
Bernhard
Peter
Die
Wappen des Hauses Waldeck

Das
Stammwappen der Familie
Das Stammwappen der Grafen von
Waldeck, einem alten Grafengeschlecht, das seit 1712
reichsfürstlich wurde und 1806 sogar souverän, ist in Gold ein
achtstrahliger schwarzer Stern. Die Helmzier ist ein goldener
Flug, beiderseits belegt mit einem achtstrahligen schwarzen
Stern. Die Helmdecken sind schwarz-golden.

Bildbeispiel: Lemgo, Rathaus
Der Waldecker Stern
Eigentlich ist das Haus
Waldeck eine Seitenlinie der Grafen von Schwalenberg
(Alt-Schwalenberg). Alt-Schwalenberg führte in Gold einen roten
Stern. Die Seitenlinie, die sich von Waldeck nannte,
differenzierte ihr Wappen von der Alt-Schwalenberger Hauptlinie
durch einen Wechsel der Tinktur des Sternes: Es wurde nun in Gold
(gleich) ein schwarzer (geändert) achtstrahliger Stern. Cave:
Neu-Schwalenberg ist von Alt-Schwalenberg ebenfalls durch einen
Tingierungswechsel differenziert, zusätzlich kommt als
differenzierendes Beiszeichen die Schwalbe ins Schildbild.
Alt-Schwalenberg lebt in Sternberg fort, um die Verwirrung
komplett zu machen. Und beide, Sternberg und Neu-Schwalenberg, im
Wappen der Fürsten zu Lippe.
Wie eng die drei Familien
verwandt sind, sieht man hieran: Heinrich I Graf von Sternberg
(gest. ca. 1280), war ein Bruder von Graf Adolf I von
Neu-Schwalenberg (gest. ca. 1300). Und beide sind Neffen von
Adolf I von Waldeck (gest. ca. 1270), dem Stammvater der Grafen
und Fürsten zu Waldeck. Fassen wir zusammen: Alt-Schwalenberg
ist der Ursprung. Dessen Schildbild hat sich in Sternberg
erhalten. Neu-Schwalenberg und Waldeck sind durch Wechsel der
Tinkturen resp. Aufnahme von Beizeichen abgeleitet.

Beispiel:
Darmstadt, evangelische Stadtkirche, Epitaph des Grafen Philipp
VI. v. Waldeck
Beispielhafte
numismatische Belege (externe Links auf waldecker-muenzen.de): Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3 - Beispiel 4
Genealogie
des Hauses Waldeck: Wildunger und Eisenberger Linie
- Heinrich VI.
Graf v. Waldeck (- 16.2.1397), vermählt mit Elisabeth v.
Jülich
- Heinrich
VII. Graf v. Waldeck, vermählt mit Margarethe v.
Nassau-Wiesbaden-Idstein
- Volrad I. Graf v. Waldeck,
vermählt mit Barbara v. Wertheim. Unter
den Söhnen Aufteilung in die beiden
Hauptlinien:
- Philipp I. Graf v.
Waldeck-Wildungen (1445 - 1475), Begründer
der Linie zu Wildungen,
vermählt mit Johanna v. Nassau
(1444 - 1468)
- Heinrich
VIII. Graf v.
Waldeck-Wildungen (1465 -
28.5.1513), Begründer
der älteren
Wildunger Linie,
vermählt mit Anastasia
v. Runkel (- 24.4.1503)
- Wilhelm
v. Waldeck, Domherr in
Köln
- Philipp
IV. Graf v.
Waldeck-Wildungen (1493 -
30.11.1574), vermählt in
erster Ehe mit Margarete
v. Ostfriesland (1500 -
15.7.1537)
- Samuel
Graf v. Waldeck-Wildungen
(2.5.1528 - 6.1.1570),
vermählt mit Anna Marie
v. Schwarzburg
- Günther
Graf v. Waldeck-Wildungen
(1557 - 23.5.1585),
vermählt in erster Ehe
mit Margarete v. Waldeck
(1559 - 20.10.1580) und
in zweiter Ehe mit
Margarethe v. Gleichen
(28.5.1556 - 14.1.1619)
- Wilhelm
Ernst Graf v.
Waldeck-Wildungen
(8.6.1584 - 16.9.1598),
aus zweiter Ehe,
kinderlos, ältere
Linie zu Wildungen
erlischt.
- Heinrich
IX. Graf v.
Waldeck-Wildungen (1531 -
3.10.1577), vermählt mit
Anna v. Viermund
- Friedrich
v. Waldeck (15.8.1534 -
10.8.1557), 1549 Domherr
zu Köln und Straßburg,
vor St. Quentin gefallen
- Daniel
Graf v. Waldeck-Wildungen
(1.8.1530 - 7.6.1577),
aus erster Ehe, vermählt
mit Barbara Landgräfin
v. Hessen (1536 -
8.6.1597), kinderlos.
