Bernhard Peter
Britische heraldische Exlibris (12)

Exlibris von unbekanntem Künstler:
Aus der zweiten Hälfte des 18. Jh. stammt dieses Exlibris im Jacobean Style für Sir John Hussey Delaval (17.3.1728-17.5.1808), den ersten und letzten Lord Delaval. Auf einem Sockel mit drei konkav eingezogenen Seiten lehnen zwei ovale Schildkartuschen seines Allianzwappens mit Susannah Robinson gegeneinander, umrahmt von floralem Rankenwerk, das unter einer Löwenmaske im unteren Zwickel zwischen den Kartuschen entspringt. Auf Bändern, die am Sockel seitlich durch Ringe gezogen sind, steht die Devise: DIEU ME CONDUISE - Gott leite mich. Hinter den beiden Schilden ist die Tragekonstruktion zu einem Postament verjüngt, auf dem die Helmzier ruht; darüber ist eine Eichenlaubgirlande aufgehängt und füllt die oberen Zwickel des Blattes.

John Hussey Delaval war der Sohn von Captain Francis Blake Delaval (27.12.1692-9.12.1752) und Rhoda Apreece, of Washingley, der Tochter von Robert Apreece und Sarah Hussey und damit die Enkelin und Erbin von Sir Thomas Hussey, 2nd Baronet, of Doddington. John wurde am 1.7.1761 zum Baronet erhoben und am 17.10.1783 zum Baron Delaval, of Redford, County Wicklow. Letzterer war zunächst ein unter der Koalitionsregierung neu geschaffener Titel in der irischen Peerage, am 21.8.1786 wurde es nach einem politischen Seitenwechsel unter Pitt auch ein Titel in der Peerage Großbritanniens, als Baron Delaval, of Seaton Delaval. Am 9.8.1759 folgte John Delaval seiner Mutter auf dem Landsitz der Hussey in Doddington als Besitzer nach, und er nahm den Namen Hussey zusätzlich an.

 

Das Wappen ist wie folgt aufgeteilt: Feld 1: fünfmal geteilt von Hermelin und Rot (barry of six Ermine and Gules), darauf ein silbernes Schildchen mit einer roten Hand und darüber eine liegende Mondsichel, wobei das Schildchen das Zeichen für den Baronets-Rang ist und die Mondsichel eine Cadency Mark, denn John Hussey war der zweite Sohn seines Vaters, und das wird in der englischen Heraldik so differenziert, damit jedes Wappen eindeutig ist und nicht deckungsgleich mit dem einer anderen Person; Feld 2: in Silber ein schwarzer Sparren, begleitet von drei schwarzen Getreidegarben (Blake, Argent a chevron between three garbs Sable), Feld 3: in Gold ein grünes Kreuz (Hussey, Or a cross Vert), Feld 4: fünfmal geteilt von Hermelin und Rot (Delaval, barry of six Ermine and Gules). Zu dem Wappen gehört als Helmzier der aus dem Wulst wachsende Widderkopf. Was hier in Feld 1 und 4 zu sehen ist, ist identisch mit dem Wappenbild der Familie Husee oder auch Hussey, und es entspricht nicht dem gegenwärtigen Delaval-Wappen (Vert two bars Ermine). Es sind also im Grunde zwei verschiedene Hussey-Wappen verarbeitet worden, wobei der Verdacht naheliegt, daß hier zwei verschiedene Familien mit ihren Wappen kombiniert wurden. Möglich ist auch eine Verwechslung.

John Delaval, der an der Westminster School, in Eton College und am Pembroke College in Cambridge ausgebildet wurde, heiratete am 2.4.1750 in Westminster in der Duke Street Chapel Susannah Robinson (1730-1.10.1783), die Tochter von Ralph Robinson of Gateshead und Margaret Delaval, welche wiederum die Tochter von Edward Delaval (1664-3.8.1744) und Mary Blake war. Damit war seine Ehefrau zugleich seine Cousine. Susannah war die Witwe von John Potter, als sie den Exlibriseigner heiratete. Ihr Wappen zeigt in Blau einen Sparren von Hermelin, begleitet von drei (2:1) goldenen, schreitenden Hirschen.

Das Paar hatte einen Sohn, John Delaval (26.5.1756-1775), er wurde jedoch nur 18 Jahre alt und machte durch seinen frühen Tod jede Hoffnung auf Erhalt des Titels in der Familie zunichte. Über die Umstände des Todes wird berichtet, er habe auf Kur in Bath die falsche Frau angebaggert und sich einen solchen Tritt mit Clogs in die empfindlichsten Teile eingehandelt, daß er an der darauffolgenden Einblutung und Entzündung starb. Die offizielle Version ist freilich, er sei an Auszehrung verstorben, klingt einfach besser. Die Tochter des Paares, Sarah Hussey Delaval (1.7.1763-7.10.1800), heiratete am 3.6.1780 auf Grosvenor House George Carpenter (30.6.1750-15.4.1805), Earl of Tyrconnel. Dazu hatte sie noch eine Beziehung mit Friedrich August von Hannover (16.8.1763-5.1.1827), Herzog von York und Albany, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, aus der ein Sohn entsproß, der Captain John Molloy, und mit Earl John Lyon Bowes (14.4.1769-3.7.1820), 10th Earl of Strathmore.

In zweiter Ehe heiratete John Hussey Delaval im Alter von 75 Jahren am 5.1.1803 Susanna Elizabeth Knight. John Hussey Delaval war als Politiker aktiv und saß mehrfach im Parlament, 1754-1761, 1765-1774 und 1780-1786, jeweils für Berwick-upon-Tweed. Nach dem Tod seines älteren Bruders, Sir Francis Blake Delaval, im Jahre 1771 (er starb nur 44jährig, nachdem er durch sein ausschweifendes Leben sein Vermögen und seine Gesundheit ruiniert hatte) übernahm John beide Familiensitze. Die Wohnsitze waren Doddington Hall in Lincolnshire und Seaton Delaval, Northumberland. Doddington Hall ist im Kern ein elisabethanisches Manor House, das 1595 vom Architekten Robert Smythson für Thomas Tailor erbaut wurde und auf dem Erbwege über Rhoda Apreece an John Hussey Delaval kam, der es ab 1760 im Georgian Style im Innern neu einrichtete und 17000 Pfund für Verbesserungen ausgegeben hatte. Seaton Delaval kam über den Vater, Francis Blake Delaval, erst an den Bruder Francis, danach an John Hussey Delaval, der zuvor schon rettend eingegriffen hatte. Doddington Estate ging 1774 an den Bruder Edward; John war darüber so sauer, daß er alle Bäume auf dem Gelände fällen ließ. John, der wegen des Zusammenbruchs seiner Bank Surtees and Burdon in Newcastle 1803 in finanzielle Schwierigkeiten gekommen war, starb auf Seaton Delaval Hall.

Auf diesem Blatt wird John Hussey Delaval noch als Baronet bezeichnet, ferner ist im ersten Feld das Schildchen mit der Hand als Zeichen eines Baronets zu sehen. Es muß also nach der Hochzeit 1750, nach der Annahme des Namens Hussey 1759, nach der Erhebung zum Baronet 1761 und vor 1771, als sein älterer Bruder starb und John Familienchef wurde (also das Cadency Mark nicht mehr nötig war), und sowieso vor 1783 entstanden sein, als er Baron wurde und seine Frau verstarb.

Exlibris von unbekanntem Künstler:
Das Exlibris für "John Earl of Hyndford" ist auf das Jahr 1743 datiert. Die Earls of Hyndford gehören zur Familie Carmichael. Zur Entscheidung, welchem Earl das Bücherzeichen zugeordnet werden kann, müssen die Lebensdaten herangezogen werden: Der erste Earl war John Carmichael (28.2.1637/38-20.9.1710); er wurde am 25.1.1701 Lord Carmichael of Carmichael, zum Viscount of Inglisberry and Nemphlar, und zum 1st Earl of Hyndford erhoben. Auf ihn folgte sein Sohn, James Carmichael (-16.8.1737) als 2nd Earl of Hyndford, darauf dessen Sohn, John Carmichael (15.3.1701-19.7.1767), 3rd Earl of Hyndford. Dieser hatte keine überlebenden Kinder, so daß der Titel danach an seinen Cousin ging, John Carmichael (5.5.1710-21.12.1787), 4th Earl of Hyndford. Auf diesen folgten dann nur noch zwei Earls, ehe der Titel mit Andrew Carmichael (-18.4.1817), 6th Earl of Hyndford, erlosch.

Im Jahr 1743 trug den Earls-Titel also John Carmichael (15.3.1701-19.7.1767), der 1737 als 3rd Earl of Hyndford seinem Vater nachgefolgt war. Er war schottischer Politiker und Gesandter. 1738-1767 war er Lord of Police, 1739-1767 war er Lord Lieutenant of Lanarkshire, und 1739 und 1740 war er High Commissioner to the General Assembly of the Church of Scotland. Er übernahm Gesandtschaften 1741-1742 nach Preußen, 1744-1749 nach Rußland und 1752 und 1764 nach Wien. Belohnt wurde er 1742 mit der Ernennung zum Knight of the Thistle und 1750 mit der Erhebung zum Privy Councillor und 1752 zum Lord of the Bedchamber. 1764 war er Vizeadmiral von Schottland.

 

Das Wappen der Familie Carmichael zeigt in Silber balkenweise einen blau-rot gewundenen Wulst (engl.: Argent a fess wreathed Azure and Gules). Die Helmzier ist ein aus dem Wulst wachsender, gepanzerter Arm, der einen gebrochenen Speer hält, alles in natürlichen Farben (engl.: crest: a dexter hand and arm in armour erect holding a broken spear Proper).  Als Schildhalter steht rechts neben dem Schild ein gerüsteter Krieger mit einem Marschallstab in der Rechten, alles in natürlichen Farben; links wird ein aufspringendes silbernes Kriegsroß mit roter Ausrüstung verwendet (engl.: supporters: dexter a knight armed at all points holding in his right hand a marischal's baton Proper, sinister a war horse Argent furnished Gules). Die Devise der Familie steht auf dem obersten Schriftband und lautet: TOUT IOUR PREST - toujours prêt - always ready - allzeit bereit.

