargestellt, aber ohne Kleinode. Die Aufnahme von Niederisenburg korreliert zeitlich also mit der Belehnung, nicht mit der Standeserhöhung. Die gemeinsame Ausübung der Herrschaft Isenburg blieb bis 1825 bestehen, und beide Parteien nahmen die Niederisenburger Balken in ihr Wappen auf, desgleichen führten sie beide das Niederisenburger Kleinod in ihren vermehrten Wappen. Eine kleine Änderung gab es 1806, als die ehemals reichsunmittelbare Herrschaft durch die Mediatisierung an das Herzogtum Nassau kam. 1825 schließlich verkaufte das Haus Walderdorff seinen Anteil an den Fürsten zu Wied, der jetzt alleiniger Lehnsinhaber von Isenburg war. Die Balken blieben jedoch im Wappen als Erinnerung, obwohl man nicht mehr Herr von Isenburg war.

Abb.: Molsberg, vermehrtes Walderdorff-Wappen mit zwei widersehenden Löwen als Schildhaltern gegenüber dem Schloßzugang, jenseits der Straße, auf einer kleinen, mit Stufen zu erreichenden Anhöhe auf einer Wiese abgestellt.

Die Genealogie der von Walderdorff: Auszug der Stammfolge und Linien
In dieser genealogischen Übersicht werden die weltlichen Familienmitglieder mit ihren Lebensläufen sowie die Struktur der Familienzweige hervorgehoben. Die geistlichen Familienmitglieder, hier nur kurz als Kleriker ausgewiesen, werden in einem späteren Kapitel gesondert vorgestellt. Die frühen Generationen sind hier nach neueren Publikationen gelistet, bei Biedermann und Humbracht abweichend.

Die Schlösser und Herrensitze der von Walderdorff
Durch geschickte Heiraten und sozialen Aufstieg einzelner Mitglieder als Ministerialen der umliegenden Landesherren, später durch Besetzung wichtiger geistlicher Positionen, schafften es die Herren, Freiherren und Grafen von Walderdorff, aus kleinsten Anfängen zu Größe zu gelangen, Territorien zu erlangen und abzurunden, Herrensitze zu erwerben und zu bauen, sowohl Familiensitze als auch Dienstsitze der geistlichen Familienmitglieder. Alles begann mit einem Burglehen zu Montabaur, das Gottfried von Walderdorff 1325 von Kurtrier erhielt. Er heiratete Paze von Villmar, und die Söhne bekamen durch das mütterliche Erbe erheblichen Grundbesitz im Lahntal, im Westerwald, bei Camberg, bei Wiesbaden und bei Limburg, denn die Eltern von Paze, Wilderich von Villmar und seine Frau, entstammten beide vermögenden Familien. Diese Heirat legte also den wirtschaftlichen Grundstein für den Aufstieg der Familie. Wilderich I. von Walderdorff kaufte 1374 einen Hof der Specht von Bubenheim in Diez, ein Burglehen der Grafschaft Diez. Familiensitz war nun Diez. Sein Enkel Wilderich III. von Walderdorff (-1480) kaufte 1438 einen angrenzenden Burgsitz der Rose von Altweilnau hinzu. Auch die Ehe Wilderichs I. mit Irmgard Fleisch von Cleenberg brachte Lehensgüter ein. Wilderich II. erheiratete einen Hof in Niederhadamar. Wilderich III. bekam über seine Frau aus der sehr wohlhabenden Familie der Hilchen von Lorch Güter und Weinberge am Rhein, dazu das alte Hilchenhaus in Lorch (nicht zu verwechseln mit dem von Johann III. Hilchen von Lorch errichteten Renaissancegebäude). Und in der nächsten Generation kam Besitz im Taunus von den Brendel von Homburg als Mitgift hinzu. So kam eines zum anderen, Gut zu Gut, und so wuchs der umfangreiche Besitz durch das Sammeln vieler kleinerer Mosaiksteinchen durch Heirat oder Kauf. Altweilnau wurde seit 1527 neben Diez zum zweiten Familiensitz.

Abb.: Limburg, Walderdorffer Hof

Den bedeutendsten Zuwachs gab es aber in Limburg: Der sog. Walderdorffer Hof kam um 1540 in Besitz der namengebenden Familie. Das 1435 erstmals erwähnte Anwesen gehörte vorher Otto Eschenauer, dann Ruppels von Heringen, dann den Niederadeligen von Diez. Diese Erbmarschälle der Grafschaft Diez waren auch Burgmänner und Propsteijunker in Limburg. Eva von Diez, deren Großvater trierischer Amtmann zu Limburg, Molsberg und Niederbrechen war, heiratete schließlich im Jahre 1530 Philipp von Walderdorff (1507-1556), und aufgrund dieser Heirat ging der Besitz des Limburger Häuserkomplexes als Evas Erbgut an die von Walderdorff über. Diese Immobilie wurde nun Hauptwohnsitz des Ehepaares, welches 13 Kinder hatte. Das aus dem Mittelalter stammende Anwesen, das insgesamt fünf Generationen der Familie bewohnten, wurde unter den drei Brüdern Wilderich von Walderdorff, Emmerich von Walderdorff und Johann Philipp von Walderdorff erheblich erweitert und zum jetzigen herrschaftlichen Walderdorffer Hof ausgebaut, unter Zukauf von Nachbargrundstücken und unter Einbeziehung älterer Bausubstanz entstand 1665-1668 der bedeutendste, größte und wohl auch teuerste Adelssitz der Limburger Altstadt. Durch die Verbindungen nach Mainz schafften es die Bauherren, bedeutende italienische Künstler die Arbeiten ausführen zu lassen: Antonio Rigi machte die Planung, er war Festungsbaumeister von Kurmainz. Bartolomeo Banizo hatte die Bauaufsicht, und ansonsten ist der Steinmetz Giovano Angelo Barella bei der Ausführung des Baues dabei. Aus Limburg stammte hingegen der ebenfalls beteiligte Maurermeister Johann Maus. Stilistisch ist die um einen Innenhof mit offenen Arkaden gruppierte Anlage an der Wende vom Manierismus zum frühen Barock anzusiedeln. Im Norden schließt noch ein Wirtschaftshof an.