- Philipp II. Graf v.
Waldeck-Eisenberg (3.3.1453 -
26.10.1524), Begründer
der Linie zu Eisenberg,
vermählt in erster Ehe mit
Katharina zu Solms-Lich (-
12.12.1492)
- Franz
v. Waldeck (- 15.7.1553),
1518 Domherr zu Mainz,
1521 Domherr zu Köln,
Trier und Paderborn,
1523-1530 Pastor zu St.
Alexander in Einbeck,
1530 Bischof v. Minden,
1532 Bischof v. Münster
und Osnabrück.
- Philipp
III. Graf v.
Waldeck-Eisenberg
(9.12.1486 - 20.6.1539),
vermählt in erster Ehe
mit Adelheid v. Hoya (-
11.4.1513) und in zweiter
Ehe mit Anna v. Cleve
(21.5.1495 - 24.5.1567)
- Otto
V. v. Waldeck (-
8.3.1541), aus 1. Ehe,
Johanniter-Komtur in Lage
und Steinfurt
- Wolrad
II. Graf v. Waldeck
(27.3.1509 - 15.4.1578),
aus 1. Ehe, vermählt mit
Anastasia Günthera v.
Schwarzburg
- Josias
Graf v. Waldeck-Eisenberg
(18.3.1554 - 6.8.1588),
vermählt mit Maria v.
Barby-Mühlingen
(8.4.1563 - 1619)
- Christian
Graf zu
Waldeck-Wildungen, Begründer
der jüngeren Linie zu
Wildungen,
vermählt mit Elisabeth
Gräfin v. Nassau-Siegen
(8.11.1584 - 26.7.1661)
- Philipp
VII. Graf v.
Waldeck-Wildungen
(25.11.1613 - 24.2.1645),
vermählt mit Anna
Katharina Gräfin v. Sayn
und Wittgenstein
(2.7.1610 - 3.9.1690)
- Christian
Ludwig Graf zu Waldeck,
Pyrmont u. Rappoltstein
(29.7.1635 - 12.12.1706),
vereinte
die gesamte Grafschaft
wieder in einer Hand,
Stammvater aller heute
lebenden Fürsten und
Grafen von Waldeck
- Josias
II. Graf v. Waldeck und
Pyrmont (1636 - 8.8.1669)
- Johann
II. Graf v.
Waldeck-Landau (7.11.1623
- 10.10.1668), 2 Ehen,
keine Kinder
- Volrad
IV. Graf v.
Waldeck-Eisenberg
(7.7.1588 - 6.10.1640),
Eisenberger Linie,
vermählt mit Anna v.
Baden-Durlach (13.6.1587
- 11.3.1649)
- Philipp
Theodor Graf v.
Waldeck-Eisenberg
(2.11.1614 - 1645), 1640
Graf, mit Tonna
belehnt, Graf v.
Culemberg
(Kulenburg)
- Johann
Ludwig Graf v.
Waldeck-Eisenberg (1616 -
1638)
- Georg
Friedrich Fürst v.
Waldeck-Eisenberg
(31.1.1620 - 1692),
kaiserlicher
Generalfeldmarschall,
1677 Verkauf von Tonna, 27.6.1682
Fürst.
- Jakob
Graf v. Waldeck-Eisenberg
(2.5.1621 - 3.6.1645)
- Christian
Graf v. Waldeck-Eisenberg
(17.3.1623 - 21.10.1623)
- Wolrad
V. Graf v.
Waldeck-Eisenberg
(25.11.1625 - 29.1.1657)
Das
vermehrte Wappen der Grafschaft Waldeck-Pyrmont
Tonna und Pyrmont halten
Einzug ins Wappen: Pyrmont war zwischenzeitlich im Besitz der
Grafen von Gleichen-Tonna, die mit den Grafen von Spiegelberg
verschwägert waren. Aber auch Pyrmont hängt mit den
Schwalenbergern zusammen: Im 12. Jh. war die Grafschaft Pyrmont
eine Secundogenitur der Grafen von Schwalenberg, die 1494 erlosch
und nach langem Streit mit Paderborn an die Grafen von
Spiegelberg kam. 1631 erloschen die Grafen von Gleichen. 1621 war
ein Erbvertrag geschlossen worden, aufgrund dessen Pyrmont jetzt
an Waldeck fiel. Die Grafen von Waldeck waren jedoch nie Inhaber
eines Grafentitels von Gleichen. Und als die Grafen von Gleichen
(deren Stammname Tonna war) 1631 mit Hans Ludwig von Gleichen
erloschen, wurden die Gebiete wie folgt aufgeteilt: Die
Obergrafschaft mit Ohrdruf, Emleben, Schwabhausen, Petriroda,
Wechmar, Pferdingsleben und Werningshausen kam an die Grafen von
Hohenlohe-Langenburg, die Untergrafschaft mit Gleichen,
Wandersleben, Günthersleben, Sülzenbrücken, Ingersleben und
Stedten kam an die Grafen von Schwarzburg-Sondershausen, die
Herrschaft Tonna gelangte an die Schenken von Tautenburg.
