
Bernhard
Peter
Wappen der
Bamberger Fürstbischöfe

Die
Geschichte der Wappen der Bamberger Fürstbischöfe
Teil (2): AD 1577-1672
Johann
Georg I. Zobel von Giebelstadt (1577-1580)
Das Wappen ist geviert:
- Feld 1 und 4: In Gold ein rotbewehrter
und rotgezungter, schwarzer Löwe, überdeckt von einer
silbernen Schrägleiste, Hochstift Bamberg.
- Feld 2 und 3: In Silber einen roten
Pferdekopf mit schwarzem Zaumzeug, Stammwappen der Zobel
von Giebelstadt
Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren
(alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder
Kaiserkrone):
- Helm 1: Ein rundes, goldenes, ringsum
pfauenfederbestecktes Schirmbrett, auf dem sich der
schwarze Löwe mit der silbernen Schrägrechtsleiste vom
Schildbild wiederholt. Hochstift Bamberg. Helmdecken
schwarz-golden.
- Helm 2: Ein wachsender roter
Pferdekopf mit schwarzem Zaumzeug. Stammkleinod der Zobel
von Giebelstadt. Helmdecken rot-silbern.
Martin
von Eyb (1580-1583)
Das Wappen ist geviert:
- Feld 1 und 4: In Gold ein rotbewehrter
und rotgezungter, schwarzer Löwe, überdeckt von einer
silbernen Schrägleiste, Hochstift Bamberg.
- Feld 2 und 3: In Silber drei (2:1)
rote Jakobsmuscheln. Stammwappen von Eyb.
Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren
(alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder
Kaiserkrone):
- Helm 1: Ein rundes, goldenes, ringsum
pfauenfederbestecktes Schirmbrett, auf dem sich der
schwarze Löwe mit der silbernen Schrägrechtsleiste vom
Schildbild wiederholt. Hochstift Bamberg. Helmdecken
schwarz-golden.
- Helm 2: Ein wachsender Pfau mit
goldenem Halsband. Der Pfau kann farblich variieren,
meistens ist aber der Rumpf grün oder blau bzw.
"natürlich", die Flügel aber silbern, als
wären sie Schwanenflügel. Stammkleinod von Eyb.
Helmdecken rot-silbern.
Ernst
von Mengersdorf (1583-1591)
Variante 1: Das Wappen ist
zusammengestellt:
- Schild 1: In Gold ein rotbewehrter und
rotgezungter, schwarzer Löwe, überdeckt von einer
silbernen Schrägleiste, Hochstift Bamberg. Gewendet.
- Schild 2: Silbern-rot-blau
halbgespalten und im Zahnschnitt mit 5 Spitzen geteilt,
mit drei (2:1) Rosen belegt in blau, silbern und rot.
Stammwappen von Mengersdorf.