 

Abb. links: Limburg, Walderdorffer Hof, Blick in den schmalen nördlichen Wirtschaftshof mit Durchfahrt zum rückwärtigen Gelände. Abb. rechts: Blick in den arkadengesäumten, großen Hof vor dem Hauptgebäude.

Diese Eva von Diez brachte nicht nur den Limburger Häuserkomplex mit in die Ehe, sondern auch schon Grundbesitz in Molsberg. Die Burg in Molsberg wurde später zum Hauptsitz der Familie. Hier stand eine hochmittelalterliche Burg auf dem Bergsporn, die Stammburg der Edelherren von Molsberg. Im Mittelalter verlief hier eine Straße zwischen Köln und Frankfurt, und genau wie Hartenfels und Weltersburg schützte auch die etwa zeitgleich entstandene Burg Molsberg diese Fernhandelsstraße. Diese Burg und ihre Besitzer werden 1116 urkundlich genannt, und der Erwähnte ist ein Anselmus von Molsberg. Die Herren von Molsberg hatten im nordöstlichen Westerwald und im südlichen Siegerland ausgedehnten Besitz, Allodien und Lehen. Der erste Schritt von vielen zum späteren Übergang von Molsberg an die von Walderdorff war, daß Dieter von Molsberg (1230-1276) seine Stammburg im Jahre 1273 dem Trierer Fürstbischof zu Lehen auftrug. Die Gelegenheit zum nächsten Schritt beim Griff der Fürstbischöfe nach der Burg bot sich anläßlich eines Familienstreites, in dessen Verlauf die eine Partei, vertreten durch Giso II. von Molsberg, den Trierer Fürstbischof Kuno von Falkenstein um Hilfe bat, um Georg von Molsberg zur Herausgabe der Burg zu zwingen. Der Fürstbischof wurde Pfandherr der Burg, und schließlich verkaufte Giso II. von Molsberg seine Burg und seine Ländereien, so daß 1390 Kurtrier zur Gänze Eigentümer war und in der Folgezeit einen Burggrafen zur Verwaltung und Burgmannen zur Verteidigung einsetzte. Das Geschlecht der Herren von Molsberg erlosch in dieser Zeit. Vom neuen Eigentümer wurde die Burg um Burgmannenhäuser und mehrere Vorburgen erweitert. Die Burg wurde von den Fürstbischöfen immer wieder verpfändet, so 1557 an die von Reiffenberg, danach an die von Eltz. Am 27.3.1657 wurde die Burg wieder ein Lehen, denn der Fürstbischof Karl Kaspar von der Leyen übergab den mittlerweile durch Kriegseinwirkungen arg heruntergekommenen Molsberger Besitz den Brüdern Wilderich, Philipp, Emmerich, Friedrich und Georg Friedrich von Walderdorff als Mannlehen mit dem Ziel, daß diese dafür zum einen die Pfandschulden bei den von Eltz abbezahlen und zum anderen den Wiederaufbau des nach Verlust der Dächer gänzlich verfallenen Gemäuers einleiten. So wurde Molsberg zum Zentrum des ausgedehnten Walderdorffschen Besitzes im Westerwald, der später durch passende Zukäufe arrondiert wurde. Nach der Übernahme wurde die Burg 1670-1720 stückweise wiederaufgebaut, erst 1677-1679 die beiden Vorburgen, dann 1690-1720 die Kernburg, und dabei barockisiert, aber noch entstand nicht der radikale Neubau. Erst als mit Johann Philipp von Walderdorff ein 1701 auf Molsberg geborenes Familienmitglied seit 1756 auf dem Trierer Bischofsstuhl saß, waren einerseits ein hinreichendes Repräsentationsbedürfnis, andererseits auch der Einfluß und die Mittel gegeben, um den kompletten Neubau in Angriff zu nehmen: Die Burg wurde samt ihren späteren Veränderungen und Zubauten in den Jahren 1758-1759 abgebrochen, und 1760-1768 entstand das Barockschloß, oder vielmehr der linke Teil desselben als Fragment aus linkem Hauptflügel und linkem Seitenflügel, bis der Tod des Fürstbischofs den Geldfluß und damit auch die Bauarbeiten stoppte. Für die Verzögerungen, die letztlich nicht zur Fertigstellung führten, waren der hohe logistische Aufwand und vor allem auch Pfusch am Bau verantwortlich. Der Architekt war erst ab 1760 Johann Dillmann aus Mainz, der mit der Verwendung schlechter Materialien, falschen Abrechnungen und eklatanten Mängeln in der Bauausführung mehr schlecht als recht, dafür aber langwierig herumpfuschte, bis er endlich gefeuert und auf Schadensersatz verklagt wurde, und nach 1765 der kurtrierische Hofarchitekt Johannes Seiz, unter dem das Schloß nach Abtragung des unterdessen faulig gewordenen Daches dann zügig weitergebaut wurde und unter dem die Schloßkapelle entstand. Später lebte der Gedanke einer Fertigstellung wieder auf, aber es kam nie zu mehr als Skizzen, das Geld fehlte, und schließlich wandelten sich die Gesellschaft und ihre Bedürfnisse.

Abb.: barockes Schloß Molsberg

Das barocke Schloß Molsberg auf einer Terrasse an dem nach Norden abfallenden Eichberg ist auch heute noch privat bewohnter Familienbesitz der Grafen von Walderdorff. Am Ende einer dreireihigen Lindenallee trennt ein schmiedeeisernes Gitter den eigentlichen Schloßbereich von den Bereichen der Zufahrt und Verwaltungsgebäude ab. Ganz untypisch für barocke Konzepte läuft jedoch die zentrale Achse ins Leere, und das aus zwei L-förmig aneinanderstoßenden Flügeln gebildete Herrenhaus liegt linkerhand, während rechts ein paar Felsen aus der Schloßterrasse herausragen. Das zeigt, daß diese Anlage einst viel größer geplant war und nie vollendet wurde: Wir sehen nur den linken Teil einer gewaltigen Anlage, deren Mittelrisalit in der zentralen Achse gelegen hätte, an den sich rechterhand noch einmal der gleiche Baukörper wie heute zu sehen, aber spiegelverkehrt angeschlossen hätte. Der Tod des Bauherrn hatte die Fertigstellung verhindert, und so schließt der Nordflügel an seiner Ostseite ab, wo es eigentlich rechts hätte weitergehen sollen. Das Schloß selbst kann nicht besichtigt werden, aber der angrenzende, im späten 18. Jh. unter der Leitung von W. J. Castello angelegte Landschaftspark im englischen Stil am Hang des Schloßberges mit gewaltigen Bäumen, darunter einige botanische Seltenheiten und Kostbarkeiten, und mit Schloßweiher an der tiefsten Stelle des Geländes steht zur Besichtigung offen.