Melchior von Hatzfeld zu Wildenberg wurde 1639 von Kurmainz mit
dem reichsunmittelbaren Lehen auf ehemals Gleichener Gebiet in
Thüringen belehnt. Waldeck-Pyrmont ist nicht bei den Gewinnern,
führt aber dennoch das Wappen Tonna in seinem vermehrten Wappen.
Es ist jetzt wie folgt aufgebaut:
- Hauptschild: Geviert:
- Feld 1 und 4: In Silber ein rotes Ankerkreuz (Grafschaft
Pyrmont)
- Feld 2 und 3: In Blau ein golden gekrönter,
silberner Löwe, meistens mit Doppelschweif (Herrschaft
Tonna)
- Herzschild: In Gold ein achtstrahliger
schwarzer Stern (Grafschaft Waldeck)
Drei Helme führt das Wappen:
- Helm 1: Ein goldener und beiderseits
mit einem achtstrahligen schwarzen Stern belegter offener
Flug (Grafschaft Waldeck). Helmdecken
schwarz-golden.
- Helm 2: Eine oben mit einem
Pfauenstoß besteckte goldene Säule, die in der Mitte
von einem zugespitzten Arm des Pyrmonter Kreuzes schräg
durchstochen ist (Grafschaft Pyrmont),
Helmdecke rot-silbern.
- Helm 3: In Blau ein golden gekrönter,
silberner Löwe, meistens mit Doppelschweif (Herrschaft
Tonna, eigentlich ist das der Löwe der
Grafschaft Gleichen, zu der die Herrschaft Tonna
gehörte, Tonna ist sogar der Ursprung der Grafen, die
sich später von Gleichen nannten)

Beispiel: Wappentafel der Gräfin Catharina
von Waldeck (1612-1649), Witwe des Grafen Simon Ludwig zur Lippe,
die 1637-1643 die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn Simon
Philipp führte und die 1652 in St. Nicolai zu Lemgo bestattet
wurde. 1643 heiratete sie Herzog Philipp Ludwig von Holstein,
verstarb aber 6 Jahre später im Kindbett. Eine Bestattung in der
Blomberger Familiengruft verwehrte man ihr.
Beispielhafte numismatische Belege (externe
Links auf waldecker-muenzen.de): Beispiel 1 - Beispiel 2
Linie
Waldeck-Eisenberg (auch Waldeck-Kulenburg genannt)
Zweimal gespalten und einmal
geteilt mit Herzschild
- Hauptschild: zweimal gespalten und
einmal geteilt
- Feld 1: In Silber ein rotes
Ankerkreuz (Grafschaft Pyrmont)
- Feld 2: In Gold drei (2:1)
rote Säulen (Kulenburg)
- Feld 3: In Blau ein golden
gekrönter, silberner Löwe mit Doppelschweif (Gleichen-Tonna)
- Feld 4: In Silber ein
gekrönter, schwarzer Löwe (Werth,
aus dem Kulenburgschen Wappen)
- Feld 5: In Blau ein
silbernes Ordenskreuz (Zuordnung fraglich)
- Feld 6: von Gold und Schwarz
fünfmal geteilt (Pallandt).
- Herzschild: In Gold ein achtstrahliger
schwarzer Stern (Grafschaft Waldeck)
Beispielhafte numismatische Belege (externe
Links auf waldecker-muenzen.de): Beispiel 1 - Beispiel 2.
Ein ähnliches Wappen ist im Siebmacher,
Band Souveräne 1, S. 47, T. 108 aufgeführt, allerdings mit noch
zwei Feldern mehr, wobei bei einigen Bestandteilen die Zuordnung
nicht abschließend geklärt zu sein scheint.
- Hauptschild: zweimal gespalten und
zweimal geteilt
- Feld 1: In Silber ein rotes
Ankerkreuz (Grafschaft Pyrmont)
- Feld 2: In Gold drei (2:1)
rote Säulen (Kulenburg,
Cuylenburg, Kuilenburg, niederländisch
Culenborg)
- Feld 3: In Blau ein golden
gekrönter, silberner Löwe mit Doppelschweif (Gleichen-Tonna)
- Feld 4: in Blau ein silberner
Adler (Zuordnung fraglich)
- Feld 5: entfällt wegen
Herzschild
- Feld 6: In Blau ein
silbernes Ordenskreuz (Zuordnung fraglich)
- Feld 7: In Silber ein
gekrönter, schwarzer Löwe (Werth,
aus dem Kulenburgschen Wappen)
- Feld 8: In Blau ein
"gefaltetes silbernes Kreuz"
(Pallandtsche Herrschaft Wiesen)
- Feld 9: von Gold und Schwarz
fünfmal geteilt (Pallandt).