Variante 2: Das Wappen ist geviert:
- Feld 1 und 4: In Gold ein rotbewehrter
und rotgezungter, schwarzer Löwe, überdeckt von einer
silbernen Schrägleiste, Hochstift Bamberg.
- Feld 2 und 3: Silbern-rot-blau
halbgespalten und im Zahnschnitt mit 5 Spitzen geteilt,
mit drei (2:1) Rosen belegt in blau, silbern und rot.
Stammwappen von Mengersdorf.
Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren
(alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder
Kaiserkrone):
- Helm 1: Ein rundes oder auch
achteckiges, goldenes, ringsum pfauenfederbestecktes
Schirmbrett, auf dem sich der schwarze Löwe mit der
silbernen Schrägrechtsleiste vom Schildbild wiederholt.
Hochstift Bamberg. Helmdecken schwarz-golden.
- Helm 2: Offener Flug, insgesamt belegt
mit der Schildfigur, wobei die dritte Rose zwischen die
beiden Flügel gestellt ist. Also der offene Flug jeweils
im Zahnschnitt geteilt, rechts silbern-blau, links
rot-blau, rechts oben mit einer blauen Rose, links oben
mit einer silbernen Rose belegt, eine rote Rose zwischen
beiden Flügeln. Stammkleinod von Mengersdorf. Helmdecken
rot-silbern.
Bauplastische
Beispiele für das Wappen des Fürstbischofs Ernst von
Mengersdorf (1583-1591)
- Kronach, Festung Rosenberg, Altes
Zeughaus, Innenhoffassade (geviert)
- Kronach, Festung Rosenberg, Neues
Zeughaus, Innenhoffassade (geviert)
- Kronach, Festung Rosenberg,
Südflügel, Verbindungsbau zwischen Kommandantenbau und
Fürstenbau (geviert)
- Bamberg, Schloß Geyerswörth
(geviert)
- Bamberg, St. Michael, Epitaph
(zusammengestellt)
Neidhardt
von Thüngen (1591-1598)
Das Wappen ist geviert:
- Feld 1 und 4: In Gold ein rotbewehrter
und rotgezungter, schwarzer Löwe, überdeckt von einer
silbernen Schrägleiste, Hochstift Bamberg.
- Feld 2 und 3: In Silber ein 5x im Wellenschnitt gold-rot
gespaltener Balken, alternativ in Silber ein mit drei
goldenen Wellenpfählen belegter roter Balken, alternativ
in Silber ein mit drei rechts ausgebogenen goldenen
Pfählen belegter roter Balken, alternativ eine weitere
Variante. In seiner älteren Form zeigt der Schild in
Silber einen roten Querbalken, darin drei schrägrechte
goldene Wellen. Später wurden daraus nach rechts
ausgebogene Pfähle, und in späterer Zeit nahm man es
mit der Anzahl der Linien nicht mehr so genau oder
tauschte die Farben, meistens wird in Silber ein mehrfach
mit rechts oder links ausgebogenen Linien gold-rot
gespaltener Balken gezeigt.
Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren
(alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder
Kaiserkrone):
- Helm 1: Ein rundes, goldenes, ringsum
pfauenfederbestecktes Schirmbrett, auf dem sich der
schwarze Löwe mit der silbernen Schrägrechtsleiste vom
Schildbild wiederholt. Hochstift Bamberg. Helmdecken
schwarz-golden.
- Helm 2: Ein wachsender Männerrumpf ohne Arme, rot
gewandet, mit silbernem Kragenaufschlag, bärtig, mit
einem roten Hut mit silbernem Aufschlag, besteckt mit
einem (oder auch drei) schwarzen Hahnenfederbusch.
Stammkleinod Thüngen. Helmdecken rot-silbern.
Johann
Philipp von Gebsattel (1599-1609)

Bildbeispiel:
Giechburg
1. Variante: Als
zusammengestelltes Wappen dargestellt mit zwei separaten,
einander zugeneigten Schilden:
- heraldisch rechts: In Gold ein
rotbewehrter und rotgezungter, schwarzer Löwe,
überdeckt von einer silbernen Schrägleiste, Hochstift
Bamberg. Hier gewendet.
- heraldisch links: In Rot Kopf und Hals
eines silbernen Steinbocks, manchmal auch mit schwarzen
Hörnern.

Bildbeispiel:
Kronach, Festung Rosenberg, Zeughaustorbau
2. Variante: Als
zusammengeschobenes Wappen dargestellt mit beiden Komponenten in
einem gespaltenen Schild:
- Vorne: In Gold ein rotbewehrter und
rotgezungter, schwarzer Löwe, überdeckt von einer
silbernen Schrägleiste, Hochstift Bamberg. Meist
gewendet.
- Hinten: In Rot Kopf und Hals eines
silbernen Steinbocks, manchmal auch mit schwarzen
Hörnern.

Bildbeispiel:
Giechburg, über dem Haupttor, hier mit der Kaiserkrone
3. Variante: Als geviertes Wappen:
- Feld 1 und 4: In Gold ein rotbewehrter
und rotgezungter, schwarzer Löwe, überdeckt von einer
silbernen Schrägleiste, Hochstift Bamberg.
- Feld 2 und 3: In Rot Kopf und Hals
eines silbernen Steinbocks, manchmal auch mit schwarzen
Hörnern.
Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren
(alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder
Kaiserkrone):
- Helm 1: Ein rundes, goldenes, ringsum
pfauenfederbestecktes Schirmbrett, auf dem sich der
schwarze Löwe mit der silbernen Schrägrechtsleiste vom
Schildbild wiederholt. Hochstift Bamberg. Helmdecken
schwarz-golden.
- Helm 2: Kopf und Hals eines silbernen
Steinbocks, manchmal auch mit schwarzen Hörnern.
Stammkleinod Gebsattel. Helmdecken rot-silbern.
Oberwappen besteht aber meist aus
Kaiserkrone, Krummstab und Schwert/Kreuz.
Bauplastische
Beispiele für das Wappen des Fürstbischofs Johann Philipp von
Gebsattel (1599-1609)
- Kronach, Festung Rosenberg,
Zeughaustorbau, als zusammengeschobenes Wappen
- Giechburg, inneres Tor, als geviertes
Wappen
- Giechburg, Gebäude, als
zusammengestelltes Wappen
- Kronach, Altes Rathaus, Portal
- Bamberg, St. Michael, Epitaph
(geviertes Wappen)
- Bamberg, Stützmauer unterhalb der
neuen Residenz, ziemlich eingewachsen in Efeu, 2
getrennte, einander zugeneigte Schilde
Johann
Gottfried I. von Aschhausen (1609-1622)