Daneben gibt es noch weitere Elemente: Seit er seinem Vater als 3rd Earl nachfolgte, durfte er die Earlskrone führen. Für die Aushandlung des Breslauer Friedens (der als Präliminarfrieden den Ersten Schlesischen Krieg zwischen Preußen und Österreich beendete und am 28.7.1742 im Frieden von Berlin bestätigt wurde), den er für den Wiener Hof unterzeichnete, bekam er mit einem entsprechenden Diplom von König Friedrich dem Großen die Erlaubnis, seinem Familienwappen den Schlesischen Adler (andere Quellen: preußischer Adler) hinzuzufügen aufgrund des Bezuges zum Breslauer Frieden, was von Maria Theresia bestätigt wurde. Das ist es, was wir hier sehen, in Gold ein schwarzer Adler, der auf der Brust mit silbernen Kleestengeln belegt ist, aus dessen Höhlung ein silbernes Tatzenkreuzchen wächst, und das eigentliche Familienwappen wurde nur noch als Brustschild aufgelegt. Von seinem eigenen König erhielt der Earl of Hyndford für seine Verdienste die Aufnahme in den Distelorden. Um das schlesische Wappen ist ein Schriftband gelegt mit der Devise "NEMO ME IMPUNE LACESSIT" - niemand reizt mich ungestraft - das ist der Wahlspruch der schottischen Stuart-Könige und die Devise des Most Ancient and Most Noble Order of the Thistle. Dazu gehört auch als abhängendes Ordenszeichen ein Bild des heiligen Andreas im Kirchenornat, der ein silbernes Andreaskreuz vor sich hält und von goldenen Strahlen umgeben ist. Aufgrund dieses Distelordens läßt sich ebenfalls das Exlibris eindeutig dem 3rd Earl zuordnen, denn er war der einzige der vielen John Carmichaels, der Mitglied war.

 

Die Carmichael besaßen einst Carmichael Castle bei Thankerton in South Lanarkshire, das aber 1650 von Oliver Cromwell zerstört wurde. Die Familie zog daraufhin nach Westraw bei Pettinain. Der 3rd Earl of Hyndford ließ später an der Stelle des einstigen Schlosses Carmichael House errichten. Von der großartigen Planung sind aber nur die beiden fünfachsigen Seitenflügel zu sehen, zwischen denen ein kleiner quadratischer, zweistöckiger Turmbau steht. Der einst riesige Garten ist heute bewirtschafteter Forst. Heute ist das prächtig geplante Anwesen eine triste Ruine auf einer Waldlichtung, ohne Dächer und ohne Fenster. Das wirklich Verrückte an dieser Ruine ist, daß das nach dem Aussterben der Earls of Hyndford von den Carmichael-Anstruther bewohnte Haus nicht durch Kriegseinwirkung, Naturgewalten, Brand etc. zerstört wurde, sondern absichtlich demoliert wurde, und das erst im Jahre 1952: Um Steuern zu sparen, ließ Sir Windham Carmichael-Anstruther (-1980) das zwischenzeitlich verkaufte und wieder zurückgekaufte Herrenhaus seiner Dächer, Fenster und Türen berauben und gab es dem Verfall preis. 1996-2000 sicherte man wenigstens notdürftig die Wände, um einen weiteren Verfall zu verhindern.

Exlibris von C. Norton:
Dieses historische Bücherzeichen wurde im frühen 18. Jh. von C. Norton gestochen und ist, wie handschriftlich vermerkt wurde, für ein Mitglied der schottischen Familie Dunbar of Westfield. Zwei Devisen sind zu sehen, über der Helmzier "SUB + SPE", unten auf dem Schriftband "PRAECIPITATUS ATTAMEN TUTUS". Das Wappen ist geviert (engl.: quarterly), Feld 1 und 4: innerhalb eines silbernen, mit acht roten Rosen belegten Bordes in Rot ein aufspringender Löwe (engl.: Gules a lion rampant Argent within a bordure of the last charged with eight roses of the field, Dunbar), Feld 2 und 3: in Gold innerhalb eines außen und innen mit Lilien besetzten Zwillingsinnenbordes drei (2:1) rote Kissen (engl.: Or three cushions pendent within a double tressure flory counterflory Gules, Randolph). Auf dem bewulsteten Helm ist ein aufrechter rechter Unterarm mit Hand als Helmzier zu sehen, darüber schwebend zwei Kronen nebeneinander und miteinander verbunden (crest: a dexter hand reaching to two earls' coronets tied together all Proper). Zwei Löwen dienen als Schildhalter (engl.: supporters two lions rampant at dexter and sinister).

Die Dunbar of Westfield, county of Elgin, gehen zurück auf James Dunbar, 4. Earl of Moray (-10.8.1429), gezählt innerhalb der dritten Verleihung 1372, in deren Linie der Titel 1455 verwirkt wurde. Besagter James Dunbar, vermählt mit Katherine Seton, hatte neben seinen beiden Töchtern Janet und Elizabeth noch mit Isabel Innes einen illegitimen (unehelichen) Sohn James, der die Linie der Dunbar of Westfield gründete. Das Exlibris gehört vermutlich entweder zu James Dunbar of Westfield (-1720) oder zu Robert Dunbar of Westfield (-1721).

Exlibris von Thomas Shepard:
Thomas Shepard (1860-20.2.1937) zeichnete dieses fast quadratische, undatierte Exlibris für Methold Sidney Parry (23.9.1863-1937), verheiratet mit Gertrude Bannister (-1950). Die Initialen des Künstlers befinden sich in den beiden unteren Ecken über der Eignernennung. Zur Erreichung der Quadratform wurde das Oberwappen abgenommen und heraldisch rechts neben den Schild gestellt, der dem Schweif des Löwen wiederum schwungvoll durch Linksneigung ausweicht und in das Rahmenornament hineinragt. Die ansonsten schlichte Helmdecke ist in schwungvollem Bogen unter dem Schild bis an den Rand gezogen und endet mit einem dicken Knoten.

Das Wappen Parry zeigt in Silber einen blauen, mit drei goldenen Getreidegarben belegten Sparren, begleitet von drei blauen Löwen (engl.: Argent on a chevron between three lions rampant Azure, as many garbs Or). Auf dem blau-silbern bewulsteten Helm mit blau-silbernen Decken ein wachsender blauer Löwe, auf dem Kopf eine goldene Getreidegarbe (engl.: mantling Azure and Argent, crest: on a wreath of the colours a demi-lion rampant Azure, upon the head a garb Or). Die Devise lautet: E VIRTUTE COPIA.

Über den Eigner ist wenig herauszubekommen, außer den Titeln der von ihm geschriebenen Bücher: Er wurde in Putney geboren und war der erste Sohn des Offiziers Sidney Parry. Er ging erst auf das Cheltenham College und studierte dann am University College in Oxford, wo er sich am 28.4.1890 immatrikulierte.

Exlibris von unbekanntem Künstler:
Das historische Exlibris aus dem frühen 19. Jh. ist von unbekannter Hand für "The Right Hon(oura)ble Lord Branden" angefertigt worden (Franks 7439). Das Wappen ist das der irischen Familie Crosbie. Der Schild ist geviert, Feld 1 und 4: unter einem silbernen Schildhaupt mit zwei aufrechten roten Händen in Silber ein schwarzer, rotbewehrter und ebenso gezungter Löwe (üblicherweise nicht als Schildhaupt abgesetzt, engl.: Argent a lion rampant Sable armed and langued Gules in chief two dexter hands couped and erect of the last, Stammwappen Crosbie), Feld 2 und 3: in Rot drei (2:1) Fünfblätter von Hermelin (engl.: Gules, three cinquefoils two and one, Ermine, Hamilton). Anstelle einer Helmzier wird hier eine Rangkrone eines Barons verwendet. Die Schildhalter sind zwei widersehende natürliche Leoparden, mit goldenen Halskronen und davon abhängenden Ketten (engl.: supporters: two leopards reguardant Proper collared and chained Or). Das auf dem Schriftband unterhalb des Schildes angebrachte Motto lautet: INDIGNANTE INVIDIA FLOREBIT JUSTUS - the just will flourish in spite of envy. Die hier nicht dargestellte Helmzier wären drei Schwerter, zwei schräggekreuzt und gestürzt, eines aufrecht, um die sich eine Schlange windet, alles in natürlichen Farben (engl.: three swords, two in saltire points downwards and one in pale point upwards entwined with a snake all proper).

Ursprünglich kam die Familie aus Great Crosbie in Lancashire; mit John Crosbie, Bischof von Ardfert und Agbadoe, etablierte sich die Familie in Irland. Das Auftauchen des Hamilton-Wappens liegt daran, daß David Crosbie (-1717), Esquire of Ardfert Abbey, am 18.8.1680 die Erbtochter Jane Hamilton geheiratet hatte, die Tochter von William Hamilton und Minnie McCarroll. Ihrer beider Sohn Maurice Crosbie (-13/20.1.1762) wurde am 16.9.1758 zum ersten Baron Branden, of Brandon, county of Kerry, erhoben. Er heiratete Lady Elizabeth Anne FitzMaurice (-17.12.1757), Tochter von Thomas FitzMaurice, 1st Earl of Kerry. Deren Sohn, William Crosbie (1716-11.4.1781), 2nd Baron Branden, wurde am 30.11.1771 zum Viscount Crosbie, of Ardfert in County Kerry, und am 22.7.1776 zum Earl of Glandore, of Glandore in County Cork, erhoben. Er heiratete in erster Ehe 1745 Lady Theodosia Bligh (1710-20.5.1777) und in zweiter Ehe am 1.11.1777 Jane Vesey, verwitwete Ward (-1787). Der Titel eines Earl of Glandore bestand nur zwei Generationen lang, denn mit dem Tod von John Crosbie (25.5.1752-23.10.1815), 2nd Earl of Glandore, Sohn aus erster Ehe, vermählt am 26.11.1777 mit Diana Sackville-Germain (-1814), aber ohne Kinder, erlosch der Titel wieder im Jahre 1815. Die Schwester des letzten Earls of Glandore, Anne Crosbie (1.12.1754-), hatte William John Talbot geheiratet, Esquire of Mount Talbot, county of Roscommon.