- Herzschild: In Gold ein achtstrahliger
schwarzer Stern (Grafschaft Waldeck)
Dazu bei beiden Varianten fünf Helme.
Meist werden drei auf den Schildrand gesetzt und zwei seitlich
neben den Schild gestellt. Davon werden folgende Helme auf dem
Schildrand sitzend präsentiert:
- Helm 1 (Mitte): Kombinationshelmzier
aus Waldeck und Pyrmont:
- Zwischen einem goldenen und
beiderseits mit einem achtstrahligen schwarzen
Stern belegten offenen Flug (Grafschaft Waldeck)
- eine oben mit einem
Pfauenstoß besteckte goldene Säule (oder hoher
Hut), die in der Mitte von einem zugespitzten
roten Arm des Pyrmonter Kreuzes (auch:
Lilienzepter) schräg durchstochen ist
(Grafschaft Pyrmont),
- Helmdecke rechts
schwarz-golden, links rot-silbern
- Helm 2 (her. rechts): Kopf und Hals
einer blauen Hindin, Decken rot-golden (Zuordnung
fraglich)
- Helm 3 (her. links): Ein aus der
Helmkrone wachsender, golden gekrönter, silberner Löwe
mit Doppelschweif (Herrschaft Gleichen-Tonna),
Helmdecken blau-silbern.
Rechts und links des Schildes befinden sich
zwei weitere Helme, völlig losgelöst vom Schild:
- Helm 4 (unten rechts): aus der
Helmkrone wachsend ein gekrönter, schwarzer Löwe (Werth,
aus dem Kulenburgschen Wappen), Helmdecken
schwarz-silbern
- Helm 5 (unten links): zwischen einem
offenen schwarzen Flug ein Schildchen, dieses von Gold
und Schwarz fünfmal geteilt (Pallandt),
Helmdecken schwarz-golden
Die
Stammlinie von der Teilung der Linien bis zur Erhebung in den
Fürstenstand
- Heinrich VII. (V) Graf v. Waldeck,
vermählt mit Margarethe v. Nassau-Wiesbaden-Idstein
- Volrad I. Graf
v. Waldeck (1442-1475), vermählt mit Barbara v.
Wertheim. Nach seinem Tode teilten sich seine
Söhne die Grafschaft Waldeck
- Philipp I. Graf v.
Waldeck-Wildungen (1445 - 1475), bekam
die südliche Hälfte, Begründer
der Linie zu Wildungen
- Philipp II. Graf
v. Waldeck-Eisenberg (3.3.1453 -
26.10.1524), bekam die nördliche
Hälfte, Begründer der Linie zu
Eisenberg, vermählt mit
Katharina zu Solms-Lich (- 12.12.1492)
- Philipp
III. Graf v.
Waldeck-Eisenberg (9.12.1486 -
20.6.1539), vermählt mit
Adelheid v. Hoya (- 11.4.1513)
- Volrad/Wolrad
II. Graf v.
Waldeck (27.3.1509 -
15.4.1578), gen. der
Gelehrte, vermählt mit
Anastasia Günthera v.
Schwarzburg
- Josias
I Graf v.
Waldeck-Eisenberg
(18.3.1554 - 6.8.1588),
vermählt mit Maria v.
Barby-Mühlingen
(8.4.1563 -
(19/29).12.1619)
- Christian
Graf zu Waldeck-Wildungen
(25.12.1585 -
31.12.1637), 1588-1607 in
Wildungen, 1607-1638 in
Eisenberg, kaiserlicher
Kammerherr, 1625
bekommt er Pyrmont,
vermählt mit Elisabeth
Gräfin v. Nassau-Siegen
(8.11.1584 - 26.7.1661)
- Philipp
VII. Graf v.
Waldeck-Wildungen
(25.11.1613 - 24.2.1645),
1638 Graf, in Eisenberg,
vermählt mit Anna
Katharina Gräfin v. Sayn
und Wittgenstein
(2.7.1610 - 3.9.1690)
- Christian
Ludwig Graf zu
Waldeck, Pyrmont u.
Rappoltstein (29.7.1635 -
12.12.1706), Erbansprüche
auf Rappoltstein,
zunächst 1668 Graf v.