Trier, das frühklassizistische Schloß Monaise

Ein weiteres privates Schloß der Grafen von Walderdorff war Schloß Monaise, etwas außerhalb von Trier am nördlichen Moselufer gelegen, in einer Gemarkung zwischen Industriegebiet und dem Stadtteil Trier-Zewen, gegenüber dem östlichen Ortsende der gegenüber liegenden Stadt Konz. Das Schloß steht mit seiner Schmalseite zur Mosel. Eine Mauer rahmt eine viereckige, nach Nordosten ausgebauchte Fläche ein mit vier kleinen Pavillons an den vier Ecken, die jeweils eine Zufahrt flankieren. Ein fünfter Durchbruch durch die Mauer ist die große, von Sphingen flankierte Freitreppe, die in den Park nach Nordosten hinunterführt. Der Bauherr dieses Schlosses war der Kleriker Philipp Franz Wilderich Nepomuk Graf von Walderdorff (2.3.1739-21.4.1810). In Trier saß bis 1768 sein Verwandter Johann Philipp Reichsgraf von Walderdorff auf dem Bischofsstuhl. Nach seinem Studium in Salzburg 1759-1761 und Reisen durch Europa 1762-1763 nahm er verschiedene Stellen als Propst von Trierer Stiften an. Gleichzeitig streckte er erste Fühler nach Speyer aus und wurde im selben Jahr dort Domkapitular. Doch seine weitere Laufbahn vollzog sich erst noch in Trier, 1774 wurde er Domkapitular, zwei Jahre später Domdechant und kurfürstlicher Statthalter, 1777 Geheimer Rat im Kurfürstentum. In dieser Situation gab er 1779 den Bau seines Sommersitzes am Moselufer weit vor den Toren der Hauptstadt des Kurstaates in Auftrag. Die Pläne für des Domdechanten Sommersitz stammen von dem französischen Architekten François Ignace Mangin. Die Bauzeit ist 1779-1783, und es war der erste große Bauauftrag für den Architekten. Es gab einen Vorgängerbau, der zum Hofgut Niederkerig gehörte, einst Besitz des Klosters Echternach. Die alten doppelstöckigen Keller mit ungeheuer dickem Mauerwerk bilden die Fundamente des Schlosses. Das hat auch zur Folge, daß das Schloß seltsam hoch steht, was eine Aufschüttung nur zum Teil kaschieren kann. Der Baukörper hat insgesamt vier Geschosse, ein Erdgeschoß, zwei zusammengefaßte Obergeschosse und ein niedriges Geschoß, dessen kleine Fenster in das Abschlußgebälk eingelassen sind. Auf dem Abschlußgebälk läuft eine Balustrade um und verdeckt das Dach, von dem man nur den spitzkuppeligen Mittelteil wahrnimmt. Der Bau hat zu jeder langen Seite sieben Fensterachsen und an den kurzen Seiten je drei. Die mittleren drei Achsen sind auf jeder Längsseite hervorgehoben, nach Südwesten springen sie als Mittelrisalit ein klein wenig vor, und im Nordosten ist hier eine die beiden Obergeschosse verbindende Loggia mit vier kolossalen ionischen Säulen. Das ist letztendlich ein architektonischer Trick, um die beiden Obergeschosse wie eines erscheinen zu lassen. Das Erdgeschoß ist als Sockel getarnt, das vierte versteckt sich im Gebälk, so daß man auf Anhieb nicht vier nutzbare Etagen wahrnimmt. Das paßt zur Tradition einer Villa suburbana, einem Typus, der aus der Spätantike stammt und in den Renaissance-Villen Italiens zur Perfektion gebracht wurde. Der Bezug zur Kultur der Villeggiatura wird nicht zuletzt dadurch belegt, daß François Ignace Mangin selbst Monaise als "italienische Villa" bezeichnet hat. Unter der Loggia sind drei gleichgestaltete Eingänge, von Lagerfugenrustika umgeben. Ein weiterer architektonischer Trick ist, daß die Fenster der beiden Obergeschosse durch einen vertieften Rahmen eingefaßt werden und horizontale Gliederungselemente gleiche Abstände haben - tatsächlich sind die oberen Fenster schmäler und nur halb so hoch wie die des ersten Obergeschosses. Früher war die Raumnutzung wie folgt: Im Erdgeschoß lagen die Eingangshalle, ein Gartensaal und ein Gästeappartement. Das Treppenhaus liegt hinter den beiden rechten Fensterachsen im oberen Bild. Die Beletage enthält den Festsaal und Empfangszimmer, und die Loggia wird von hier aus betreten. Im in der obigen Abb. linken Teil lag das persönliche Appartement von Philipp Franz Wilderich Nepomuk Graf von Walderdorff mit Schlafzimmer und halbhohem Kabinett. Das dritte Geschoß enthielt Gästezimmer, und ganz oben unter dem Dach hatte die Dienerschaft ihren Platz. 1781 schaffte der Bauherr es bis zum Trierer Dompropst, doch einem weiteren Aufstieg standen zwei Dinge im Weg, zum einen die gute Gesundheit des Trierer Fürstbischofs Clemens Wenzeslaus von Sachsen, zum andern 1797 die heranziehenden französischen Revolutionstruppen. Günstig war hingegen die Entwicklung in Speyer, wo durch den Tod von Damian August Philipp Karl Graf von Limburg-Styrum eine Vakanz war, und so ließ er sich am 22.4.1797 zum Fürstbischof von Speyer wählen, was er bis auf eine kurze Unterbrechung durch Flucht vor den Franzosen bis 1803 blieb. Er residierte in Schloß Bruchsal, sogar über die Säkularisierung hinaus bis zu seinem Tod 1810. Persönlich war Philipp Franz Wilderich Nepomuk Graf von Walderdorff zwar ein Profiteur der üblichen Ämter- und Pfründenwirtschaft, doch er war ebenso ein Förderer der Aufklärung, Freimaurer und Illuminat. In Schloß Bruchsal hatte er aber so gut wie keine baulichen Veränderungen veranlaßt. Noch als der Bauherr in Trier lebte, lange bevor er nach Speyer ging, wurde das Schloß Monaise bereits 1791 an Eleonore von Blochhausen verkauft. Es folgten verschiedene Privateigentümer, dann wurde es im 2. Weltkrieg beschädigt und anschließend durch das französischen Militär genutzt, und zuletzt befand sich das Schloß in einem sehr heruntergekommenen Zustand, feucht, bröckelnder Putz, verbretterte kaputte Fenster, die Innendekoration oliv überstrichen. 1969 kaufte die Stadt Trier das Schloß, aber erstmal verlotterte es über zwei Jahrzehnte noch weiter, ehe 1993-1997 eine gründliche Renovierung für 3.8 Millionen Mark stattfand. An deren Zustandekommen war vor allem der Verein der Freunde des Schlosses Monaise beteiligt. Das Schloß wird heute vielfältig genutzt, Wohn- und Büroräume sowie ein Restaurantbetrieb füllen das historische Gemäuer mit Leben. Der angrenzende Gutshof ist heute ein Reiterhof, weiterhin befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Parks ein Campingplatz.

