Bernhard Peter
Wappen der Fürstäbte und Fürstbischöfe von Fulda

Die Geschichte der Wappen der Fürstäbte und Fürstbischöfe von Fulda
Teil (3): AD 1737 - 2007

Amand von Buseck, (1737–1756)

Fürstabt 1737-1752, Fürstbischof ab 1752, am 5.10.1752 wurde die Fürstabtei durch Papst Benedikt XIV. in den Rang eines Bistums erhoben. Das Wappen des Fürstabtes und Fürstbischofs Amand von Buseck ist geviert:

Variante 1: Über dem Wappen stehen drei Helme:

Hinter dem Schild schräggekreuzt Schwert und Krummstab.

Ein solches Wappen findet sich:

Daneben wird eine zweite Variante ohne Helme und Helmkleinode, aber mit Fürstenhut, Schwert, Krummstab geführt. Ein solches Wappen befindet sich

Bildbeispiel: Schloß Fasanerie, Fulda. Mittlerer (zweiter) Querflügel, hinterer Abschluß des Schlosses über der Tordurchfahrt zu dem Wirtschaftshof.

Adalbert II. von Walderdorff (1757–1759), Fürstbischof 

Das Wappen ist wie folgt aufgebaut:

Hinter dem Schild schräggekreuzt Krummstab und Schwert, in der Mitte über dem Schild der hermelinverbrämte, rote Fürstenhut, als Schildhalter zwei rot-silbern geteilte und doppelschwänzige Löwen, jeweils golden gekrönt und widersehend.

Ein solches Wappen findet sich:

Bildbeispiel: Hauptwache Fulda

Heinrich VIII. von Bibra, (1759–1788), Fürstbischof 

Das Wappen des Fuldaer Fürstbischofs Heinrich VIII. von Bibra, (1759–1788) ist geviert und wie folgt tingiert:

Variante 1: Das Oberwappen hat drei Helme, hinter dem Schild Schwert (heraldisch links) und Abts-Pedum (heraldisch rechts):

Ein solches Wappen findet sich:

Bildbeispiel: Fulda, Paulustor

Variante 2: Das Wappen des Fuldaer Fürstbischofs Heinrich VIII. von Bibra gibt es auch in einer Form ohne Helme und Helmkleinode, bekrönt von einem Fürstenhut, hinter dem Schild Krummstab und Schwert schräggekreuzt. Ein solches Wappen findet sich:

Bildbeispiel: Fulda, ehemalige Hof- und Klosterbibliothek, heute Theologische Fakultät

Adalbert III. von Harstall, (1789–1814)

Fürstbischof bis 1802, danach Bischof. Im Jahre 1802 wurde mit dem Reichsdeputationshauptschluß das geistliche Fürstentum mit seinen Klöstern aufgelöst. Das Wappen des letzten Fuldaer Fürstbischofs Adalbert III von Harstall (1789–1814) ist geviert und wie folgt tingiert:

Variante 1: : Das Oberwappen hat drei Helme, hinter dem Schild Schwert (heraldisch links) und Abts-Pedum (heraldisch rechts):

Ein solches Vollwappen findet sich:

Zweite Variante: Die Helme fehlen, stattdessen auf dem Schild ein Fürstenhut, hinter dem Schild Schwert und Krummstab schräggekreuzt. Ein solches Wappen findet sich:

Bildbeispiel: Fulda, Domsingschule

Dritte Variante: Nach Verlust des Fürstenranges fallen Fürstenhut und Schwert weg, es bleibt allein der Krummstab.

Heinz Josef Algermissen (ab 2001)

Sein Wappen ist geviert:

Hinter dem Schild ein Vortragekreuz, darüber ein grüner Prälatenhut mit 2x 6 Fiocchi in drei Reihen, ebenfalls in grün, den Rang eines Bischofs symbolisierend. Devise: "Thesaurus in vasis fictilibus".

Bildbeispiel: Eingang zum Bischofshaus in Fulda

Die Wappen der Fürstäbte und Fürstbischöfe von Fulda - Teil (1) - Teil (2) - Teil (3)

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© Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2007
Autor: Bernhard Peter, Im Schenkelsberg 8, 56076 Koblenz
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