Bildbeispiel: Pfarrhaus von
Pretzfeld
1. Variante: Er war Bischof von Bamberg,
ehe er zusätzlich Bischof von Würzburg wurde. Daher gibt es von
ihm auch Wappen mit "nur Bamberg" aus der Zeit von
1609-1617. Der Schild ist geviert:
- Feld 1 und 4: In Gold ein rotbewehrter
und rotgezungter, schwarzer Löwe, überdeckt von einer
silbernen Schrägleiste, Hochstift Bamberg.
- Feld 2 und 3: In Rot ein silbernes fünfspeichiges Rad,
das eigentliche Stammwappen derer von Aschhausen
Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren
(alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder
Kaiserkrone):
- Helm 1: Ein rundes, goldenes, ringsum
pfauenfederbestecktes Schirmbrett, auf dem sich der
schwarze Löwe mit der silbernen Schrägrechtsleiste vom
Schildbild wiederholt. Hochstift Bamberg. Helmdecken
schwarz-golden.
- Helm 2: Auf einem roten Turnierhut mit Hermelinstulp
das silberne Rad. Stammkleinod von Aschhausen. Helmdecken
rot-silbern.
Oberwappen besteht aber meist aus
Kaiserkrone, Krummstab und Schwert/Kreuz.

Photobeispiel: Ehehaltenhaus
Bamberg
2. Variante: Als Bischof von
Würzburg und Bamberg 1617-1622: Das Wappen ist geviert mit
Herzschild:
- Hauptschild:
- Feld 1 und 4: In Gold ein
rotbewehrter und rotgezungter, schwarzer Löwe,
überdeckt von einer silbernen Schrägleiste,
Hochstift Bamberg.
- Feld 2: "Fränkischer
Rechen" = von Rot und Silber mit drei
aufsteigenden Spitzen geteilt, Herzogtum zu Franken
- Feld 3: "Rennfähnlein" = in Blau eine rot-silbern gevierte
schräggestellte Standarte mit goldenem Schaft, Hochstift Würzburg
- Herzschild: In Rot ein
silbernes, fünfspeichiges Rad, das eigentliche
Stammwappen derer von Aschhausen
Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren
(alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder
Kaiserkrone):
- Position 1: Bischofsmütze
oder Kaiserkrone
- Helm 2: Ein rundes, goldenes, ringsum
pfauenfederbestecktes Schirmbrett, auf dem sich der
schwarze Löwe mit der silbernen Schrägrechtsleiste vom
Schildbild wiederholt. Hochstift Bamberg. Helmdecken
schwarz-golden.
- Helm 3: auf einem roten
Turnierhut mit Hermelinstulp ein silbernes Rad (von
Aschhausen). Helmdecken rot-silbern.
- Helm 4: Ein Paar
Büffelhörner, jeweils im Spitzenschnitt rot-silbern
geteilt. Herzogtum zu Franken.
- Helm 5: Drei Straußenfedern
in den Farben Silber, Rot und Blau zwischen zwei rot-silbern gevierten Standarten mit
goldenem Schaft,
Hochstift Würzburg
Bauplastische
Beispiele für das Wappen des Fürstbischofs Johann Gottfried I.
von Aschhausen (1609-1622)
- Bamberg, Ehehaltenhaus (2. Variante)
- Pretzfeld, Pfarrhaus (1. Variante)
- Scheßlitz, Pfarrhaus (2. Variante)
- Würzburg, Dom, Epitaph (2. Variante)
- Würzburg, Domerschulgasse 13 (2.
Variante)
- Schloß Wernsdorf, über dem
Eingangsportal (1. Variante)
- Bamberg, an einer Mauer an der
Einmündung der Aufseßstraße in die Michelsberger
Straße (2. Variante)
Johann
Georg II. Fuchs von Dornheim (1623-1633)
Das Wappen ist geviert:
- Feld 1 und 4: In Gold ein rotbewehrter
und rotgezungter, schwarzer Löwe, überdeckt von einer
silbernen Schrägleiste, Hochstift Bamberg.
- Feld 2 und 3: In Gold ein springender
roter oder natürlicher Fuchs. Stammwappen der Fuchs von
Dornheim.
Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren
(alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder
Kaiserkrone):
- Helm 1: Ein rundes, goldenes, ringsum
pfauenfederbestecktes Schirmbrett, auf dem sich der
schwarze Löwe mit der silbernen Schrägrechtsleiste vom
Schildbild wiederholt. Hochstift Bamberg. Helmdecken
schwarz-golden.
- Helm 2: Ein roter oder natürlicher
Fuchs sitzend. Stammkleinod der Fuchs von Dornheim.
Helmdecken rot-golden.
Oberwappen besteht aus Kaiserkrone,
Krummstab und Schwert/Kreuz.
Franz
von Hatzfeld (1633-1642)
Er war vorher (1631) schon
Bischof von Würzburg, ab 1633 auch zusätzlich Bischof von
Bamberg. Das Wappen ist geviert mit geviertem Herzschild:
- Hauptschild: geviert
- Feld 1 und 4: In Gold ein
rotbewehrter und rotgezungter, schwarzer Löwe,
überdeckt von einer silbernen Schrägleiste,
Hochstift Bamberg.
- Feld 2: "Fränkischer
Rechen" = von Rot und Silber mit drei
aufsteigenden Spitzen geteilt, Herzogtum zu Franken
- Feld 3: "Rennfähnlein" = in Blau eine rot-silbern gevierte,
schräggestellte Standarte mit goldenem Schaft, Hochstift Würzburg
- Herzschild: Geviert:
- Feld 1 und 4: In Gold ein schwarzer doppelter
Maueranker (Stammwappen von Hatzfeld).
- Feld 2 und 3: In Silber 3 (2:1) je nach
Darstellung und Zeit rote Rosen mit goldenem
Butzen oder grünbebartete rote Mispelblüten mit
grünem Butzen (Stammwappen der Edelherren von
Wildenberg/Wildenburg).