 

Abb.: Zwei Ansichten des Schlosses Neuroth

Ein weiteres Schloß der Grafen von Walderdorff ist Schloß Neuroth bei Bilkheim, ein Wasserschloß in einer Talsenke zwischen Bilkheim und Salz, das einzige Wasserschloß im Oberen Westerwald. Das Anwesen gehörte zuerst den Herren von Neuroth, die hier eine ältere Niederungsburg und ein jüngeres Hofgut hatten. Die 1222 erstmals erwähnten Herren von Neuroth waren Ministerialen und Burgmannen der Grafen von Sayn, später standen sie auch in trierischen und in landgräflich-hessischen Diensten. Dann kam das Hofgut 1584 auf dem Erbweg an Eberhard von Brambach. Im Jahr 1610 wird ein "Hof ufm Weier" genannt. Das heutige Schloß wurde 1664 von Georg Ludwig von Brambach anstelle des vorher bestehenden mittelalterlichen Burghauses erbaut. Danach fiel es nach langjähriger Erbauseinandersetzung an die drei Kinder von Philip Christoph von Brambach, das waren Johann Philipp, Anna Maria Charlotta und Maria Eleonora von Brambach. Der erstgenannte Sohn verkaufte das Gut samt Schloß im Jahr 1687 an Wilhelm Reinhard Reichsfreiherr von Walderdorff, Domherr in Trier und Würzburg. 1690 übertrug er die Nutznießung des Gutes an seinen Bruder Carl Lothar von Walderdorff (-1722), als ersterer 1708 verstarb, bekam letzterer Gut und Schloß endgültig. Des Letztgenannten Sohn mit Anna Katharina Elisabeth von Kesselstatt (1671-1.8.1733) war der Fürstbischof von Trier und Worms, Johann Philipp von Walderdorff (24.5.1701-12.1.1768). Für die Freiherren von Walderdorff, die erst 1657 Molsberg als kurtrierisches Mannlehen bekommen hatten, war Neuroth eine willkommene territoriale Ergänzung zum systematischen Ausbau ihrer Herrschaft im Westerwald durch abrundende Zukäufe. Im 19. Jh. erhielt das Schloß, das auch heute samt angrenzender Landwirtschaft in Familienbesitz ist (Familie Munsch bzw. Riegger-Munsch) und privat genutzt wird, seine heutige Erscheinungsform. Bis dahin bestand es aus zwei rechtwinklig zueinander stehenden, zweistöckigen Flügeln mit Mansarddach, und an der Stelle des Turmes war ein kleiner, quadratischer Hof. Der heute das Erscheinungsbild prägende, weithin sichtbare Turm von vier Stockwerken Höhe wurde erst durch den herzoglich-nassauischen Staatsminister Carl Wilderich Graf von Walderdorff (1799-1862) ergänzt, wodurch der Hof komplett bebaut wurde. Er war es auch, der die bislang in Fachwerk ausgeführten Wirtschaftsgebäude jenseits des Wassergrabens durch symmetrische Ökonomiebauten aus Stein ersetzte.

Weiterer Familienbesitz bestand in Mainz. In Mainz kaufte Wilderich Freiherr von Walderdorff 1654 den nach den Vorbesitzern benannten Stockheimer Hof in der Nähe der Karmelitenkirche und ließ ihn völlig umbauen. Mehrere Flügel umstanden einen teilweise mit Arkaden gesäumten Innenhof. Im Rokoko wurde der Bau erneut umgestaltet. Er blieb 163 Jahre lang, bis 1817, in der Familie, als Franz Philipp von Walderdorff ihn verkaufte. 1940 wurde der Walderdorffer Hof völlig zerstört, aber so etwa an das Original erinnernd wieder aufgebaut (ohne Abb.).

Abb.: Rokoko-Gartenfassade des Trierer kurfürstlichen Schlosses bei Nacht.

Nun kommen wir zu den Dienstsitzen der Fürstbischöfe aus der Familie von Walderdorff. Allen voran ist der Südflügel des kurfürstlichen Schlosses in Trier zu nennen, der unter Johann Philipp von Walderdorff als Fürstbischof von Trier entstand. Sein Vorgänger Franz Georg von Schönborn hatte zwar schon mit der barocken Umgestaltung angefangen, einige Räume innen modernisiert und eine neue Orangerie errichten lassen. Aber erst unter Johann Philipp von Walderdorff wurde ein großzügiger Umbau des alten Renaissance-Schlosses geplant. Erst sollten nur die Fassaden barockisiert und zweigeschossige Flügel angebaut werden. Dann entschied man sich, den gesamten Südflügel abzureißen und neu zu bauen. 1757-1761 wurde durch den Hofbaumeister Johannes Seiz ein geschlossener, dreigeschossiger, insgesamt 31achsiger Flügel mit fünfachsigem Mittelrisalit und zwei Eckrisaliten und mit Mansarddach in Angriff genommen. Das Projekt wurde nicht ganz fertig, nur die rechte Hälfte wurde bis zum Eckrisalit vollendet, die linke Hälfte bricht nach 4 Fensterachsen ab und stößt an die römische Konstantinsbasilika, die eigentlich dem Neubau hätte zum Opfer fallen sollen, deren Ostwand erst 1846/56 neu errichtet wurde.