Die Baronie Branden hingegen ging am 1815 an seinen Cousin und Erben, William Crosbie (1.11.1771-1832), 4th Baron Brandon, welcher als der Exlibrisbesitzer identifiziert werden kann. Er war der Sohn des Rev. Hon. Maurice Crosbie (-1809, Bruder des 1st Earl, Dean of Limerick) und Pyne Leigh Cavendish, Tochter von Sir Henry Cavendish. William Crosbie war eigentlich Anwalt, schlug dann aber eine theologische Laufbahn ein und wurde Rector von Castle Island, County Kerry, hat am Trinity College in Dublin Theologie studiert und ist dort 1816 zum Doctor of Divinity promoviert worden. William Crosbie hat am 3.5.1815 Elizabeth de La Touche (-1.4.1862) geheiratet, die Tochter von Colonel David La Touche, of Upton in der county of Carlow, und Cecilia Leeson. Die letzten zwanzig Jahre seines Lebens wohnte er hauptsächlich in einer romantisch gelegenen Hütte an den Lakes of Killarney. Der Ehe entsprossen keine überlebenden Kinder, und der Titel eines Barons Branden erlosch mit dem 4th Baron 1832, als der in Nizza verstarb; in den letzten beiden Lebensjahren hielt er sich aus gesundheitlichen Gründen meistens auf dem Kontinent auf. Damit verschwand die Familie Crosbie aus der Peerage von Irland.

Schon zu Lebzeiten gingen am 14.2.1816 Name und Wappen an seinen Verwandten, Neffe des letzten Earls, Rev. John Talbot, ab da Rev. John Talbot-Crosbie (-1818), dessen Erbe sein Sohn war, William Talbot-Crosbie (19.3.1817-4.9.1899), Esquire of Ardfert Abbey. Die Besitzungen in Ardfert Abbey wurden übertragen, der Baronstitel jedoch nicht, daher "nur" Esquire. Das 1816 vereingte Wappen Talbot-Crosbie sah wie folgt aus: Geviert, Feld 1: aus Crosbie und Hamilton geviert, Feld 2: innerhalb eines roten Dornenbordes in Silber ein roter Löwe (Talbot), Feld 3: Crosbie alleine, Feld 4: Hamilton alleine (engl.: quarterly, 1: quarterly, a and d: Argent, a lion rampant Sable, in chief two dexter hands couped at the wrist Gules (Crosbie), b and c: Gules, three cinquefoils two and one, Ermine (Hamilton), 2: Argent, a lion rampant Gules, a bordure engrailed of the last (Talbot of Mount Talbot), 3: the same arms of Crosbie, 4: the same arms of Hamilton). Helmdecken und Kleinod wie zuvor: ein zweites Motto wurde hinzugenommen: "Prêt d'accomplir" - bereit zu leisten.

Exlibris von Perkins and Heath:
Dieser historische Stahlstich der Stecher Perkins and Heath ist das Bücherzeichen für einen Angehörigen des britischen Königshauses aus dem Haus Hannover, für Augustus Frederick von Hannover (27.1.1773-21.4.1843), Duke of Sussex und Prinz von Großbritannien. Er war ein Sohn von George III. König von Großbritannien und Irland und König von Hannover (4.6.1738-29.1.1820) und von Sophia Charlotte Herzogin von Mecklenburg-Strelitz (19.5.1744-17.11.1818). Während sein älterer Bruder als George IV. Augustus Frederick (12.8.1762-26.6.1830) König von Großbritannien und Irland wurde, wurde er selbst am 27.11.1801 zum Duke of Sussex erhoben, außerdem zum Earl of Inverness und Baron Arklow.

Er war der erste, einzige und letzte Duke of Sussex, denn mit seinem Tod erlosch der Titel wieder. Dieser Titel darf nicht verwechselt werden mit dem des Earl of Sussex, der mehrfach vergeben wurde und der 1282-1347 in der Familie de Warenne, vom 8.12.1529 bis 1643 in der Familie Ratcliffe, vom 25.5.1644 bis zum 11.10.1671 in der Familie Savile, vom 5.10.1674 bis zum 30.10.1715 in der Familie Lennard und vom 26.9.1717 bis zum 22.4.1799 in der Familie Yelverton war. Erst 1874 wurde wieder ein Sussex-Titel vergeben, nun wieder als Earl of Sussex, ein nun nachgeordneter Titel für den Duke of Connaught and Strathearn.

 

Den Titel eines Earls of Inverness gab es ab 1718, damals ein vom Stuart-König verliehener Titel der schottischen Peerage, der aber schon 1740 mit dem Tod des Begünstigten wieder erlosch. Seitdem wurde der Titel nicht mehr außerhalb des Königshauses vergeben, sondern blieb ein immer wieder vergebener Reservetitel des britischen Königshauses, von dem man 1801 erneut Gebrauch machte, um ihn als nachgeordneten Titel zu vergeben. Das nächste Mal machte man von diesem Titel für den Prinzen und späteren König George V. Gebrauch, Enkel von Queen Victoria, aber auch hier nur als nachgeordneter Titel, denn vorrangig war er als Prinz Duke of York. Erneut wurde der Titel für Prinz Albert, den zweiten Sohn von König George V., im Jahre 1920 reaktiviert, war aber ab 1936 nicht mehr in Gebrauch, weil Albert als George VI. König wurde. Ein letztes Mal wurde der Titel eines Earls of Inverness 1986 herausgekramt, als Prinz Andrew, zweiter Sohn von Queen Elizabeth II., neben dem Herzogtum York noch nachgeordnete Titel brauchte. Insgesamt wurde der Titel also viermal für Angehörige des Königshauses benutzt: 1801, 1892, 1920 und 1986.

Der letzte Titel war der eines Barons Arklow, of Arklow in the County of Wicklow, Irland. Dieser nachgeordnete Titel wurde zweimal vergeben. Der Duke of Sussex trug den Titel 1801-1843 als irischen Titel. Als man den Titel das zweite Mal am 24.5.1881 an den vierten Sohn von Queen Victoria, Prinz Leopold George Duncan Albert, Earl of Clarence und 1st Duke of Albany vergab, war es ein Titel des Vereinigten Königreiches. 1919 erlosch der Titel durch Entzug.

Von diesem Prinzen gab es zwei Bücherzeichen, ein größeres mit dem ganzen Wappen und ein kleineres nur mit dem Crest, wobei keines der beiden Typen seinen Namen nennt. Am unteren Rand dieses Blattes befindet sich der Hinweis auf den Stecher. Da dieser Betrieb erst 1818 gegründet wurde, ergibt sich damit eine Untergrenze für die Datierung. Aufgrund der Form des Wappens kann eine zeitliche Obergrenze von 1837 gegeben werden, denn das Wappen wurde in dieser Form 1801-1837 benutzt. Damit ergibt sich ein Zeitfenster zur Datierung zwischen 1818 und 1837. Im Sockelfeld ist ein ovaler Bereich freigelassen, auf dem handschriftlich der Regalplatz des Buches eingetragen wurde.

Der Aufbau des Wappens folgt primär dem seines Vaters, König George III., und hat einen Aufbau, wie er ab 1801 gebräuchlich war. Augustus Frederick erhielt die Erlaubnis zum Führen dieses Wappens 1801 und führte es bis zu seinem Tod 1843. Der Schild wird umgeben von dem Band des Hosenbandordens mit der Devise "HONI SOIT QUI MAL Y PENSE" (ein Schelm, wer Böses dabei denkt), dieser wird wiederum umgeben von einer Ordenskette. Als Schildhalter fungieren die üblichen des britischen Herrscherhauses, rechts ein goldener, hersehender, gekrönter sowie rotgezungter und -bewehrter Löwe, und links ein silbernes, golden bewehrtes und bemähntes, mit einer goldenen Halskrone mit daran herabhängender ebensolchen Kette versehendes und rotgezungtes Einhorn. Dazu gibt es einige auffällige Besonderheiten wie die insgesamt vier Turnierkragen (labels of cadency), die unten im Detail erläutert werden sollen.

Das Wappen zeigt den typischen Aufbau für das Haus Hannover auf dem Thron von Großbritannien und Irland, wobei der Herzschild nicht mit der hannoverschen Königskrone gekrönt ist und auch der typische Herzschild für das Erzschatzmeisteramt fehlt, weil dies ein Familienzweig ist, der keinerlei Hoffnungen auf den Thron im Königreich Hannover hatte. Nur das Wappen des jeweiligen Souveräns hatte auf dem Herzschild eine Bekrönung in Form des Kurhutes (1801-1816) bzw. danach der hannoveranischen Königskrone, und nur der jeweilige Souverän durfte sich des Erzschatzmeisteramtszeichens bedienen. Dabei muß man aber differenzieren: Es gibt eine heraldische hannoversche Königskrone (Hanoverian Royal Crown), deren Entwurf vom Prinzregenten am 6.5.1816 gebilligt wurde und deren Gestaltung per Proklamation am 8.6.1816 veröffentlicht wurde. Sie existierte nie materiell, sondern nur auf dem Papier und in der Heraldik. Diese Krone diente ab 1816 als Bekrönung des Herzschildes im Wappen der britischen Könige aus dem Haus Hannover; außerdem wurde sie für die Gestaltung des neu gestifteten Guelphen-Ordens verwendet. 1843 hingegen wurde von König Ernst August von Hannover eine hannoversche Königskrone in Auftrag gegeben; diese wurde tatsächlich angefertigt und wird heute auf der Marienburg aufbewahrt. Diese Krone wird logischerweise nicht in der britischen Heraldik verwendet. Die Krone im Herzschild jedoch ist die sogenannte Krone Karls des Großen (crown of Charlemagne) und wird nur vom jeweiligen Chef des Hauses Hannover geführt.

Der Vater des Eigners war George III. König von Großbritannien und Irland, König von Hannover, und diesem folgten dessen Söhne George IV. Augustus Frederick als König von Großbritannien und Irland und Ernst August I. als König von Hannover. Folglich blieben für Augustus Frederick die Zeichen der Abstammung, aber ohne die Zeichen der in Hannover regierenden Linie.