Abb.: Hatzfeld-Wappen mit
etlichen farblichen Abweichungen auf einer historischen Karte
"FRANCONIAE Nova Descriptio Amstelodami. Apud Joannem
Janßonium", 17. Jh., wahrscheinlich aus einem Atlas des niederländischen Kartographen und
Verlegers Jan Janssonius. Ein herzliches Dankeschön an Herrn
Pastor Rudolf W. L. Jacobs aus Unna für die
Zurverfügungstellung dieses Bildes.
Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren
(alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder
Kaiserkrone):
- Ein Flug, beiderseits mit dem
Schildbild belegt (Stammwappen von Hatzfeld)
- Ein rundes, goldenes, ringsum
pfauenfederbestecktes Schirmbrett, auf dem sich der
schwarze Löwe mit der silbernen Schrägrechtsleiste vom
Schildbild wiederholt. Hochstift Bamberg. Helmdecken
schwarz-golden.
- Ein Paar Büffelhörner,
jeweils im Spitzenschnitt rot-silbern geteilt. Herzogtum
zu Franken.
- Ein wachsender schwarz gewandeter
graubärtiger Männerrumpf ohne Arme, mit goldenem Kragen
und 8 goldenen Knöpfen, mit einem schwarzen niederen Hut
mit silbernem Aufschlag (Stammwappen der Edelherren von
Wildenberg/Wildenburg).
- Drei Straußenfedern in den
Farben Silber, Rot und Blau zwischen zwei rot-silbern gevierten Standarten mit
goldenem Schaft,
Hochstift Würzburg
Oberwappen besteht aus Kaiserkrone,
Krummstab und Schwert/Kreuz.
Melchior
Otto Voit von Salzburg (1642-1653)
Das Wappen ist geviert:
- Feld 1 und 4: In Gold ein rotbewehrter
und rotgezungter, schwarzer Löwe, überdeckt von einer
silbernen Schrägleiste, Hochstift Bamberg.
- Feld 2 und 3: In Silber ein schwarzer
Zickzackbalken. Stammwappen der Voit von Salzburg
Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren
(alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder
Kaiserkrone):
- Helm 1: Ein rundes, goldenes, ringsum
pfauenfederbestecktes Schirmbrett, auf dem sich der
schwarze Löwe mit der silbernen Schrägrechtsleiste vom
Schildbild wiederholt. Hochstift Bamberg. Helmdecken
schwarz-golden.
- Helm 2: Auf dem gekrönten Helm ein
silberner Spitz- oder Turmhut bzw. Köcher, der oben mit
schwarzen Hahnenfedern besteckt ist, der Hut ist meistens
mit dem schwarzen Zickzackbalken des Schildbildes belegt.
Stammkleinod der Voit von Salzburg. Helmdecken
schwarz-silbern.
Oberwappen besteht aber meist aus
Kaiserkrone, Krummstab und Schwert/Kreuz.
Bauplastische
Beispiele für das Wappen des Fürstbischofs Melchior Otto Voit
von Salzburg (1642-1653)
- Bamberg, St. Michael, Epitaph
Philipp
Valentin Voit von Rieneck (1653-1672)
1. Variante: Als
zusammengestelltes Wappen dargestellt mit zwei separaten,
einander zugeneigten Schilden:
- heraldisch rechts: In Gold ein
rotbewehrter und rotgezungter, schwarzer Löwe,
überdeckt von einer silbernen Schrägleiste, Hochstift
Bamberg.
- heraldisch links: In Rot ein silberner
Widder. Stammwappen Voit von Rieneck.

