Bernhard Peter
Wappensammlung (36)

Deutscher Orden, Hochmeister

Heinrich I Waldbott (Walpod) von Bassenheim (1198–1200), der erste Hochmeister des Deutschen Ordens nach der Umwandlung von einer Hospitalbruderschaft in einen Ritterorden.

Feld 1 und 4: In Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz. Feld 2 und 3: Zwölffach rot-silbern geständert. Helmzier ein silberner Schwan, dessen erhobene Flügel mit je einem 12fach rot-silbern geständerten Schildchen belegt sind. Helmdecke rot-silbern.

Heinrich von Tunna gen. Bart (1208–1209), dritter Hochmeister des Ritterordens

Feld 1 und 4: In Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz. Feld 2 und 3: Geviert von Rot und einem schwarzen Löwen in Silber.

Otto von Kerpen (1200–1208), zweiter Hochmeister des Ritterordens.

Feld 1 und 4: In Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz. Feld 2 und 3: In Silber ein roter Sparrenbalken (Zickzackbalken), darüber ein dreilätziger blauer Turnierkragen. Helmzier ein wie der Schild bezeichneter offener Flug. Helmdecke rot-silbern.

     
 
Hermann von Salza
Deutschordenshochmeister und eigentlicher Ordensformer (geb. ca. 1179, amtierte 1209-1239, einer der wirkungsstärksten Hochmeister, die der Orden je hatte, der den Orden in eine starke miltärisch-politische Organisation verwandelte und der nach einem ersten Versuch in Siebenbürgen zum Gründer des Ordensstaates in Preußen wurde).

Geviert, in 1 und 4: Hochmeisterkreuz in der frühen Form, 2 und 3: In Rot ein goldenes, gekrümmtes Widderhorn (Stammwappen von Salza).

Martin Truchsess von Wetzhausen:

Geviert: Feld 1 und 4: In Silber ein schwarzes durchgehendes Kreuz, belegt mit einem goldenen Glevenkreuz (Lilienkreuz), das Ganze in der Mitte belegt mit einem Herzschild, der in Gold den schwarzen Reichsadler zeigt (Hochmeisterkreuz). Feld 2 und 3: In Gold zwei jeweils in zwei Reihen rot-silbern geschachte Balken. Helm 1: Ein silbernes Schirmbrett, belegt mit einem Hochmeisterkreuz, außen mit goldenen Kugeln und daran schwarzen Federn oder Pfauenfedern besteckt, Helmdecken schwarz-silbern (Hochmeistertum). Helm 2: Ein silberner Flug, beiderseits belegt mit einem durchgehenden schwarzen Kreuz, Helmdecken schwarz-silbern. (Deutscher Orden). Helm 3: Zwischen zwei goldenen und mit zwei jeweils in zwei Reihen rot-silbern geschachten Spangen versehenen Büffelhörnern ein rot gewandeter Jungfrauenrumpf mit goldenem Zopf und ebensolcher Krone. Helmdecken rot-golden (Stammkleinod Truchseß von Wetzhausen).

Heinrich von Plauen (1410–1413) und Heinrich Reuß Graf von Plauen (1467–1470). Aus dem Hause der Herren von Reuß, Burggrafen zu Meißen.

Feld 1 und 4: In Silber ein schwarzes durchgehendes Kreuz, belegt mit einem goldenen Glevenkreuz (Lilienkreuz), das Ganze in der Mitte belegt mit einem Herzschild, der in Gold den schwarzen Reichsadler zeigt (Hochmeisterkreuz). Feld 2 und 3: In Schwarz ein gekrönter goldener Löwe (später golden gekrönt). Kleinod ein silbern-schwarz gespaltener Brackenrumpf. Helmdecken schwarz-golden. Andere Helme wie nebenstehend beschrieben.

     
Konrad von Jungingen (1393–1407) und sein direkter Nachfolger und Verwandter Ulrich von Jungingen (1407–1410).

Feld 1 und 4: In Silber ein schwarzes durchgehendes Kreuz, belegt mit einem goldenen Glevenkreuz (Lilienkreuz), das Ganze in der Mitte belegt mit einem Herzschild, der in Gold den schwarzen Reichsadler zeigt (Hochmeisterkreuz). Feld 2 und 3: Von Silber und Blau geviert. Helmzier ein silbernes und ein schwarzes Büffelhorn oder zwei silbern-blau übereck geteilte Büffelhörner, am Außenrand mit Hahnenfederbüschen, federbesteckten Stäben, Pfauenfedern oder Eichenblättern verwechselter Farbe je nach Quelle besteckt. Helmdecken schwarz-silbern. Andere Helme wie oben beschrieben.

Konrad von Wallenrode (1391–1393).

Feld 1 und 4: In Silber ein schwarzes durchgehendes Kreuz, belegt mit einem goldenen Glevenkreuz (Lilienkreuz), das Ganze in der Mitte belegt mit einem Herzschild, der in Gold den schwarzen Reichsadler zeigt (Hochmeisterkreuz). Feld 2 und 3: In Rot eine silberne, viereckige, kleeblattverzierte Gürtelschnalle (Rinck) mit durchgestecktem Dorn. Auf dem gekrönten Helm ein beiderseits wie der Schild bez. Flug. Helmdecken rot-silbern. Andere Helme wie oben beschrieben.

Walter von Cronberg

Geviert: Feld 1 und 4: In Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz (Deutscher Orden). Feld 2 und 3: geviert: Feld 1 und 4 in Silber 4 (2:2) blaue Eisenhütlein (blau-silberner pfahlförmig angeordneter Eisenhutfeh). Feld 2 und 3 Rot. Belegt mit einem Hochmeisterkreuz (auf einem schwarzen Kreuz ein goldenes Glevenkreuz (Lilienkreuz), in der Mitte belegt mit einem Herzschild, der in Gold den schwarzen Reichsadler zeigt). 3 Helme: Helm 3: ein Flug, von Rot und in Silber 4 (2:2) blauen Eisenhütlein (silbern-blauer pfahlförmig angeordnetem Eisenhutfeh) geviert. Helmdecken rot-silbern. Andere Helme siehe oben.

     
Wolfgang Schutzbar gen. Milchling (geb. 1483, Hochmeister 1543–1566).

Feld 1 und 4: In Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz. Feld 2 und 3: In Silber drei (2:1) mit den Stielen zum Dreipaß verbundene schwarze Lindenblätter (auch als Kugeln oder Herzen dargestellt je nach Darstellung und Quelle), dies ist das Wappen Schutzbar. Helmkleinod: Ein wie der Schild bez. Flug, zum Stammwappen der Schutzbar. Helmdecken schwarz-silbern. Andere Helme wie oben beschrieben. In Feld 4 kann auch eine Prälatenmütze sein.

Johann Caspar von Ampringen (Hochmeister 1664–1684).

Feld 1 und 4: In Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz. Feld 2 und 3: In Rot zwei silberne Pfähle mit darübergezogenem goldenen Balken. Kleinod: Zwei silberne, auswärts gekehrte Bärenpranken, je eine rote Kugel haltend, Helmdecken rot-silbern. Andere Helme wie oben beschrieben.

Johann Kaspar von Stadion (Hochmeister 1627–1641).

Feld 1 und 4: In Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz. Feld 2 und 3: in Schwarz drei goldene Wolfsangeln (Wolfsanker) mit dem Ring nach unten. Kleinod ein schwarzes, golden gestreiftes Kissen, darauf eine goldene Wolfsangel (ein goldener Wolfsanker), mit dem Ring aufwärts, in dem ein Pfauenstoß steckt. Andere Helme wie oben beschrieben.

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