Um den Eigner dieses Blattes korrekt einordnen zu können, hier ein Blick in die Genealogie:

In der Vergrößerung erkennt man gut den Turnierkragen (label of cadency), der über den Hauptschild als Differenzierungszeichen gelegt ist. Dieser folgt den britischen Regeln zur Unterscheidung der Wappen von Angehörigen des Königshauses, denn der Eigner war zwar ein Prinz von Großbritannien und Irland und ein Sohn von George III. König von Großbritannien und Irland, nicht aber der Erstgeborene, sondern als sechster Sohn in der Thronfolge weit abgeschlagen. Der regierende Monarch führte seinen Schild selbstverständlich ohne Turnierkragen (label of cadency). Seinem Erstgeborenen George IV. Augustus Frederick (12.8.1762-26.6.1830) stand der silberne Turnierkragen (label of cadency) ohne Beizeichen zu. Nach der Übernahme der Regierung als König von Großbritannien und Irland 1820 ließ dieser den Turnierkragen (label of cadency) weg. Die jüngeren Geschwister des Thronfolgers George IV. Augustus Frederick führten zur Unterscheidung den dreilätzigen Turnierkragen mit Beizeichen (cadency labels), dieser blieb den Seitenzweigen der Familie erhalten.

 

Auch die beiden Schildhalter, identisch mit denen des königlichen Vaters Georg III., sind auf der Brust mit einem Turnierkragen (label of cadency) belegt, allerdings ohne Beizeichen. Sie müßten auch dort auftauchen, das Fehlen ist wohl der Kleinteiligkeit geschuldet, denn die Kreuze und Herzen wären kaum noch auflösbar gewesen. Auch der Löwe der Helmzier weist diesen kleinen Turnierkragen auf der Brust auf (on a coronet of four crosses patty alternated with four fleurs-de-lis a lion statant guardant Or crowned with a like coronet and differenced by a label as in the arms), der eigentlich ebenfalls die Beizeichen tragen müßte, was aber mikroskopisch klein geworden wäre. Die Helmzier schwebt isoliert über der Herzogskrone.

Der Herzog hatte nie ein inniges Verhältnis zu seinem königlichen Vater gehabt; die beiden waren wesensverschieden. Der zupackende Vater konnte sich nie für seinen sechsten Sohn begeistern. Umgekehrt wurde aus der väterlichen Verachtung ein Vorteil: Während all die anderen Vorzeigesöhne zur Armee oder zur Flotte geschickt wurden, konnte Augustus Frederick als hoffnungsloser Fall nach Herzenslust in Göttingen und Rom studieren, Reisen unternehmen und sich bilden. Als einziger von allen Brüdern erlangte er so eine beachtliche Bildung, die die Basis für einen zeitlebens gepflegten Umgang mit Gelehrten und Künstlern bildete. Die Bibliothek des Duke of Sussex, die ca. 50000 Manuskripte und Drucke umfaßte und sich im Kensington Palace in London befand, wurde im wesentlichen in der Zeit 1819-1830 aufgebaut. Thomas Joseph Pettigrew war nicht nur der Leibarzt, sondern auch der Bibliothekar des Herzogs, der den Bestand der 12000 theologischen Bücher katalogisierte, eine Sammlung, die als eine der bestsortierten in diesem Fachgebiet galt. Der Duke of Sussex führte ein offenes Haus und veranstaltete insbesondere als Präsident der Royal Society in Kensington Palace Gesellschaftsabende, aber er gab diese kostspieligen Veranstaltungen bald auf, um mehr Geld und Zeit in seine wertvolle Bibliothek investieren zu können. Das teure Hobby trug mit dazu bei, daß der Herzog über seine Verhältnisse lebte und Schulden anhäufte. So mußte seine Bibliothek nach seinem Tod auf einer ab dem 1.7.1844 beginnenden und auf 23 Tage angesetzten Auktion bei Evans veräußert werden.

Augustus Frederick von Hannover heiratete am 4.4.1793 in Rom Lady Augusta Murray (1772-1830), die Tochter von John Murray 4th Earl of Dunmore (1730-25.2.1809) und Lady Charlotte Stewart (-11.11.1818), was eine Verletzung des Royal Marriage Acts aus dem Jahr 1772 war. Diese Vorschrift war seinerzeit eigens geschaffen worden, um einen Ansehensverlust des Königshauses durch nicht standesgemäße Ehen zu verhindern. Die Eltern, insbesondere der königliche Vater, der eben jenes Gesetz seinerzeit erlassen hatte, wußten nichts von der bevorstehenden Hochzeit, die in aller Heimlichkeit stattfand und in Rom von einem englischen Geistlichen abgesegnet wurde. Eiligst wurde der Sohn mit seiner Frau zurück nach England geholt. Der Prinz wollte es aber wasserdicht haben und ließ, weil in Rom kein Dokument über die Hochzeit ausgefertigt worden war, diese am 5.12.1793 im Londoner Kirchspiel St. George, Hanover Square, Westminster wiederholen, diesmal mit Trauschein. Auch das geschah ohne Wissen und ohne Billigung des Vaters, und auch dem Geistlichen enthüllte man nicht vollständig die wirkliche Identität.

Erst als der Sohn geboren wurde, wurde die Ehe öffentlich bekannt und sorgte für den entsprechenden Skandal. Im Juli 1794 wurde die Ehe von einem Prerogative Court annulliert, denn eigentlich handelte sich im Prinzip nicht um eine gesetzlich anerkannte Heirat. Es half auch nicht, daß der Prinz anbot, auf alle ihm als Mitglied der königlichen Familie zustehenden Rechte zu verzichten. Trotzdem blieben der Prinz und Augusta noch bis 1801 ein Liebespaar und lebten zusammen, und noch eine Tochter erblickte das Licht der Welt. Nach der Trennung wurde Augusta zur hannoverschen Gräfin erhoben und bekam 1806 den Namen "de Ameland". Sie lebte fortan einige Jahre zurückgezogen in England, erhielt eine Jahresrente von 4000 Pfund Sterling und verstarb am 5.3.1830 in Rom.

Das Paar hatte zwei Kinder, Sir Augustus Frederick d'Este (13.6.1794-28.12.1848), der eine militärische Laufbahn einschlug, Oberst wurde und unvermählt verstarb, und Augusta Emma d'Este (11.8.1801-21.5.1866), die am 13.8.1845 Thomas Wilde 1st Baron Truro (-11.11.1855) heiratete und dessen zweite Ehefrau wurde. Beide Kinder waren natürlich nicht nachfolgeberechtigt als Duke of Sussex. Interessanterweise wählte man für sie den Familiennamen d'Este, vielleicht in romantischer Affinität zu Italien, aber jedenfalls ohne Berechtigung. Die oberitalienische Familie dieses Namens erlosch im Mannesstamm erst 1803, und die einzige Tochter von Ercole III. Rinaldo d'Este (22.11.1727-14.10.1803) Herzog di Modena, Reggio e Mirandola, Maria Beatrix Ricciarda, hatte Ferdinand geheiratet, dem dritten Sohn des Kaisers Franz I., was zur Gründung des Hauses Österreich-Este führte, das 1875 erlosch. Mithin ergab sich überhaupt keine Berechtigung, sich dieses Namens zu bedienen, und das auch noch zu Lebzeiten des letzten männlichen Familienmitgliedes. Möglicherweise hatte man auch die Verbindung zwischen Rinaldo III. d'Este Herzog von Modena, Reggio und Mirandola (25.4.1655-26.10.1737) mit Charlotte Felizitas Prinzessin von Braunschweig-Calenberg (8.3.1671-29.9.1710) vor Augen, aus der sich aber auch keine Berechtigung ableiten ließ, obwohl sie die Großeltern des letzten d'Este waren. Eine andere mögliche Erklärung ist, daß Welf IV. (-9.11.1101) der Sohn von Markgraf Alberto Azzo II. (1009-1097) d'Este und Kunigundes von Kärnten war, der Schwester des Herzogs Welf III. von Kärnten. Damit stammen alle Welfen vom Hause d’Este ab. Die Namensgebung bei Augustus Frederick d’Este und Augusta Emma d’Este könnte sich somit auf den Stammvater der Welfen beziehen, ohne Rücksicht auf die noch bestehenden d'Este und ihre Rechte am Namen, und verdammt weit hergeholt.

Des Prinzen Sohn, Augustus Frederick d'Este, machte sich im Laufe der Zeit zunehmend Hoffnung auf eine mögliche Thronfolge, weil das Personenreservoir in der königlichen Familie im Laufe der Jahre zunehmend knapp wurde. Seine 1843 erhobene Klage auf Legitimation wurde jedoch mit Verweis auf das königliche Ehegesetz abgewiesen, auch wenn er darauf hinwies, daß seine beiden Elternteile im Grunde gleichermaßen königlichen Geblütes seien, weil sie beide von König Heinrich VII. von England und Elisabeth Plantagenet, Tochter Edwards IV., abstammen, der Vater über Margaretha Tudor, die Mutter über Maria Tudor und ein paar Ecken. Er machte auch zu Recht darauf aufmerksam, daß in Hannover das Hausgesetz der königlichen Familie Großbritanniens keine Geltung habe; auch das half ihm nicht.

Die zweite Ehe von Augustus Frederick von Hannover fand am 2.5.1831 statt mit Lady Cecilia Letitia Buggin (1793-1873), die Tochter von Arthur Saunders Gore, 2nd Earl of Arran, und dessen dritter Frau Elizabeth Underwood. Sie war die Witwe von Sir George Buggin. Auch diese Ehe war eine Verletzung des Royal Marriages Act und eigentlich nicht rechtskräftig und gültig. Da es aber keine Nachkommen gab und es bereits das zweite Mal war, blieb der Skandal gering, zumal es - eine Gültigkeit angenommen - noch nicht einmal Bigamie war, weil die erste Ehefrau im Vorjahr verstorben war. Seine zweite Frau durfte sich bei ihrer Vermählung nach ihrer Mutter Cecilia Letitia Underwood nennen. Am 10.4.1840 wurde sie, die nie den Titel einer Duchess of Sussex trug, von Queen Victoria aus Barmherzigkeit zur Duchess of Inverness erhoben; aber der Titel erlosch mit ihrem Tode 1873 wieder.