Bildbeispiel: Kronach,
Festung Rosenberg, Bastion St. Valentin im Nordwesten, auf der
Spitze der Dreiecksbastion
Variante 2: Das Wappen ist geviert:
- Feld 1 und 4: In Gold ein rotbewehrter
und rotgezungter, schwarzer Löwe, überdeckt von einer
silbernen Schrägleiste, Hochstift Bamberg. Meist
gewendet.
- Feld 2 und 3: In Rot ein silberner
Widder. Stammwappen Voit von Rieneck.

Bildbeispiel: Kronach,
Festung Rosenberg, Festungshaupttor im Süden, Außenseite
Dazu gehörten theoretisch folgende
mögliche Helmzieren (alternativ oder zusätzlich die
Bischofsmütze oder Kaiserkrone):
- Helm 1: Ein rundes, goldenes, ringsum
pfauenfederbestecktes Schirmbrett, auf dem sich der
schwarze Löwe mit der silbernen Schrägrechtsleiste vom
Schildbild wiederholt. Hochstift Bamberg. Helmdecken
schwarz-golden.
- Helm 2: auf einem roten, silbern
gestulpten Hut der silberne Widder schreitend, Helmdecken
rot-silbern. Stammkleinod Voit von Rieneck.
Über dem Wappen wird meistens die
Kaiserkrone Bambergs (kaiserliche Stiftung) dargestellt. Hinter
dem Schild schräggekreuzt Vortragekreuz und Krummstab.
Bauplastische
Beispiele für das Wappen des Fürstbischofs Philipp Valentin
Voit von Rieneck (1653-1672)
- Kronach, Festung Rosenberg,
Festungshaupttor im Süden, Außenseite, geviertes Wappen
- Kronach, Festung Rosenberg,
Festungstor, Innenseite, geviertes Wappen
- Kronach, Festung Rosenberg, Bastion
St. Kunigunde im Südwesten, auf der Spitze der
Dreiecksbastion, zusammengestelltes Wappen
- Kronach, Festung Rosenberg, Bastion
St. Valentin im Nordwesten, auf der Spitze der
Dreiecksbastion, zusammengestelltes Wappen
Literatur:
Siehe zusätzlich allgemeines
Quellenverzeichnis bzw. die bei den jeweiligen Objekten
angegebenen Quellen.
Eugen Schöler, Historische
Familienwappen in Franken, Verlag Degener 3. Aufl. 1999
Peter Kolb: Die Wappen der Würzburger
Fürstbischöfe. Herausgegeben vom Bezirk Unterfranken, Freunde
Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. und Würzburger
Diözesangeschichtsverein. Würzburg, 1974. 192 Seiten.
Siebmachers Wappenbücher, Band Bistümer
Anton P. Rahrbach, Reichsritter in
Mainfranken. Zu Wappen und Geschichte fränkischer Adelsfamilien.
Bauer & Raspe Verlag - Die Siebmacherschen Wappenbücher, die
Familienwappen deutscher Landschaften und Regionen, Band 2, 2003,
ISBN 3-87947-113-4
Die Wappen der Hochstifte,
Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich
1648-1803, hrsg. von Erwin Gatz, von Clemens Brodkorb, Reinhard
Heydenreuter und Heribert Staufer, Schnell & Steiner Verlag
2007, ISBN 978-3-7954-1637-9

Die Entwicklung der Wappen der
Fürstbischöfe von Bamberg - Teil (1) - Teil (2) - Teil (3) - Teil (4)
Der Fränkische Rechen - Das Rennfähnlein - Der Bamberger Löwe
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Autor: Bernhard Peter, Im Schenkelsberg 8, 56076 Koblenz
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