Bernhard Peter
Eigene Entwürfe

Wappen Schädler

Blasonierung: Von Blau und Silber achtfach geständert, überdeckt von einem Kranz, aus dem acht gestielte Rosen hervorkommen, alles in verwechselten Farben, desgleichen die Samenkapseln. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken ein wachsender silbernbewehrter blauer Greif, der mit seinen Fängen ein kübelförmiges silbernes Getreidemaß hält.

Wappenstifter und Führungsberechtigte: Neu angenommen am 12. Juni 2006 vom Antragsteller Andreas Schädler, Dipl.-Verwaltungswirt (FH) in Kreuzwertheim / Kr. Main-Spessart, für sich und seine Nachkommen im Mannesstamm, soweit und solange sie noch den Familiennamen des Wappenstifters führen.

Entwurf und Gestaltung: BP, Decke frei nach Vorbild Walter Leonhard: Das große Buch der Wappenkunst. Erstveröffentlichung: Eingetragen am 01. September 2006 in der Deutschen Wappenrolle (DWR Band 71) unter Nr. 11024/06

Dreidimensionale Darstellung des Oberwappens:

Symbolerklärung: Hauptintention war es, ein Schildbild hoher graphischer Prägnanz und Ausgewogenheit zu schaffen, so reduziert wie möglich. Die Familie Schädler läßt in ihrer Geschichte keine stringent durchgehende Ortsansässigkeit (z. B. Maikammer/Pfalz, Mannheim, Weinheim, Wertheim), oder durchgehende Berufsausübung (verschiedene Handwerksberufe Diplom-Verwaltungswirt, Beamter) erkennen. Vielmehr ist es typisch für die Familiengeschichte, sich an wechselnden Orten einzuleben und anzupassen und die verschiedensten Berufe auszuüben. Diesen Wechsel symbolisiert der ständige Farbwechsel im geständerten Schild und das Prinzip der verwechselten Farben. Und dennoch schafft es die Familie Schädler, egal wo sie ansässig war und welchen Beruf sie ausübte, Fuß zu fassen und erfolgreich zu sein. Dies symbolisieren die Rosen, die wie die Menschen am neuen Ort Wurzeln schlagen und in den einzelnen Feldern zur Blüte kommen. Daß die Familie Schädler keine verstreuten Einzelkämpfer sind, sondern als Familie trotz der unterschiedlichen Lebensumstände in ihrer Geschichte zusammenhält und einen hohen Gemeinschaftssinn besitzt, symbolisiert die Tatsache, daß alle Rosen zu einem Kranz verbunden sind. Die Farben sind frei gewählt. Das Prinzip der verwechselten Farben wurde als gestalterisches Mittel gewählt, um die Schildteilung mit darübergelegter gemeiner Figur bei maximalem Kontrast unter strenger Einhaltung der Farb-Metall-Regel zu ermöglichen. Der Greif als Helmzier ist frei gewählt, um durch das von ihm in den Klauen gehaltene Symbol für den Familiennamen Schädler zu präsentieren. Schädler ist ein alemannischer Familienname, vom Beruf oder dem Gewerbe des Schedlers abgeleitet. Ein Schedler, Weißküfer oder Kübler stellte Holzgefäße her. Ein Schedel war ein früheres Getreide-Trockenmaß. Daher wird der Familienname durch das hölzerne Getreidemaß in den Klauen des Greifes symbolisiert, zugleich ein Hinweis auf die unterschiedlichen handwerklichen Berufe in der Geschichte der Familie Schädler. Das Wappen repräsentiert zusätzlich die Wahlheimat der Familie Schädler durch Aufgreifen der Symbolik der Wappen von Wertheim und Kreuzwertheim. Das Motiv des Kreuzes (obere Hälfte des Wappens von Kreuzwertheim) findet sich in abstrahierter und verdoppelter Form in der geständerten Schildteilung und in dem Bild, das jeweils die Rosenblüten einer Farbe bilden. An das Wappen der Grafen von Wertheim (unten in Blau drei silberne Rosen mit goldenem Butzen), welches ebenfalls die untere Hälfte des Wappens von Kreuzwertheim und von Wertheim ist, wird durch die Wappenfarben Blau und Silber sowie durch das Motiv der Rosenblüten erinnert.

Übersicht eigener Entwürfe und Gestaltungen

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© Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2006
Decke frei nach Vorbild Leonhard.