Im Jahre 1801 fand die Investitur von Augustus Frederick zum Knight of the Garter statt, nachdem er schon 1786 zu einem solchen ernannt worden war. Der Hosenbandorden ist der höchste Orden, den der englische Souverän verleihen kann. Er wurde um das Jahr 1348 von König Edward III nach den Schlachten von Crécy und Calais gegründet, was auch die Verwendung der französischen Farben Blau und Gold für das Band erklärt, denn in diesem Orden wurden die Ansprüche auf Frankreich gepflegt. Die Mitgliedschaft im Hosenbandorden (Order of the Garter) ist kenntlich an dem Schnallenband mit einer mit einem halben Schlag um die feste Part herumgeschlungenen und mit dem Ende herabhängenden losen Part, versehen mit der Devise "HONI SOIT QUI MAL Y PENSE". Diese Devise sollte als Zurückweisung von Zweifeln an der Legitimität von König Edwards Ansprüchen verstanden werden. Das ist der sogenannte Garter, der von den männlichen Ordensmitgliedern um das linke Bein unterhalb des Knies gewickelt getragen wurde, von den weiblichen Ordensmitgliedern um den linken Oberarm. Eine im 15./16. Jh. eingeführte Ordenskette ist im Exlibris um dieses Band herumgelegt, bestehend aus goldenen Knoten, die sich mit einer roten Rose innerhalb eines kreisförmigen blauen Schnallenbandes abwechseln, mit der herabhängenden plastischen Darstellung des Drachentöters Georg ("Great George"), der vom Pferd aus dem sich unter ihm auf dem Rücken krümmenden Drachen seine Lanze in den Rachen stößt, auch diese gehört zum Hosenbandorden; eine solche kombinierte Darstellung war über ein paar Jahrhunderte die bevorzugte, ehe man im 20. Jh. zum schlichten einfachen Band zurückkehrte. Getragen wird diese Collane (collar composed of twenty-four roses and twenty-four knots) mit dem "Great George" (pendant from the collar is an image of St George as the "Great George") bei entsprechend zeremoniellen Anlässen auch heute noch. Hier sehen wir also das Wappen von Augustus Frederick umgeben vom "Garter" und der Ordens-Kette (collar mit "Great George"). Weitere vom Orden verwendete Kennzeichen sind der Ordens-Mantel (a large cloak of blue velvet bearing the Garter Badge upon the left shoulder), der Ordens-Hut (a hat garnished with ostrich’s feathers), das Ordens-Band (the image of St. George in a golden chain or otherwise in a blue ribband, the "Lesser George") und der Ordens-Stern (Garter Star to be worn upon the left side of coats or cloaks).

Als weitere Ehrung wurde Augustus Frederick Duke of Sussex 1830 Knight of Order of the Thistle. 1837-1843 war er acting Grand Master of the Order of the Bath. Er engagierte sich für das Freimaurertum und wurde 1813 Großmeister der Premier Grand Lodge of England und war 1813-1843 erster Großmeister der United Grand Lodge of England. 1830-1838 war er Präsident der Royal Society. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften ernannte ihn 1830 zu ihrem Ehrenmitglied. 1816 wurde er zum Präsident der Society of Arts gewählt und blieb es bis 1843. Politisch spielte er nur eine Nebenrolle; 1804 wurde er Privy Councillor, 1821-1843 war er High Steward of Plymouth, 29.1.1831-1843 Chief Ranger of St James's and Hyde Parks und 1842-1843 Governor of Windsor Castle. Außerdem war er noch seit 1817 Captain-General and Colonel of the Hon. Artillery Company.

Übrigens sind in dieser Exlibrissammlung noch mehrere nahe Verwandte vertreten: Weiter unten auf dieser Seite wird das Bücherzeichen für seinen älteren Bruder beschrieben, in Teil 4 der Sammlung britischer Exlibris befindet sich das Bücherzeichen für seinen Neffen, und in Teil 1 wird ein anderes Exlibris für ihn selbst präsentiert.

Exlibris von unbekanntem Künstler:
Philip Lord Hardwicke Baron of Hardwicke in the County of Gloucester ist der Besitzer dieses Stiches von unbekanntem Künstler (Franks 32869). Die Datierung läßt sich ziemlich genau auf den Zeitraum 1733-1754 festlegen, weil Philip Yorke (1.12.1690-6.3.1764), der Sohn von Philip Yorke, of Dover, county of Kent, und dessen Frau Elizabeth Gibbon, 1720 zum Ritter geschlagen und am 23.11.1733 zum Baron Hardwicke, of Hardwicke in der County of Gloucester erhoben wurde, aber schon am 2.4.1754 zum Viscount Royston, of Royston in der County of Cambridge und zum Earl of Hardwicke befördert wurde. Da das Blatt ihn eindeutig als Baron benennt und weder als Esquire noch als Earl, muß es in besagtem Zwischenzeitraum 1733-1754 entstanden sein.

 

Das Wappen ist geviert, Feld 1 und 4: in Silber ein blauer Schragen, in der Mitte mit einer goldenen Kugel belegt (Yorke), Feld 2 und 3: in Schwarz ein aufspringender, hersehender, goldener Löwe zwischen drei (2:1) silbernen Pilgermuscheln oder Jakobsmuscheln (Gibbon). Die Pilgermuscheln scheinen hier zwar mit Punkten versehen zu sein, in der Lit. werden sie jedoch als silbern angegeben. Englischer Blason: Quarterly, 1st and 4th: Argent on a saltire Azure a bezant, 2nd and 3rd: Sable a lion rampant guardant Or between three escallops Argent. Das Feld für Gibbon fand hier Eingang, weil die Mutter des Exlibriseigners, Elizabeth Gibbon, die Witwe von Edward Gibbon of Westcliffe, die Erbtochter von Richard Gibbon of Dover war.

Als Helmzier wird von der Familie Yorke ein abgerissener, goldener oder naturfarbener Löwenkopf verwendet, auf dem roten Halsband eine goldene Kugel (engl.: crest: a lion's head erased Proper gorged with a collar Gules charged with a bezant). Als Schildhalter sehen wir rechts einen aufspringenden, hersehenden goldenen Löwen, auf dem roten Halsband eine goldene Kugel, links ein aufspringender naturfarbener Hirsch, mit goldenen Hufen und ebensolchem Geweih, auf dem roten Halsband eine goldene Kugel (engl.: supporters: dexter a lion rampant guardant Or gorged with a collar Gules charged with a bezant, sinister a stag Proper attired and unguled Or and gorged as the lion). Die Devise auf dem um das Postament geschlungenen Schriftband lautet: NEC CVPIAS NEC METVAS - neither covet nor fear - weder Begehr noch Furcht (diese Devise verwendet übrigens auch die namensähnliche pommerellische Adelsfamilie Yorck von Wartenburg, ebenso wie einen Herzschild mit Schragen; diese Familie stieg aber erst 1814 in den Grafenstand auf, also ist hier klar, wer bei wem Anleihen getätigt hat).

Philipp Yorke saß 1719-1722 für Lewes und 1722-1733 für Seaford (beide in East Sussex) für die Whig Party im Unterhaus. 1733 wechselte er mit seiner Erhebung zum Baron ins Oberhaus; 1734 und 1736 war er Speaker des House of Lords. Beruflich war Philipp Yorke Jurist (seit 1708 Student und Mitglied im Middle Temple) und seit 1715 als Prozeßanwalt (Barrister) tätig. Fünf Jahre später wechselte er und war 1720-1724 Solicitor General für England und Wales, 1724-1733 Attorney General for England and Wales und schließlich 1733-1737 Lord Chief Justice of the King's Bench. Anschließend war er 1737-1756 Lordkanzler (Lord High Chancellor of Great Britain) als Nachfolger von Lord Talbot.

Philipp Yorke wurde 1733 Privy Councillor. Er war 1740, 1743, 1745, 1748, 1750, 1752 und 1755 jeweils Regent (Lord Justice) of the Realm. Bei einigen wichtigen Prozessen, so beim 1746 nach dem jakobitischen Aufstand von 1745 stattfindenden Hochverratsprozeß gegen William Boyd, 4th Earl of Kilmarnock, und gegen George Mackenzie, 3rd Earl of Cromartie, außerdem beim 1747 stattfindenden Prozeß gegen Simon Fraser, 11. Lord Lovat, wegen dessen Teilnahme an der Schlacht bei Culloden präsidierte er das Verfahren jeweils als Lord High Steward. Alle drei genannten Herren wurden zum Tode verurteilt, zwei wurden auf dem Tower Hill hingerichtet, allein der Earl of Cromartie wurde unter Auflagen begnadigt, ging aber all seiner Titel und Besitztümer verlustig und durfte das Gebiet nördlich des River Trent nie mehr betreten. Lord Lovat war der letzte Mann, der auf dem Tower Hill geköpft wurde.

 

Im wissenschaftlich-kulturellen Bereich war Philipp Yorke seit 1753 Fellow der Royal Society. 1757-1764 war er Cotton Trustee of the British Museum. Außerdem war er 1749-1764 High Steward of the University of Cambridge. Philip Yorke kaufte 1740 Wimpole Estate, dessen auf dem 12 Quadratkilometer großen Gelände befindliches schloßartiges Herrenhaus, die 1640 von Thomas Chicheley begonnene und 1650 fertiggestellte Wimpole Hall, der damals größten Landsitz in Cambridgeshire war und immer noch ist. Vorbesitzer waren erst der Earl of Radnor 1689-1710, dann der Duke of Newcastle 1710-11, dann 1711-1713 seine Tochter und schließlich 1713-1740 Edward Harley, 2nd Earl of Oxford and Earl Mortimer, der es 1713 erheiratet hatte und später hochverschuldet an den Earl of Hardwicke verkaufen mußte. 1742 wurde die symmetrische Südfront durch Henry Flitcroft neu gestaltet. Der Earl of Hardwicke ließ ferner ab 1750 den Landschaftsarchitekten Robert Greening die Außenanlagen umgestalten. Das Anwesen blieb bis 1897 im Besitz seiner Abkömmlinge. Heute gehört das Landschloß dem National Trust.