Waldeck-Wildungen, 1669
zu Landau, 12.6.1685
Erbvertrag mit seinem
Vetter, dem Grafen Georg
Friedrich von
Waldeck-Eisenberg, der
die Primogenitur im Hause
Waldeck einführte, ab
1692 nach dem Aussterben
der Linie
Waldeck-Eisenberg
Beerbung derselben und
Graf von Waldeck und
Pyrmont, vereinte
die gesamte Grafschaft
wieder in einer Hand,
Stammvater aller heute
lebenden Fürsten und
Grafen von Waldeck,
vermählt mit Anna
Elisabeth Gräfin v.
Rappoltstein (7.3.1644 -
6.12.1676)
- Friedrich
Anton Ulrich
Fürst v. Waldeck
(27.11.1676 - 1.1.1728),
1706 Graf, 6.1.1712
Reichsfürst, vermählt
mit Louise Pfalzgräfin
bei Rhein zu
Birkenfeld-Bischweiler
((18/28).1.1678 -
3.5.1753), Anschluß
siehe unten.
Das um
Rappoltstein vermehrte Wappen der Grafschaft Waldeck-Pyrmont
Im nächsten vermehrten Wappen
halten weitere Bestandteile Einzug. Es sind alles
Anspruchswappen, die den Schild jetzt auffüllen. Er ist
neunfeldrig mit Herzschild:
- Hauptschild: Zweimal geteilt und
zweimal gespalten
- Feld 1 und 9: In Silber ein
rotes Ankerkreuz (Grafschaft Pyrmont)
- Feld 2 und 8: In Silber 3
(2:1) rote Schildchen (Grafschaft
Rappoltstein, Elsaß)
- Feld 3 und 7: In Silber 3
(2:1) golden gekrönte, schwarze Adlerköpfe
(auch als Rabenköpfe angesprochen, Herrschaft
Hohenack, Elsaß)
- Feld 4: In Blau ein golden
gekrönter, silberner Löwe mit Doppelschweif (Herrschaft
Tonna)
- Feld 6: In Silber ein golden
gekrönter, roter Löwe mit Doppelschweif, das
Feld mit querliegenden, meist schräg
beschnittenen blauen Schindeln bestreut (Herrschaft
Geroldseck, Elsaß (Saverne). Es handelt
sich ausdrücklich nicht um Hohengeroldseck im
Ortenaukreis, sondern um die Burg
Grand-Geroldseck in der Nähe von Château Haut
Barr).
- Herzschild: In Gold ein achtstrahliger
schwarzer Stern (Grafschaft Waldeck)
Zu diesem Wappen gehören
insgesamt fünf Helme:
- Helm 1 (Mitte): Kombinationshelmzier
aus Waldeck und Pyrmont:
- Zwischen einem goldenen und
beiderseits mit einem achtstrahligen schwarzen
Stern belegten offenen Flug (Grafschaft
Waldeck)
- eine oben mit einem
Pfauenstoß besteckte goldene Säule, die in der
Mitte von einem zugespitzten Arm des Pyrmonter
Kreuzes schräg durchstochen ist (Grafschaft
Pyrmont), Helmdecke schwarz-golden
- Helm 2: Ein silbern gewandeter
Mannesrumpf ohne Arme, mit roten Kragenaufschlägen, das
Gewand auf der Brust mit 3 (2:1) roten Schildchen belegt,
auf dem Haupte eine silberne, rot aufgeschlagene Mütze,
die vorne mit einer schwarzen Feder besteckt ist (Grafschaft
Rappoltstein). Helmdecke silbern-rot.
- Helm 3: Ein aus der Helmkrone
wachsender, golden gekrönter, silberner Löwe mit
Doppelschweif (Herrschaft Tonna,
eigentlich Gleichen), Helmdecken blau-silbern.
- Helm 4: Ein geschlossener schwarzer
Flug, belegt mit drei silbernen, aus der Helmkrone sich
erhebenden Pilgerstäben, die sich durch die Häkchen zum
Aufhängen der Pilgerflaschen kenntlich machen (Herrschaft
Hohenack). Helmdecken schwarz-silbern.
- Helm 5: Ein dreireihiger Pfauenstoß,
in eine rote Mütze mit silbernem Stulp gesteckt (Herrschaft
Geroldseck). Helmdecken rot-silbern.

Bildbeispiel:
Schloß Pyrmont, Südgiebel des in der Festung befindlichen
Schlosses
Beispielhafte
numismatische Belege (externe Links auf waldecker-muenzen.de): Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3 - Beispiel 4 - Beispiel 5 - Beispiel 6 - Beispiel 7
Eine
Abweichung bei den Helmzieren gab es bei einer gräflichen
Nebenlinie, die Josias Graf v. Waldeck-Bergheim (20.8.1696 -
2.2.1763), ein Sohn des Grafen Christian Ludwig, einem jüngeren
Bruder des im Jahre 1712 gefürsteten Friedrich Anton Ulrich,
gründete: Er verwendete die Helme von rechts nach links:
Hohenack, Pyrmont, Waldeck, Rappoltstein und Geroldseck - Tonna
(Gleichen) fehlte, dafür wurden Waldeck und Pyrmont entzerrt und
wieder auf zwei Helme verteilt.