Abb.: Schloß Engers, vom gegenüberliegenden Rheinufer in Kaltenengers gesehen.

Ebenfalls mit dem Trierer Fürstbischof Johann Philipp von Walderdorff verbunden ist Schloß Engers am Rhein. 1371 erwarben die Trierer Erzbischöfe die Stadt Engers. Bischof Kuno II von Falkenstein (reg. 1362-1388) ließ am Rheinufer eine Burg errichten, die nach ihm Kunostein hieß und später eine wichtige Rolle als Zollstation am Rhein spielte, als sein Nachfolger im Amte Werner von Falkenstein (Bruder seines Vorgängers Kuno, reg. 1388-1418) die Rhein-Zollstation von Stolzenfels hierher verlegte. Diese Burg war eigentlich im 18. Jh. noch relativ gut erhalten, nur war das düstere Gemäuer natürlich völlig unbrauchbar als Lustschloß, weshalb Johann Philipp von Walderdorff auch schnell die anfänglichen Pläne von 1757 fallen ließ, die Burg nur umzubauen: Zu substantiell wären die Umbauten gewesen, da war ein kompletter Neubau wesentlich sinnvoller, zumal der Bauplatz dann durch den 1758 erfolgten Abriß der Zollburg frei war für den großen architektonischen Wurf, der das Schloß dann auch wurde. Nur der sog. "Graue Turm" ist noch von der alten Zollstation erhalten, ein rechter Fremdkörper neben der sinnenfrohen spätbarocken Architektur. Die neue, breit angelegte Dreiflügelanlage hat zur Stadt hin einen großen, gitterumsäumten Vorhof, der die Häuser buchstäblich auf Abstand hält, zum Rhein hin steht es fast unmittelbar am Wasser, zum Uferweg eine Freitreppenanlage mit zwei mal drei Stufenzügen zur Rheinterrasse hin. Es war nie als permanent bewohntes Residenzschloß konzipiert, sondern als Jagdschloß und Lustschloß, als Maison de plaisance. Hier konnte der Trierer Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Walderdorff seinen Lieblingsbeschäftigungen nachgehen: Jagdausflüge in die umliegenden Wälder an den Hängen des Westerwaldes, vorzugsweise während der herbstlichen Jagdsaison im September, aber natürlich auch barocke Sinnesfreuden wie Tanz, Musik, Theater genießen, unbeschwerte gesellschaftliche Anlässe aller Art fern seiner Amtspflichten feiern, Ausfahrten auf dem Rhein etc. unternehmen. Den Rest des Jahres stand Schloß Engers aber leer. Denn er hatte ja noch weitere dienstliche Schlösser als Fürstbischof in Ehrenbreitstein, Koblenz und Prüm. Architektur und Lage machen Engers zum schönsten noch erhaltenen Barockschloß zwischen Brühl und Würzburg, an dem einige der größten Künstler der Barockzeit tätig waren: der Baumeister Johannes Seiz (1717-1779), der Maler Januarius Zick (1730-1797), der Bildhauer Ferdinand Tietz (1708-1777) und der Stukkateur Michael Eytel (1730-1797). Nur drei Jahre brauchten die Künstler im Auftrag des Trierer Erzbischofs zur Fertigstellung: 1759-1762. Die hochrangigen Künstler schufen ein Juwel des späten Barocks, das vom Bautypus her eine der letzten typisch barocken Ehrenhof-Anlagen ist.

Abb.: kurfürstliches Schloß Prüm, im Giebel die beiden Wappen der beiden Bauherren, Franz Georg von Schönborn und Johann Philipp von Walderdorff.

Auch in Prüm hat der Trierer Fürstbischof Johann Philipp von Walderdorff seine Spuren als Bauherr hinterlassen, denn die Trierer Kurfürsten waren Administratoren der Abtei. Als der letzte Fürstabt, Christoph von Manderscheid-Kayl, im Jahre 1576 verstarb, schaffte der Erzbischof von Trier, Jakob III. von Eltz (1567-1581), Tatsachen: Er erschien in Prüm und ließ sich als Nachfolger einführen - gegen den Widerstand der Mönche, aber mit Zustimmung von Papst und Kaiser. Im Grunde war diese „Inkorporierung“ ein Akt von oben gebilligter Besetzung. Somit war es 1576 aus mit der Selbständigkeit, und Prüm wurde ab da in Personalunion vom Trierer Kurfürsten regiert, der Administrator war und in Prüm einen Prior einsetzte, der ihn vertrat. Die Trierer Erzbischöfe und Kurfürsten bauten die Abtei prachtvoll aus. 1721 ließen sie die Klosterkirche von Johann Georg Judas (Hofbaumeister in Trier) neu errichten, nach dessen Tod 1726 wurde die Kirche von seinem Nachfolger Paul Kurz weitergebaut. Für den Neubau verantwortlich war Kurfürst Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg (1716-1729), es folgten unter seinen Nachfolgern Franz Georg von Schönborn (1729-1756) und Johann Philipp von Walderdorff (1756-1768) ab 1748 der Neubau der Abteigebäude durch berühmte Barock-Architekten, die auch in Trier wirkten: Andreas Seitz und Balthasar Neumann, später Johannes Seitz, der talentierteste Schüler des fränkischen Architekturgenies. Mit diesen kam auch der heiter-prunkliebende Geist des mainfränkischen Barocks nach Prüm. Grundsteinlegung für die neuen Abteigebäude mit angrenzendem kurfürstlichen Schloß war 1749. Johann Philipp von Walderdorff war bereits 1754 Administrator der Abtei Prüm geworden, also als er noch nicht Fürstbischof war, denn erst am 11.7.1754 wurde er Koadjutor des Trierer Fürstbischofs, und erst am 27.2.1756 wurde er Fürstbischof von Trier.