Gegenwärtiger Titelinhaber ist Joseph ("Joe") Philip Sebastian Yorke (3.2.1971-), 10th Earl of Hardwicke, 10th Viscount Royston, 10th Baron Hardwicke. Er ist der Enkel von Philip Grantham Yorke (9.4.1906-31.2.1971), 9th Earl of Hardwicke, und der Sohn von Philip ("Pips") Simon Prospero Lindley Rupert Yorke (20.4.1938-1.1.1973), Viscount Royston, und Virginia Anne Lyon (-1988). Nachdem seine Mutter jung verwitwet war, verließ sie England und lebte 12 Jahre mit dem Barbesitzer Basil Charles auf der Grenadinen-Insel Mustique in der Karibik, wo der gegenwärtige Earl aufwuchs, der aufgrund des frühen Todes seines Vaters der jüngste Hereditary Peer im Oberhaus wurde, dem er bis 1999 angehörte. Ein Kokain-Skandal erregte 1999 Aufsehen, infolgedessen er aus der konservativen Partei ausgeschlossen wurde. Er heiratete 2008 Siobhan Loftus. Der Heir apparent ist ihr Sohn, Philip Alexander Joseph Yorke, Viscount Royston.

Exlibris von Graham Johnston:
Graham Johnston (1869-1927), der bei Scott & Ferguson in Edinburgh arbeitete, hat dieses geschmackvolle Bücherzeichen für Blanche Cecil Tempest angefertigt. Es handelt sich um einen vorzüglichen Stich mit einem rautenförmigen Damenwappen, das in eine neobarocke Kartusche eingepaßt und mit Bändern verziert ist. Die Künstlersignatur und die Datierung auf das Jahr 1905 befinden sich innerhalb einer Bandschlinge optisch rechts unten. Blanche Cecil Tempest (14.10.1874-1943) war die Tochter von Major Arthur Cecil Tempest (2.6.1837-21.6.1920), J. P., D. L., of Broughton Hall bei Skipton-in-Craven in Yorkshire, und Eleanor Blanche Reynard (11.2.1853-26.1.1928). Ihre Großeltern väterlicherseits waren Henry Tempest (18.10.1795-25.3.1860) und Jemima Trafford (1807-17.1.1883), mütterlicherseits Edward Horner Reynard, of Sunderlandwick and Hobgreen in Yorkshire, und Elizabeth Mason. Blanche Cecil Tempest hatte noch einen Bruder, Brigade-General Roger Stephen Tempest (26.5.1876-1948).

 

Das Wappen Tempest zeigt in Silber einen schwarzen, am oberen rechten Ende mit einem goldenen Ring belegten Schrägbalken, der von sechs (3:3) schwarzen Merletten begleitet wird (engl.: Argent on a bend between six martlets Sable an annulet Or). Der Aufriß wirkt harmonisch, weil sich dieses Schildbild für die Darstellung in Rautenform eignet, ein seltener Fall, bei dem es nicht zu platzbedingten Stauchungen kommt, sondern sich die Motive gut in die Form fügen lassen. Hier wird nur das einfache Familienstammwappen gegeben.

Die Familie führte weiterhin ein zusammengesetztes, geviertes Wappen: Feld 1 und 4: Tempest, Feld 2: in Silber ein schwarzer Balken zwischen sechs schwarzen Merletten (Gilliot), Feld 3: in Silber innerhalb eines blauen Lilienbordes ein aufspringender roter Löwe (Thorpe). Englischer Blason: Quarterly, 1st and 4th: Argent on a bend between six martlets Sable an annulet or (for Tempest), 2nd: Argent a fesse between six martlets Sable (for Gilliot), 3rd: Argent a lion rampant Gules within a bordure of demi-fleurs-de-lys Azure (for Thorpe). Es gibt auch noch komplexere Formen mit weiteren erheirateten Inhalten. Eine Helmzier wird nicht zum Rautenwappen geführt, das wäre zu schwarz-silbernen Decken auf ebensolchem Wulst ein silbern-schwarz gespaltener, rotbewehrter Greifenkopf, belegt mit einem roten Ring (engl.: mantling Sable and Argent. Crest: upon a wreath of the colours, a griffin's head erased per pale Argent and Sable, beaked and crined Gules, charged with an annulet of the last).

Exlibris von unbekanntem Künstler:
Dieses undatierte, aus dem 18. Jh. stammende Exlibris im Chippendale-Stil von nicht identifiziertem Künstler zeigt das Wappen von William Abbot (1733-1826), Fellow of St. John's College in Cambridge. William Abbot war der Sohn von William Abbot, Master Mariner, und stammte aus Ramsgate. Er machte 1757 seinen Magister Artium. 1759 wurde er Moderator. Er war an St. John's College 1761-1767 ein berühmter Tutor für Mathematik, der zuvor bereits 1754 Senior Wrangler geworden war, also der beste Mathematiker unter den Studenten. 1764 machte er seinen Baccalaureus Divinitatis und wurde Reverend. 1767 bekam er eine Yorker Präbende; er lebte aber hauptsächlich in Ramsgate im östlichen Kent. Er heiratete eine Schwester von William Elliston.

 

Das Wappen zeigt in Rot einen goldenen Sparren zwischen drei (2:1) ebensolchen Birnen (engl.: Gules a chevron between three pears Or). Die Helmzier ist auf einen zu einem Postament ausgezogenen, asymmetrischen Fortsatz der Kartusche gesetzt worden, man sieht auf einem Wulst eine goldene Krone, aus der ein ebensolcher Einhornkopf hervorkommt zwischen zwei silbernen Straußenfedern (engl.: out of a ducal coronet an unicorn head Or between two ostrich feathers Argent). Die Devise lautet: NEC TEMERE NEC TIMIDE - neither rashly nor timidly - weder unbesonnen noch furchtsam.

Exlibris von unbekanntem Künstler:
Dieser undatierte, aus dem 18. Jh. stammende Kupferstich von unbekannter Hand ist für John Corbet, Esquire. Das Wappen zeigt in Gold zwei schwarze Raben oder Krähen übereinander (engl.: Or two ravens Sable). Die Helmzier ist ein auf dem Wulst stehender silberner Elephant mit einem goldenen Zinnenturm auf dem Rücken (an elephant Argent, on his back a castle Or). Die Devise lautet: DEUS PASCIT CORVOS - Gott ernährt die Raben. Die Familie ist normannischen Ursprungs und stammt aus dem Pays de Caux. Das französische Wort "Corbeau" für Rabenvögel bzw. das anglo-normannische "Corb" ist die Wurzel des Familiennamens und des Wappensymbols. Aufgrund des normannischen Ursprungs der Familie sei auch noch der französische Blason gegeben: D'or, à deux corbeaux de sable. Cimier un éléphant d'argent, houssé d'or et de sable, défendu d'or, portant une tour du même.

 

Exlibris von unbekanntem Künstler:
Dieser historische Stich aus unbekannter Werkstatt ist wiederum ein Bücherzeichen für einen Angehörigen des britischen Königshauses aus dem Haus Hannover, ganz ähnlich dem bereits weiter oben vorgestellten Blatt, nur dieses ist für den ältesten Bruder des zuvor relevanten Augustus Frederick von Hannover (27.1.1773-21.4.1843), nämlich für George Augustus Frederick von Hannover (12.8.1762-26.6.1830), Prince of Wales und designierter Thronfolger, Herzog von Cornwall und Herzog von Rothesay, der spätere König George IV. Auch dieser war ein Sohn von George III. König von Großbritannien und Irland und König von Hannover (4.6.1738-29.1.1820) und von Sophia Charlotte Herzogin von Mecklenburg-Strelitz (19.5.1744-17.11.1818). Der Aufbau des Wappens folgt primär dem seines Vaters, König George III.; der Schild wird umgeben von dem Band des Hosenbandordens (Garter) mit der Devise "HONI SOIT QUI MAL Y PENSE" (ein Schelm, wer Böses dabei denkt), aber im Gegensatz zum zuvor vorgestellten Blatt des Bruders ohne zusätzliche Ordenskette (collar with "Great George"). Als Schildhalter fungieren die üblichen des britischen Herrscherhauses, rechts ein goldener, hersehender, gekrönter sowie rotgezungter und -bewehrter Löwe, und links ein silbernes, golden bewehrtes und bemähntes, mit einer goldenen Halskrone mit daran herabhängender ebensolchen Kette versehendes und rotgezungtes Einhorn. Dazu gibt es einige auffällige Besonderheiten wie die Turnierkragen (labels of cadency) und das zweite Kleinod und die spezielle Devise des Prince of Wales.

Das Blatt trägt nicht den Namen des Eigners, sondern lediglich die Bezeichnung "Carleton House Library". Das Gebäude in London wurde 1714 errichtet und trug seinen Namen nach dem Auftraggeber, Baron Carlton. George Augustus Frederick von Hannover bezog das Gebäude 1783, dem Jahr seiner Volljährigkeit, die er nutzte, um sich so schnell wie möglich der väterlichen Kontrolle zu entziehen. Das Jahr 1783 ist somit die Untergrenze für die Datierung des Blattes. Er ließ Carlton House 1783-1796 durch den Architekten Henry Holland nach seinem Geschmack umgestalten, was ein Vermögen verschlang und den Prinzen in die Schulden trieb. Er bewohnte es während seiner Zeit als Prince of Wales und auch schon während der Regentschaft, die er ab 1811 für seinen regierungsunfähigen, geistig verwirrten, vermutlich an Porphyrie erkrankten Vater ausübte. Die Obergrenze der Datierung ergibt sich durch das Vorhandensein des Turnierkragens (label of cadency), der bis zum Tod des Vaters im Wappen blieb. Das Blatt muß also zwischen 1783 und 1820 entstanden sein. Carlton House existiert heute nicht mehr, denn es wurde 1825 abgebrochen, nachdem George 1720 Buckingham House als neuen Wohnsitz wählte und zum Buckingham Palace ausbaute. Alles, was noch von Carlton House erhalten ist, ist der Portikus, der heute das Hauptportal der National Gallery am Trafalgar Square bildet. Nachfolgebauten auf dem einstigen Schloßgelände sind die Carlton House Terrace benannten Appartementgebäude im Regency-Stil. Sie wurden vermietet, um Einnahmen zum Umbau des Buckingham Palace zu generieren.