Das meiste ist nur Anspruch im vermehrten
Wappen
Betrachten wir das zweite
vermehrte Wappen genauer: Von neun Feldern sind nur 1x Waldeck
und 2x Pyrmont "echt". Waldeck ist der Stammsitz des
Geschlechtes, und Pyrmont ist ihr später dazugekommener Besitz.
Alles andere, also zwei Drittel der Felder, sind Ansprüche ohne
realen Hintergrund. Die Grafen haben die übrigen Gebiete nie
besessen oder beherrscht. Die Grafen und Fürsten trugen
klangvolle Titel wie "Se. Durchlaucht, der regierende Fürst
zu Waldeck und Pyrmont, Graf zu Rappoltstein, Herr zu Hohenack
und Geroldeck am Wasziegen" - wahr davon waren nur Waldeck
und Pyrmont.
Der
Hintergrund zu den elsässischen "Besitzungen": Die Herren von Rappoltstein sind eine
uradelige Familie und herrschten von 1084 bis 1673 im Elsaß, in
und um Rappoltsweiler (Ribeauville). Bekannt sind die Burgen der
Rappoltsteiner, allen voran die wunderschöne Ulrichsburg, dazu
Giersberg und Hohen-Rappoltstein, Hohenack und Judenburg, bekannt
auch der erbitterte Konflikt mit den Giersbergern. Der letzte
Herr von Rappoltstein wurde in den Grafenstand erhoben, es
handelte sich um Johann Jacob Graf von Rappoltstein (1598-1673).
Sein vollständiger Titel lautete "Graf zu Rappoltstein,
Herr zu Hohenack und Geroldseck am Wasichin". 1673 starb das
Geschlecht in männlicher Linie aus. Die Besitztümer fielen an
das Haus Birkenfeld-Bischweiler-Pfalz-Zweibrücken, denn durch
ein altes kaiserliches Privileg war es den Rappoltsteinern
erlaubt, ihren Titel auch in weiblicher Linie zu vererben, wenn
keine männlichen Nachkommen das Erbe antreten konnten. Catharina
Agathe Gräfin zu Rappoltstein, Herrin zu Hohenack und zu
Geroldseck am Wasichen (1648-1683), älteste Tochter des
verstorbenen Grafen Johann Jacob, heiratete im Jahr 1667
Christian II., Pfalzgraf bei Rhein, Herzog von
Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler (1637-1717), der 1673 den
Rappoltsteiner Titel annahm. 1699 folgte sein Sohn Christian III
nach, auch als Titelträger.
Graf
Johann Jakob von Rappoltstein hatte einen Bruder, Georg Friedrich
Graf zu Rappoltstein, und dessen Tochter, Anna Elisabeth Gräfin
von Rappoltstein (1644 - 1676) heiratete 1658 Christian Ludwig;
Graf von Waldeck (1660-1706), den Vater des Friedrich Anton Graf
von Waldeck und Pyrmont. Im Gegensatz zur Grafentochter, die den
Titel und die Besitzansprüche tatsächlich erbte, war der
Anspruch über die Nichte des letzten Rappoltsteiner Grafen
inhaltsleer. Mit der tatsächlichen Ausübung der ererbten Rechte
war es aber nicht weit her, denn die betreffenden Besitzungen
standen seit 1680/81 unter französischer Souveränität. Die
leiseste Resthoffung auf Rappoltstein ging endgültig in der
Französischen Revolution verloren, als am 4.8.1789 durch
Beschluß der Nationalversammlung sämtliche Feudalrechte
aufgehoben wurden. Ungeachtet dieser Fakten und ungeachtet der
Tatsache, daß Anna Elisabeth NICHT die Erbin war, führte und
führt das Haus Waldeck-Pyrmont die Ansprüche im Wappen weiter.
So nennt sich der heutige Chef des Hauses immer noch
"Wittekind, Fürst zu Waldeck und Pyrmont, Graf zu
Rappoltstein, Herr zu Hohenack und Geroldseck am Wasigen".
- Egenolf III. zu Rappoltstein
(22.8.1527 - 4.9.1585), vermählt mit Maria Gräfin v.