Die Genealogie der von Walderdorff: Übersicht der Geistlichen
In dieser genealogischen Übersicht werden die Geistlichen mit ihren Lebensläufen hervorgehoben. Die weltlichen Familienmitglieder werden nur insoweit aufgelistet, als sie für die Kohärenz der Abstammung notwendig sind.

Wappen von Kanonikern und Domherren aus dem Hause Walderdorff:
Die folgenden Beispiele für Wappen von Kleriker, Kanoniker und Domherren aus der Familie der von Walderdorff stammen aus dem Ritterstift St. Burkard in Würzburg und befinden sich auf den Schlußsteinen des Chorgewölbes. Ausführliche Daten zu ihrem Leben finden sich oben in die Genealogie eingepflegt.

 

Abb. links: Dieser 1664 angefertigte Schlußstein ist gemäß Inschriftenband für Johann Philipp Baron von Walderdorff (1620-4.3.1689), zu der Zeit Senior des Kapitels von St. Burkard. Johann Philipp von Walderdorff immatrikulierte sich 1639/40 an der Universität Würzburg. Seine Studien verliefen nicht so glatt wie erwartet, vor allem schluderte er mit seinem Biennium, so daß am 10.11.1640 seine Rückmeldung an der Uni erst einmal abgelehnt wurde. Schließlich leistete er 1642-1645 sein Biennium am Collegium Germanicum in Rom ab. Am 20.3.1645 wurde er Kapitular in St. Burkard, und am 22.3.1655 bekam er die Reitpfründe. Abb. rechts: Dieser Schlußstein ist Philipp Wilderich von Walderdorff (4.11.1647-31.7.1699) zugewiesen, Neffe des Vorgenannten, 1657-1690 Kapitularkanoniker in St. Burkard. Er wurde am 14.4.1657 Domizellar und studierte in Würzburg und Rom, dort am Collegium Germanicum. 1670 war er zurück in Würzburg, seine Rückkehr von seinen Romstudien hatte sich durch einen bösen Sturz vom Pferd verzögert. Danach studierte er noch in Reims und in Paris. In Würzburg zurück, wurde er am 28.3.1673 Kapitular in St. Burkard.

Wappen der Fürstbischöfe aus dem Hause Walderdorff: Trier, Worms, Fulda, Speyer und Wien
Wenn man zusammenrechnet, stellte die Familie insgesamt vier Fürstbischöfe, die zusammen auf fünf Bischofsstühlen saßen. Ausführliche Daten zu ihrem Leben finden sich oben in die Genealogie eingepflegt.

Wilderich VII. Friedrich von Walderdorff (14.1.1617-4.9.1680) führte als Fürstbischof von Wien (amtierte 1669-1680) ein geviertes Wappen (ohne Abb.), Feld 1 und 4: in Rot ein silberner mit einem Tatzenkreuz besetzter Balken (Bistum Wien), Feld 2 und 3: in Schwarz ein rot-silbern geteilter doppelschwänziger Löwe, golden gekrönt, Stammwappen der von Walderdorff.

Johann Philipp von Walderdorff (24.5.1701-12.1.1768), Großneffe des Vorgenannten, wurde 1754 Administrator der Abtei Prüm und bekam damit bereits den persönlichen Fürstenrang vor der eigentlichen Wahl als Fürstbischof. 27.2.1756-12.1.1768 war er Fürstbischof von Trier und 20.7.1763-1768 auch von Worms. In der Zeit von 1756 bis 1763 führte er ein Wappen mit zwei Ebenen, die untere ist der Hauptschild mit den Kirchenämtern, die obere ist der Herzschild mit dem Familienwappen. Beide sind aus je zwei Komponenten geviert, was das Wappen insgesamt sehr symmetrisch wirken läßt. Hauptschild: geviert: Feld 1 und Feld 4: in Silber ein rotes, durchgehendes Kreuz, Kurtrier, Feld 2 und Feld 3: in Rot auf grünem Boden ein silbernes, zurückschauendes, golden nimbiertes Lamm, das ein silbernes Fähnchen mit rotem Kreuz trägt, sog. Prümer Lamm der Fürstabtei Prüm, Herzschild: Wappen der Familie von Walderdorff, geviert: Feld 1 und Feld 4: in Schwarz ein rot-silbern geteilter doppelschwänziger Löwe, golden gekrönt, Stammwappen der von Walderdorff, Feld 2 und Feld 3: in Silber zwei rote Balken, Niederisenburg. Üblich ist die Abbildung mit Grafenkrone über dem Herzschild, Fürstenhut über dem Hauptschild und dahinter Kreuz, Schwert und Krummstab. Dieses Wappen ist z. B. zu finden am Schloß Engers am Rhein bei Neuwied, an der Nordfassade des kurfürstlichen Schlosses in Prüm und am kurfürstlichen Palais in Trier am Segmentbogengiebel des Mittelrisalits zum Innenhof.

Abb. links: Abtei Prüm, Nordfassade des kurfürstlichen Schlosses. Abb. rechts: am kurfürstlichen Palais in Trier am Segmentbogengiebel des Mittelrisalits zum Innenhof. Ein weiteres Wappen dieser Art ist zu finden am Schloß Engers am Rhein bei Neuwied, und noch eines in der Brunnenstube des Trierer Herrenbrünnchens an einer Tafel von 1759.

In der Zeit von 1763 bis 1768 ist ein anderes Wappen in Gebrauch, bei dem ein weiteres Feld aufgenommen wird und alle Dopplungen aufgegeben werden, woraus fünf Elemente resultieren: Hauptschild: geviert: Feld 1: in Silber ein rotes, durchgehendes Kreuz, Kurtrier, Feld 2: im schwarzen, mit 8 (2x 4) goldenen Schindeln belegten Feld ein schräg aufwärts gerichteter silberner Schlüssel, Fürstbistum Worms, Feld 3: in Rot auf grünem Boden ein silbernes, zurückschauendes, golden nimbiertes Lamm, das ein silbernes Fähnchen mit rotem Kreuz trägt, sog. Prümer Lamm der Fürstabtei Prüm, Feld 4: in Silber zwei rote Balken, Niederisenburg, mit einer goldenen Laubkrone gekrönter Herzschild: in Schwarz ein rot-silbern geteilter doppelschwänziger Löwe, golden gekrönt (über dem Herzschild eine goldene Laubkrone), Stammwappen der Familie von Walderdorff. Varianten sind möglich.