 

Das Wappen zeigt den typischen Aufbau für das Haus Hannover auf dem Thron von Großbritannien und Irland, wobei der Herzschild nicht mit der hannoverschen Königskrone gekrönt ist und auch der typische Herzschild für das Erzschatzmeisteramt leer ist (Warteschild). Nur das Wappen des jeweiligen Souveräns hatte auf dem Herzschild eine Bekrönung in Form des Kurhutes bzw. der hannoveranischen Königskrone, und nur der jeweilige Souverän von Hannover durfte sich des Erzschatzmeisteramtszeichens bedienen (siehe oben). Der Exlibriseigner folgte zwar als George IV. als König von Großbritannien und Irland, nach, aber sein Bruder Ernst August I. wurde König von Hannover. Folglich fehlen hier (und in Zukunft) die Zeichen der in Hannover regierenden Linie.

In der Vergrößerung der rechten Abb. erkennt man gut den Turnierkragen (label of cadency), der über den Hauptschild als Differenzierungszeichen gelegt ist. Dieser folgt den britischen Regeln zur Unterscheidung der Wappen von Angehörigen des Königshauses, denn dem Eigner stand als Erstgeborenen der silberne Turnierkragen ohne Beizeichen zu. Nach dem Tod des Vaters 1820 und der Übernahme der Regierung als König von Großbritannien und Irland ließ er natürlich den Turnierkragen weg.

Eine Besonderheit dieses Bücherzeichens ist das Auftreten von Kleinod und Badge. Das heraldisch rechte Kleinod ist der schreitende goldene Löwe des Königreiches Großbritannien wie gewohnt. Das linke Badge steht für den Prince of Wales und besteht aus einer goldenen Krone, durch die drei silberne Straußenfedern gesteckt sind (engl.: three ostrich feathers Argent rising through a coronet Or). Dieses Motiv geht zurück auf Edward, den sog. Schwarzen Prinzen (1330-1376), Sohn König Edwards III. Einerseits verwendete er ein entsprechend differenziertes englisches Wappen, andererseits verwendete er einen schwarzen Schild mit drei (2:1) aufrechten silbernen Straußenfedern (Sable, three ostrich feathers Argent). In der Kathedrale von Canterbury befindet sich seine Tumba, auf der liegend der Schwarze Prinz als Figur dargestellt wird. Die Seitenflächen der Tumba tragen abwechselnd beide Wappen. So taucht auf der Längsseite dreimal der aus Alt-Frankreich und England gevierte und mit dreilätzigem Turnierkragen (label of cadency) differenzierte Schild auf und alternierend ebenfalls dreimal der schwarze Schild mit den je drei Staußenfedern. Es gibt verschiedene Theorien, daß die Federn über seine Mutter, Philippa von Hainault, übernommen wurden. Edwards jüngerer Bruder, John of Gaunt, Duke of Lancaster, verwendete übrigens auch Straußenfedern als alternatives heraldisches Symbol, allerdings zur Unterscheidung von Hermelin. Weitere nahe Verwandte benutzten ähnliche Symbole. Unter den Postamenten der Schildhalter ist die Devise des Prinzen von Wales zu lesen: "ICH DIEN". Heute ist diese Devise Teil des Badge, unter der Krone auf einem dunkelblauen Band durch die Federkiele geflochten.

Um den Eigner dieses Blattes korrekt einordnen zu können, hier ein erneuter Blick in die Genealogie:

Zuvor wurden bereits die durch diverse Baumaßnahmen entstandenen Schulden erwähnt, die durch den extravaganten und ausschweifenden Lebensstil des Exlibriseigners eher mehr als weniger wurden. Das führt unmittelbar zu seinen Frauengeschichten, sowohl als Ursache als auch als Heilmittel sozusagen. Seine erste Affäre hatte Prinz George noch minderjährig mit der Schauspielerin Mary Robinson, für die er finanziell reichlich bluten mußte, denn sie erpreßte eine üppigste Apanage dafür, daß sie ihre Drohung nicht wahr machte, seine Liebesbriefe an die Öffentlichkeit zu bringen. George Augustus Frederick hatte am 15.12.1785 eine heimliche Ehe mit der zweimal verwitweten Maria Fitzherbert geschlossen, eine unstandesgemäße Verbindung, eine katholische Frau, Irin - und das Ganze ohne den Segen des Vaters und damit ein Verstoß gegen den Royal Marriage Acts aus dem Jahr 1772 und gegen den Act of Settlement, denn die Heirat mit einer Katholikin bedeutet Ausschluß von der Thronfolge. In dieser Hinsicht stand er seinen jüngeren Brüdern in nichts nach. De jure war die Ehe einfach ungültig, weil der regierende Monarch sein Placet nicht gegeben hatte.

Mittlerweile waren die Schulden so groß, daß der Prinz aus Carlton House ausziehen mußte und bei seiner Frau oder Dochnichtfrau einziehen mußte, um den Aufwand für sein Leben zu senken. Die Heirat hatte dem königlichen Vater nicht gerade Lust gemacht, seinen Sohn schon wieder bei seinen Gläubigern auszulösen. Der Prinz steckte 1787 tief in einer selbstverschuldeten Zwickmühle: Einerseits brauchte er dringend das Wohlwollen des Parlamentes, um eine Schuldenübernahme durch den Staat zu erreichen, andererseits durfte niemand von der Ehe erfahren, weil dann jedes noch vorhandene Wohlwollen sich wie ein mildes Lüftchen davongemacht hätte. Trotz erneuter Zahlungen und höherer Apanage hatte der kontrollverlustige Prinz bis 1794 über eine halbe Million Pfund Schulden angehäuft.

Die Situation wurde dadurch gerettet, ähm - kurzfristig gelindert, daß er am 8.4.1795 eine legale Ehe mit Caroline von Braunschweig schloß, übrigens seine Cousine, denn Carolines Mutter war eine Schwester seines Vaters. Sie sahen sich drei Tage vor der Hochzeit zum ersten Mal, und da war schon klar: Das wird nichts. Oder deutlicher: Sie konnten sich auf den ersten Blick nicht leiden. Er war in ihren Augen eine unattraktive Null; sie war in seinen Augen dreist und taktlos sowie aus der Nähe körperhygienisch eine Zumutung. Er äußerte sich einmal dahingehend, daß er nur dreimal Geschlechtsverkehr mit ihr gehabt hätte. Sie bekam nie eine Rolle in seinem Hofstaat. Das Testament des Prinzen ist deutlich: Maria Fitzherbert sollte Haupterbin sein, Caroline von Braunschweig sollte genau einen Shilling erben. Daß diese Ehe ein Jahr später auch offen auf ganzer Linie scheiterte, ist das Eine - für den Moment viel wichtiger war, daß sein Vater zur Belohnung für seine "brave" Heirat seine Schulden übernahm und daß aufgrund der Heirat seine jährliche Apanage auf 100000 (!) Pfund erhöht wurde.

Im Grunde war die Ehe schon 1796 gegen die Wand gefahren. 1797 trennten sie sich; seine Frau zog auf den Landsitz Montague House in London-Blackheath. 1814 reiste Caroline von Braunschweig auf den Kontinent, um für ein paar Jahre dort zu leben. Der schwache Versuch, ein skandalfreies Leben zu führen, wurde vollends aufgegeben, als George versuchte, diese Ehe irgendwie aus der Welt zu schaffen. Seine erste, ganz schlechte Idee, war ein eventueller Hochverratsprozeß. Das konnte ihm zum Glück ausgeredet werden. Dann kam er auf die Idee, ihr irgendwie Untreue nachzuweisen, und ließ Material sammeln. Zeugen wurden von der Untersuchungskommission gut honoriert. Der gewünschte Erfolg blieb aber aus. Der dritte Versuch war eine Übereinkunft, daß Caroline gegen eine Apanage außer Landes blieb und auf alle königlichen Rechte verzichtete. Das klappte auch nicht, weil sie ablehnte und wieder nach England zurückkehrte. Ok, also großes Geschütz: 1820 wollte George diese Ehe durch einen Parlamentsbeschluß wegen unwürdigen Verhaltens offiziell auflösen lassen.

Das Volk war einerseits begeistert, daß endlich wieder was los war im Königshaus, andererseits ging der Schuß nach hinten los, weil das Volk zur Königin hielt und wußte, wer sich im Zweifelsfall unwürdig verhalten hatte ("no Queen, no King!"). Ebenso wenig fand das Volk es gut, daß Caroline von ihrem Mann nie als Königin anerkannt wurde und ihr Name aus der Liturgie der Church of England gestrichen wurde. Und man hatte wenig Sympathie für den König: George Augustus Frederick war nämlich alles andere als ein Vorzeigemonarch und das krasse Gegenteil seines einfachen und bescheidenen Vaters, brutal ausgedrückt: Er war exzentrisch, ein Verschwender, er spielte, er trieb sich mit Halbweltgestalten rum, er hurte nach Belieben mit allem, was nicht bei Drei auf den Bäumen war, er war süchtig nach Laudanum (eine Art Opiumtinktur), und er fraß sich fett - die Presse freute sich, und die Karikaturisten hatten gut zu tun, und so wurde bereits noch zu Lebzeiten des Vaters aus dem Prince of Wales schnell ein "Prince of Whales". So war es im Grunde nebensächlich, ob Caroline im Recht war oder nicht, ob sie eklig war oder nicht - sie eignete sich als Figur der Opposition gegen einen König, vor dem man eigentlich keinen Respekt mehr hatte. Wieder ins Jahr 1820: Auch dieser Versuch scheiterte, die Regierung zog die Gesetzesvorlage zurück, und das Ansehen des Monarchen näherte sich dem absoluten Nullpunkt. Rückwirkend kann man feststellen, daß er eigentlich haarscharf an einer Revolution vorbeigeschrammt ist, und ja, er hätte sie verdient gehabt, und sie wäre vielleicht auch passiert, wenn George wie angedacht das Parlament aufgelöst hätte. 1821 akzeptierte Caroline das Angebot einer Apanage gegen Sichunsichtbarmachen, und, bequemste Befreiung von allen Sorgen, starb noch im selben Jahr.