Erbach (27.1.1541 - (7/23).12.1606; 30000194)
- Eberhard Georg
Friedrich Graf v. Rappoltstein (12.3.1570 -
27.8.1637), vermählt mit Anna Wild- und
Rheingräfin v. Kyrburg-Mörchingen (1572 -
25.8.1608)
- Otto Wilhelm
v. Rappoltstein (27.8.1592 - 19.9.1605),
stirbt als Junge
- Anna Ottilia
v. Rappoltstein (1593 - 1661)
- Maria v.
Rappoltstein (5.2.1597 - 14.2.1597)
- Johann
Jakob Graf v. Rappoltstein (1598
- 25.7.1673), letzter Graf von
Rappoltstein, vermählt mit Anna
Claudina v. Kyrburg (14.3.1615 -
18.6.1673)
- Eberhard
Kasimir v. Rappoltstein (1639
-1639)
- Katharina
Agathe Gräfin v. Rappoltstein
(15.6.1648 - 16.7.1683), Erbin
von Rappoltstein,
vermählt mit Christian II.
Pfalzgraf bei Rhein zu
Birkenfeld, Herzog v. Bayern
(22.6.1637 - 26.4.1717)
- Christian
Eberhard v. Rappoltstein (1650 -
1651)
- Anna
Dorothea v. Rappoltstein (1653 -
26.4.1723)
- Philipp
Ludwig Graf v. Rappoltstein (1601 -
25.2.1637)
- Kasimir v.
Rappoltstein (15.8.1604 - 7.7.1607)
- Eberhard v.
Rappoltstein (31.10.1606 - 1607)
- Georg
Friedrich Graf v. Rappoltstein (14.7.1594
- 30.8.1651), vorletzter Graf von
Rappoltstein, vermählt in
zweiter Ehe mit Elisabeth Charlotte zu
Solms-Sonnenwalde u. Pouch (1621 -
17.1.1666)
- Anna
Elisabeth Gräfin v. Rappoltstein
(7.3.1644 - 6.12.1676),
vermählt mit Christian
Ludwig Graf zu Waldeck,
Pyrmont u. Rappoltstein
(29.7.1635 - 12.12.1706)
Auftreten
der neuen Komponenten
In ganz ungewohnter Weise sind
die Elemente am Epitaph des Grafen Philipp VI. v. Waldeck in
Darmstadt auf die beiden äußeren Schilde aufgeteilt: Beide sind
geviert mit Herzschild. In beiden Herzschilden ist das
Stammwappen der Grafen von Waldeck, in Gold ein achtstrahliger
schwarzer Stern. Beide Hauptschilde sind aus je zwei Komponenten
geviert. Der optisch linke Schild: Feld 1 und 4: In Silber ein
rotes Ankerkreuz (Grafschaft Pyrmont), Feld 2 und 3: In Silber 3
(2:1) golden gekrönte, schwarze Adlerköpfe (auch als
Rabenköpfe angesprochen, Herrschaft Hohenack, Elsaß), der
optisch rechte Schild: Feld 1 und 4: In Silber ein golden
gekrönter, roter Löwe, das Feld mit querliegenden, blauen
Schindeln bestreut (Herrschaft Geroldseck, Elsaß (Saverne), Feld
2 und 3: In Silber 3 (2:1) rote Schildchen (Grafschaft
Rappoltstein, Elsaß).

Abbildung: Darmstadt,
evangelische Stadtkirche, Epitaph des Grafen Philipp VI. v.
Waldeck von 1582
Beide Schilde zusammen ergeben den später
geführten vermehrten Schild des Grafenhauses Waldeck, der als
weitere, hier nicht repräsentierte Komponente noch in Blau einen
golden gekrönten, silbernen Löwen mit Doppelschweif (Herrschaft
Tonna) enthält. Im Jahre 1582 war der Anspruch auf die
elsässischen Besitzungen noch eine verfrühte Idee, denn Johann Jacob Graf zu Rappoltstein, Herr zu
Hohenack und Geroldseck am Wasichin, starb erst 1673, was das
Erlöschen des Geschlechtes in männlicher Linie bedeutete.
Vermutlich datieren die Schilde später.
Die
Genealogie seit Erhebung in den Fürstenstand bis zur neuesten
Zeit
- Friedrich Anton Ulrich
Fürst v. Waldeck (27.11.1676 - 1.1.1728), 1706 Graf,
6.1.1712 Reichsfürst, 1. Fürst von Waldeck,
vermählt mit Louise Pfalzgräfin bei Rhein zu
Birkenfeld-Bischweiler ((18/28).1.1678 - 3.5.1753),
Anschluß siehe oben.
- Carl August Friedrich
Fürst v. Waldeck (24.9.1704 - 29.8.1763),
18.5.1728 Fürst, 17.5.1763 2. Fürst v.
Waldeck, kaiserlicher
Generalfeldmarschall, vermählt mit Christiane
Henriette Pfalzgräfin bei Rhein zu
Birkenfeld-Bischweiler (16.11.1725 - 11.2.1816)
- Carl August Friedrich
Fürst v. Waldeck Graf v. Pyrmont
(25.10.1743 - 24.9.1812), 1763 3.