 

Bildbeispiel: Koblenz, Liebfrauenkirche, geschnitzt am hölzernen Portalbalken der Westseite, Schlüssel hier schräglinks, Lamm einwärts.

Philipp Wilhelm von Walderdorff (29.8.1697-17.9.1759), Bruder des Vorgenannten, bestieg 1757 als Adalbert II. den Bischofsstuhl von Fulda, weil er 1717 unter dem Ordensnamen Adalbert in den Benediktinerorden eingetreten war. Sein fürstbischöfliches Wappen hat einen gevierten Hauptschild, Feld 1 und 4: in Silber ein schwarzes durchgehendes Kreuz (Hochstift Fulda), Feld 2 und 3: in Silber zwei rote Balken (Niederisenburg), und einen gekrönten Herzschild: in Schwarz ein rot-silbern geteilter doppelschwänziger Löwe, golden gekrönt, Stammwappen der Familie von Walderdorff. Hinter dem Schild schräggekreuzt Krummstab und Schwert, in der Mitte über dem Schild der hermelinverbrämte, rote Fürstenhut, als Schildhalter zwei rot-silbern geteilte und doppelschwänzige Löwen, jeweils golden gekrönt und widersehend.

Bildbeispiel: vergoldeter Spiegelrahmenaufsatz im Stadtschloß Fulda

Bildbeispiel: Fulda, Stadtschloß, Fürstensaal, am Bilderrahmen mit seinem Portrait. Weitere Wappen befinden sich an der Hauptwache Fulda sowie im Lapidarium des Vonderau-Museums im ehemaligen Päpstlichen Seminar zu Fulda.

Philipp Franz Wilderich Nepomuk von Walderdorff (2.3.1739-21.4.1810), Neffe der beiden Vorgenannten, war vom 22.4.1797 bis zur Säkularisation 1802 der letzte Fürstbischof von Speyer und hatte ab 1802 weltliche Regentschaft im Fürstentum Bruchsal inne, das nach der Auflösung der geistlichen Stände Baden zugeordnet wurde. Sein Wappen ist wie folgt aufgebaut: Hauptschild: geviert: Feld 1 und 4: in Blau ein durchgehendes silbernes Kreuz, Hochstift Speyer, Feld 2 und 3: in Rot eine silberne Burg, durchsteckt von einem silbernen oder goldenen Krummstab (Abtsstab), überhöht von einer goldenen Krone, Propstei Weißenburg (Wissembourg/Elsaß), Herzschild: geviert: Feld 1 und Feld 4: in Schwarz ein rot-silbern geteilter, doppelschwänziger Löwe, golden gekrönt, Stammwappen der von Walderdorff, Feld 2 und Feld 3: in Silber zwei rote Balken, Niederisenburg. Dazu die üblichen Prunkstücke des Fürstbischofs.

Bildbeispiel: Hofapotheke Bruchsal, Abtsstab fehlt hier

Die Genealogie der von Walderdorff: Auszug der jüngeren Generationen
In dieser genealogischen Übersicht werden die jüngeren Generationen ab Carl Wilderich von Walderdorff angerissen. In der jüngeren Zeit verlagert sich der zahlenmäßige Schwerpunkt der Familie nach Österreich, und es etablieren sich neue Linien mit neuen Sitzen.

Wappen der von Walderdorff in Ahnenproben
Neben den Wappendarstellungen für einzelne Familienmitglieder fanden Walderdorff-Wappen durch die Heiratsverbindungen der Familie über die entsprechenden Ahnenproben Eingang in die in Stein gehauenen bildlichen Genealogien von Mitgliedern anderer Adelsfamilien an Gebäuden und auf Epitaphien.

 

Abb. links: Aus der Ahnenprobe für Franz Ludwig von Hutten, über dem Eingangsportal der Kirche in Lohr-Steinbach. Der Schild steht für Maria Magdalena von Walderdorff (12.2.1645-5.2.1707), vermählt am 4.10.1661 mit Philipp Carl Caspar von Bicken (-11.10.1686). Abb. rechts: Aus der Ahnenprobe für den am 17.11.1633 geborenen und am 16.9.1688 verstorbenen Johann Georg Specht von Bubenheim, Platte im Würzburger Domkreuzgang. Der Schild steht für dessen Großmutter mütterlicherseits, Anna Elisabeth von Walderdorff (1572-), Tochter von Wilhelm von Walderdorff (25.7.1542-19.2.1612).

Abb.: Lorch im Rheingau, Hilchenhaus, Süd-Brüstung des breiten Hauptbalkons, linker Abschnitt mit zwei von vier Wappen. Optisch links ist das Wappen der von Walderdorff zu sehen. In der Serie von einst 16, heute nur noch 14 Wappen der Ahnenprobe für Maria Hilchen von Lorch (1510-5.10.1561) steht das Wappen auf der Ebene der Ururgroßeltern für Wilderich II. von Walderdorff, Vater von Wilderich III. von Walderdorff und Großvater von Elisabeth von Walderdorff (1460-3.8.1512), die Johann II. Hilchen von Lorch (1455-30.7.1512) geheiratet hatte (das hier ebenfalls im Bild zu sehende Hilchenwappen steht aber nicht für diesen, sondern für eine weitere Hilchen-Linie unter den Vorfahren).