Zurück ins Bett: An Geliebten folgten Lady Frances Villiers, Hofdame seiner Frau, die Kurtisane Grace Elliott, die Russin Olga Scherebzowa, die Mätressen Isabella Seymour-Conway, Marchioness of Hertford, und Elizabeth Conyngham, Countess of Conyngham. Daraus ergab sich das Problem der Nachfolge: Er hatte keinen Thronerben. Seine einzige Tochter verstarb vor der Zeit. Mehrere Brüder waren unstandesgemäß verheiratet - George war nicht gerade in der Position, ihnen das vorzuhalten, aber so war eben das Gesetz. Nachfolger auf dem englischen Thron wurde William IV., bisher Duke of Clarence. Erst unter Queen Victoria wurde das von George IV. großzügig verlorene Ansehen der Monarchie in der Bevölkerung wieder aufgebaut.

Nun wollen wir auch kurz die guten Seiten dieses Monarchen erwähnen: Die Kunstgeschichte verdankt ihm die Kunstepoche Regency Style, und die britische Hauptstadt verdankt ihm Regent Street, Regent’s Park und Trafalgar Square als städtebauliche Neuanlagen. Außerdem geht die Neuerrichtung des exzentrischen, orientalistisch angehauchten Royal Pavillons in Brighton auf ihn zurück; ohne ihn hätte also das Königreich ein paar wichtige Sehenswürdigkeiten weniger.

 

Auch die beiden Schildhalter sind auf der Brust mit einem Turnierkragen (label of cadency) belegt, auch diese berechtigterweise ohne Beizeichen. Auch der Löwe der Helmzier sollte eigentlich diesen kleinen Turnierkragen auf der Brust aufweisen, was hier aber größenbedingt nicht aufgelöst ist.

Übrigens sind in dieser Exlibrissammlung noch mehrere nahe Verwandte vertreten: Weiter oben auf dieser Seite wird das Bücherzeichen für seinen jüngeren Bruder beschrieben, in Teil 4 der Sammlung britischer Exlibris befindet sich das Bücherzeichen für seinen Neffen, und in Teil 1 wird ein anderes Exlibris für seinen jüngeren Bruder, den Duke of Sussex, präsentiert.

Literatur, Links und Quellen:
Herrn Stephen Slater ein herzliches Dankeschön für wertvolle Hinweise und Erläuterungen.
Den Herren Stephen Slater und Alan Fennely ein ganz herzliches Dankeschön für die Zurverfügungstellung von Exlibris zur Studienzwecken.
Stafford M. Linsley: Delaval, John Hussey, Baron Delaval (1728-1808), 2004
Lebenslauf John Delaval:
http://www.gracesguide.co.uk/John_Hussey_Delaval
John Delaval:
https://en.wikipedia.org/wiki/John_Delaval,_1st_Baron_Delaval
Familie Delaval, Grablege:
http://www.westminster-abbey.org/our-history/people/delaval-family
Genealogie John Delaval:
http://geneagraphie.com/getperson.php?personID=I271747&tree=1 - http://geneagraphie.com/getperson.php?personID=I273264&tree=1 und abhängige Seiten und http://gw.geneanet.org/frebault?lang=en&pz=henri&nz=frebault&ocz=0&p=john+hussey&n=delaval
Biographie John Delaval:
http://www.historyofparliamentonline.org/volume/1754-1790/member/delaval-john
Bildnis John Delaval:
https://www.artuk.org/discover/artworks/john-hussey-delaval-17281808-bt-later-lord-delaval-in-van-dyck-dress-170950
Doddington Hall:
https://georgianera.wordpress.com/tag/sir-john-hussey-delaval/
Doddington Hall:
http://www.doddingtonhall.com/
Doddington Hall:
https://en.wikipedia.org/wiki/Doddington_Hall,_Lincolnshire
Husee:
https://en.wikipedia.org/wiki/John_Husee
A History of the County of Berkshire, Bd. 4, Victoria County History, London 1924. S. 183-200, online
http://www.british-history.ac.uk/vch/berks/vol4/pp183-200
einfacherers Delaval-Wappen:
https://en.wikipedia.org/wiki/File:Baron_Delaval_coa.png
Rise and Fall of the Delaval Family:
https://johnsstephenson.wordpress.com/2015/04/30/the-rise-and-fall-of-the-delaval-family/
Seaton Delaval Hall:
https://en.wikipedia.org/wiki/Seaton_Delaval_Hall
Seaton Delaval Hall:
https://www.nationaltrust.org.uk/seaton-delaval-hall
Earl of Hyndford:
https://en.wikipedia.org/wiki/Earl_of_Hyndford
Earl of Hyndford:
http://www.cracroftspeerage.co.uk/online/content/hyndford1701.htm
3rd Earl of Hyndford:
https://en.wikipedia.org/wiki/John_Carmichael,_3rd_Earl_of_Hyndford
Bild des 3rd Earl of Hyndford:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c5/John_Carmichael%2C_3rd_Earl_of_Hyndford_%281701-67%29_Statesman_and_Diplomat.jpg
Carmichael Clan:
https://en.wikipedia.org/wiki/Clan_Carmichael - https://www.scotweb.co.uk/info/carmichael/
Genealogi der Carmichael:
http://quod.lib.umich.edu/e/ecco/004896980.0001.000/1:134?rgn=div1;view=fulltext
J. D. E. Preuß: Friedrich der Große, eine Lebensgeschichte, 1. Band, Berlin 1832, S. 444, online:
https://books.google.de/books?id=xSBnAAAAcAAJ
Karl Heinrich Siegfried Rödenbeck: Tagebuch oder Geschichtskalender aus Friedrichs des Großen Regentenleben, 1. Band, Berlin 1840, S. 189
https://books.google.de/books?id=PikBAAAAcAAJ
Distelorden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Distelorden - https://en.wikipedia.org/wiki/Order_of_the_Thistle
Mitglieder des Distelordens:
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Knights_and_Ladies_of_the_Thistle
Carmichael House:
http://www.stravaiging.com/history/castle/carmichael - http://www.buildingsatrisk.org.uk/details/895325
Bernard Burke: The General Armory of England, Scotland, Ireland and Wales, Bd. 1. Heritage Books 2007.
Dunbar-Exlibris: Ein Vergleichsbaltt befindet sich in der Thomas Murray Collection, Bibliothek der University of British Columbia, Canada:
http://cdmbackend.library.ubc.ca/cdm4/item_viewer.php?CISOROOT=/bookplate&CISOPTR=490&CISOBOX=1&REC=11
Earl of Moray:
https://de.wikipedia.org/wiki/Earl_of_Moray - https://en.wikipedia.org/wiki/Earl_of_Moray
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https://en.wikipedia.org/wiki/Earl_of_Glandore
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Augustus Frederick Duke of Sussex
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Earl of Hardwicke:
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Philip Yorke, Baron + Earl Hardwicke:
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10th Earl Hardwicke:
https://en.wikipedia.org/wiki/Joseph_Yorke,_10th_Earl_of_Hardwicke - http://www.dailymail.co.uk/news/article-1024550/Barefoot-Earl-finds-love-last.html
Wimpole Estate, Hall und Garden:
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Genealogie Tempest:
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Genealogie Tempest:
http://jschuerman.com/getperson.php?personID=I6323 - http://jschuerman.com/getperson.php?personID=I6308 - http://jschuerman.com/getperson.php?personID=I6318
Genealogie:
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Wappen Tempest: Arthur Charles Fox-Davies: Armorial families, a directory of gentlemen of coat-armour, T. C. & E. C. Jack, Edinburgh, Ausgabe von 1929, Band 2:
http://www.ebooksread.com/dl2.php?action=output_file&id=126846&ext=pdf_external&f=armorialfamilies02foxd
Portrait von William Abbot:
https://artuk.org/discover/artworks/the-reverend-william-abbot-17331826-fellow-139378 - http://www.the-athenaeum.org/art/detail.php?ID=183894
Wappen der Abbot of Guildford:
https://www.surreycc.gov.uk/__data/assets/pdf_file/0006/36438/Surrey-Coats-of-Arms-A-H.pdf
Charles Montague Neale: The senoir wranglers of the University of Cambridge, from 1748 to 1907, F. T. Groom and Son, Bury St. Edmunds 1907.
https://archive.org/stream/senoirwranglerso00nealrich#page/n3/mode/2up S. 16
Corbet:
https://en.wikipedia.org/wiki/Corbet_family
Carlton House:
https://de.wikipedia.org/wiki/Carlton_House - https://en.wikipedia.org/wiki/Carlton_House
Die Federn des Prince of Wales:
https://www.princeofwales.gov.uk/the-prince-of-wales/titles-and-heraldry/prince-of-waless-feathers
Die Federn des Prince of Wales:
https://en.wikipedia.org/wiki/Prince_of_Wales's_feathers
Die Prinzen von Wales:
https://en.wikipedia.org/wiki/Prince_of_Wales#Prince_of_Wales_as_independent_title
Tumba des Schwarzen Prinzen:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/32/Canterbury_Cathedral_28.jpg
George IV:
https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_IV._(Vereinigtes_Königreich) - http://www.bbc.co.uk/history/historic_figures/george_iv_king.shtml - http://www.bbc.co.uk/history/british/empire_seapower/george_fourth_01.shtml - http://www.regencyhistory.net/2011/10/george-iv.html - http://www.englishmonarchs.co.uk/hanover_4.htm - http://www.nndb.com/people/395/000093116/ - https://www.britroyals.com/kings.asp?id=george4 - https://en.wikipedia.org/wiki/George_IV_of_the_United_Kingdom - https://www.britannica.com/biography/George-IV
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Karl-Ernst Sittel für wertvolle Hinweise zur Heraldik des britischen Königshauses.

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