Fürst, 1766 selbständig,
unvermählt
- Georg
zu Waldeck Fürst zu Pyrmont u.
Rappoltstein (6.5.1747 - 9.9.1813), 1805
in Pyrmont, 1812 in Waldeck, 4.
Fürst von Waldeck, vermählt
mit Albertine Charlotte Augusta
Prinzessin v. Schwarzburg-Sondershausen
(1.2.1768 - 26.12.1849)
- Georg
Friedrich Heinrich
Fürst zu Waldeck u. Pyrmont
(20.9.1789 - 15.5.1845), 1813 5.
Fürst, vermählt mit
Emma Prinzessin v.
Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym
(20.5.1802 - 1.8.1858)
- Georg
Victor Fürst zu
Waldeck u. Pyrmont
(14.1.1831 - 12.5.1893),
1845 6. Fürst,
1852 selbständig,
1.10.1867 Verzicht auf
volle Souveränität,
vermählt mit Helene
Wilhelmine Henriette
Pauline Mariane
Prinzessin v. Nassau
(12.8.1831 - 27.10.1888)
- Friedrich
Adolf Hermann Fürst zu
Waldeck u. Pyrmont Graf
zu Rappoltstein
(20.1.1865 - 26.5.1946),
1893 7. Fürst v.
Waldeck,
Thronverlust durch
errichtung des
Freistaates Waldeck,
13.11.1918 Abdankung,
vermählt mit Bathildis
Marie Leopoldine Anna
Auguste Prinzessin zu
Schaumburg-Lippe
(21.5.1873 - 6.4.1962)
- Josias
Georg Wilhelm Adolf
Fürst zu Waldeck u.
Pyrmont Graf zu
Rappoltstein (13.5.1896 -
30.11.1967), vermählt
1922 mit Altburg Marie
Mathilde Olga Herzogin v.
Oldenburg (geb.
19.5.1903)
- Wittekind
Adolf Heinrich Georg
Wilhelm Fürst zu Waldeck
u. Pyrmont Graf zu
Rappoltstein (geb.
9.3.1936), derzeitiger
Chef des Hauses,
vermählt mit Cecilia
Gräfin von Goeß-Saurau
(geb. 23.8.1956)
- Carl-Anton
Christian Gustav Clemens
Alexander (geb.
25.12.1991)
- Josias
Christian Alexander (geb.
7.7.1993)
- Johannes
Eberhard Wittekind (geb.
7.7.1993)
Kleines
Staatswappen und Kurzform heute
Der Schild ist gespalten,
vorne in Gold ein achtstrahliger schwarzer Stern (Waldeck),
hinten in Silber ein rotes Ankerkreuz (Pyrmont).
Das Ganze in einem Wappenmantel mit Fürstenhut. Heute ist beim
Fürstenhaus diese "Kurzform" in Gebrauch, bei der man
sich auf die angestammten Herrschaftsgebiete besinnt und die
ganzen Ansprüche wegläßt, über dem Schild ein
hermelinverbrämter Fürstenhut.

Beispielhafte numismatische
Belege (externe Links auf waldecker-muenzen.de): Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3 - Beispiel 4
Alternativ mit zwei getrennten
Schilden (externe Links auf waldecker-muenzen.de): Beispiel 1 - Beispiel 2
Literatur,
Links und Quellen:
Siebmachers Wappenbücher
Hartmut Platte: Waldeck und Pyrmont, Geschichte eines
Fürstenhauses, Heft 3 der Reihe Deutsche Fürstenhäuser,
Börde-Verlag Werl 2006, ISBN 3-980-6221-8-5
Hugo Gerard Ströhl, Deutsche Wappenrolle, Reprint von 1897,
Komet Verlag Köln, ISBN 3-89836-545-X
Genealogien: Prof. Herbert Stoyan, Adel-digital, WW-Person auf
CD, 10. Auflage 2007, Degener Verlag ISBN 978-3-7686-2515-9
Eine hervorragende Seite von Herrn
Wolfgang Mergel zu Waldecker Herrschern und Wappen ist folgende
numismatische Seite: http://www.waldecker-muenzen.de/index.php
Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder - die
deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. C. H.
Beck Verlag München 7. Auflage 2007, ISBN 978-3-406-54986-1

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Aufnahme aus der St.
Nicolai-Kirche zu Lemgo mit freundlicher Erlaubnis von
Superintendant Andreas Lange vom 26.10.2007 (http://www.nicolai-lemgo.de).
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Pfarrer Martin Schneider vom 12.06.2008 (http://www.stadtkirche-darmstadt.de)
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