Wappen der Frauen von Walderdorff in Ehewappen
Von den zahlreichen Heiratsverbindungen innerhalb des Adels zeugen auch Allianzwappen bzw. Ehewappen an Schlössern, Kirchen etc., in denen die Frauen der von Walderdorff in den unterschiedlichen Kombinationen jeweils heraldisch links repräsentiert sind:

Bildbeispiel 1: Pfarrkirche St. Martin in Lorch (Rheingau-Taunus-Kreis), Allianzwappen für Elisabeth von Walderdorff (-1512), vermählt mit Johann II. Hilchen von Lorch (-1512) am Grabdenkmal für die beiden, mit einer ungewöhnlichen Variante der Walderdorff-Helmzier, denn hier sind die Löwen nicht auf den Flügeln des Kleinodes zu sehen, sondern sie stehen nebeneinander im Zwischenraum zwischen beiden Flügeln.

Bildbeispiel 2: Schloß Paffendorf (Rhein-Erft-Kreis), neugotischer Wappenstein am Torhaus mit Allianzwappen, Allianzwappen für Melanie Gräfin von Walderdorff zu Molsberg (3.3.1829-10.11.1888, die am 22.7.1852 Freiherr Ludwig von dem Bongart (24.4.1819-6.5.1878) geheiratet hatte. Das ist insofern eine interessante Verbindung, als später ihr Neffe Pius Wilderich Ludwig Dominik Valentin von Walderdorff (6.1.1871-31.1.1953) nach entsprechender testamentarischer Verfügung seines Onkels den Namen von Walderdorff ablegte und statt dessen Namen und Wappen der Freiherren von dem Bongart annahm, um die Linie der von dem Bongart auf Paffendorf fortzuführen, was in Wien am 23.5.1878 genehmigt wurde.

Bildbeispiel 3: Bodman (Landkreis Konstanz), Pfarrkirche St. Peter und Paul, 1889 gestiftetes Kirchenfenster, Allianzwappen für Maria Leopoldina Wilderike Aloysia Franziska Romana Liebmuth Melania von Walderdorff (28.9.1871-10.1.1958), vermählt am 2.9.1897 in Donzdorf mit Johann Othmar Graf von und zu Bodman (15.5.1868-10.5.1930), den Stifter der farbigen Glasfenster. Die gleiche Wappenkombination befindet sich an dem kleinen Pförtnerhäuschen neben dem Tor zum Bodman'schen Schloß und ebenfalls an einem Haus schräg gegenüber dem Schloß Bodman.

Die Genealogie der von Walderdorff: ausführliche Gesamtliste
Alle oben zur besseren Übersichtlichkeit bereits je nach Gesichtspunkten ausgewählten genealogischen Übersichten werden hier in einer einzigen Zusammenschau wiedergegeben, wobei auch die kurzlebigen Familienmitglieder zur Vollständigkeit mit aufgeführt werden.

Literatur, Links und Quellen:
Genealogien: Prof. Herbert Stoyan, Adel-digital, WW-Person auf CD, 10. Auflage 2007, Degener Verlag ISBN 978-3-7686-2515-9
Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder - die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. C. H. Beck Verlag München 7. Auflage 2007, ISBN 978-3-406-54986-1
Stammtafeln von Humbracht
Germania sacra, Personendatenbank:
http://personendatenbank.germania-sacra.de/index/browse/index:vorname/search:basic/term:walderdorff, Lebensläufe in den Bänden: 1.) Germania sacra, NF 40 - Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg 6. Die Benediktinerabtei und das Adelige Säkularkanonikerstift St. Burkard in Würzburg, 2.) Germania sacra, NF 6 - Die Bistümer der Kirchenprovinz Trier. Das Erzbistum Trier 1. Das Stift St. Paulin vor Trier, 3.) Germania sacra, NF 22 - Die Bistümer der Kirchenprovinz Trier. Das Erzbistum Trier 4. Das Stift St. Lubentius in Dietkirchen, 4.) Germania sacra, NF 41 - Die Bistümer der Kirchenprovinz Trier. Das Erzbistum Trier 9. Das Stift St. Simeon in Trier.
Die von Walderdorff in Molsberg:
http://www2.genealogy.net/vereine/ArGeWe/wewa2/w-orte/wallmerod/WW-Orte/MoWalder.htm
von Walderdorff:
http://de.wikipedia.org/wiki/Walderdorff_(Adelsgeschlecht)
Johann Friedrich Gauhe, Des Heil. Röm. Reichs genealogisch-historisches Adels-Lexicon: darinnen die heut zu Tage florirende älteste und ansehnlichste adeliche, freyherrliche und gräfliche Familien nach ihrem Alterthum und Ursprunge:
http://books.google.de/books?id=cHhXAAAAcAAJ S. 1822
Genealogie: Biedermann, Geschlechts-Register Der Reichs Frey unmittelbaren Ritterschafft Landes zu Francken Löblichen Orts Ottenwald (Odenwald)
http://books.google.de/books?id=g9JDAAAAcAAJ - Tafel 286 ff.
Emmanuel Graf von Walderdorff, 800 Jahre Familie Walderdorff, ein Rückblick, Molsberg 2013, ISBN 978-3-9811909-6-0
Johann Jacob Moser, von der Teutschen Lehens-Verfassung, 1774,
http://books.google.de/books?id=VnBKAAAAcAAJ
Michael Losse, Die Mosel, Burgen, Schlösser, Adelssitze und Befestigungen von Trier bis Koblenz, Band 3 in der vom Marburger Arbeitskreis für europäische Burgenforschung herausgegebenen Reihe Burgen-Schlösser-Herrensitze, Michael Imhof Verlag, 2007, ISBN 978-3-86568-240-6
Alexander Thon, Stefan Ulrich, Von den Schauern der Vorwelt umweht, Burgen und Schlösser an der Mosel, Schnell und Steiner Verlag, 2007, ISBN 978-3-7954-1926-4
Franz Josef Faas: Prüm in der Eifel. Hrsg.: Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Heimatschutz, Rheinische Kunststätten: Heft 1/1966.
Franz Josef Faas: Prüm / Eifel, Kath. Pfarrkirche St. Salvator, Schnell Kunstführer Nr. 981, Verlag Schnell & Steiner GmbH Regensburg, 9. Auflage 2005, ISBN 3-7954-4717-8
Jörg Restorff und Jan Meissner, Schloß Engers, Führungsheft 21 aus der Edition "Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz", ISBN 3-7954-1459-8
Familienseite:
http://www.walderdorff.de/
siehe auch Literaturangaben bei den jeweiligen Schlössern und anderen Fundorten der Wappen.

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